Im Herzen von Dornbirn, der größten Stadt in Vorarlberg, am malerischen Marktplatz steht das eindrucksvolle Rote Haus. Dieses ist zum Wahrzeichen der österreichischen Stadt Dornbirn geworden, dessen Geschichte bis ins Jahr 1639 zurückreicht. Das Rote Haus ist nicht nur eine architektonische Schönheit, sondern auch ein faszinierendes Beispiel für die hier einst vorherrschende traditionelle Holzbauweise. Namensgebend ist seine markante rote Farbe, die bis zum Mittelalter durch die Verwendung von Stierblut entstand. Neben den vierteiligen Fenstern, die über versenkbare, bemalte Zugläden verfügen, stechen die mit Ranken verzierten Unterseiten der Dachtraufen ins Auge. Am Hauptfrontgiebel zeugen bis heute die Wappenschilder Danner und Rhomberg von ihren Erbauern. Denn dieses bemerkenswerte Rote Haus wurde 1639 von dem Ehepaar Michael Danner und Verena Rhomberg an der Stelle des 1570 abgebrannten Pfarrhofes erbaut. Das Ehepaar schuf sich mit dem Haus nicht nur eine Zuhause, sondern auch mit ihrer Gaststätte „Engel“ einen Ort, an dem die Dorfbewohner zusammenkommen konnten. Sei es zum Feiern oder zur Diskussion über die Geschicke der Stadt. Anno 1771, als die Dornbirner sich zusammenschlossen, um sich von den Grafen von Ems zu befreien, war das Rote Haus der Schauplatz dieser historischen Wendung. Auf der Freitreppe des Gebäudes versammelten sich damals die Frauen und Männer, um ihre Stimmen für die Freiheit zu erheben. Es war die Zeit des Wandels, der Hoffnung und des unaufhörlichen Kampfes um Selbstbestimmung. Jahrhunderte vergingen und das Rote Haus blieb bestehen, seine Wände waren Zeugen von Kriegen und Frieden, von Trauer und Freude. Im Jahr 1954 stand das Gebäude jedoch vor dem sicheren Verfall, geplant war der Abriss. Doch der Geist von Verena Danner, die ganz in der Nähe ruhte, schien durch die Straßen zu wehen und machte auf sich aufmerksam. August Rhomberg und seine Ehefrau Elfriede, eine Architektin mit Visionen, fühlten sich von der Seele des Hauses angezogen. Sie kauften das Haus und begaben sich auf eine Reise der Renovierung und des Neuanfangs. Die Restaurierung entpuppte sich als wahre Herausforderung. Alte Pläne wurden aufgetrieben, antike Materialien ausgewählt und neue Ideen entworfen. Als die Arbeiten schließlich abgeschlossen waren und das Rote Haus in neuem Glanz erstrahlte, war es mehr als ein Gebäude. Es war ein lebendiger Teil der Geschichte von Dornbirn, bewahrt durch Liebe und Hingabe. Das Rote Haus wurde zu einem Zentrum des Geschehens in Dornbirn, einem Ort, an dem die Gemeinschaft sich versammelte, um aus der Vergangenheit zu lernen und gemeinsam in die Zukunft zu blicken. Das Rote Haus ist nicht nur ein beeindruckendes Zeugnis der einstigen Architektur, sondern auch ein lebendiges Symbol für das Streben nach Freiheit, Identität und gemeinsamer Geschichte, in dem heute ein Restaurant österreichische Köstlichkeiten kredenzt. Auch ich kam bei meinem Besuch von Dornbirn an diesem geschichtsträchtigen Roten Haus vorbei, mit dessen Fotos ich Dir viel Freude wünsche. 🙂







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