Schach ist bekannt als das Spiel der Könige, ein strategischer Wettkampf, der auch viele hochkarätige Profis hervorgebracht hat. Doch hinter den großen Turnieren und den glanzvollen Schachbrettern verbergen sich nicht nur Siege und Triumphe, sondern manchmal auch tragische Schicksale und Verbrechen. Einem dem solch ein tragisches Schicksal zuteil wurde, war der 36 Jahre alte bosnische Schachprofi Nedzad Jakubovic, dessen Leben Ende November 2006 auf brutale Weise endete. Jakubovic wurde tot mit einem Messer im Bauch auf einem Waldweg in der Nähe des Holzöster Sees bei Franking gefunden. Zunächst glaubte die Polizei, es handele sich um Selbstmord. Bei der ersten Untersuchung fanden sich keine Anzeichen eines Kampfes oder Abwehrbewegungen, und ein Abschiedsbrief schien das Bild zu bestätigen. Neben dem Körper wurde eine Whiskeyflasche entdeckt, die auf Alkoholkonsum hindeutete. Interessanterweise konnte dieser Alkoholkonsum bei der Obduktion der Leiche nicht nachgewiesen werden. Stattdessen fand man DNA-Spuren einer anderen Person auf der Flasche. Diese gehörten zu einem 26-jährigen bosnischen Fleischers namens Elfad N. aus Ostermiething, einem Bekannten von Jakubovic, was die Ermittlungen in eine neue Richtung lenkte. Die Ermittlungen nahmen schließlich eine rasante Wendung, als sich eine Autowerkstätte in Bayern meldete. Dort war ein blutgetränkter Autositz ausgetauscht worden, und das Landeskriminalamt stellte fest, dass das Blut eindeutig von Jakubovic stammte. Was zunächst wie ein unglücklicher Suizid aussah, entpuppte sich immer mehr als ein heimtückisch geplantes Verbrechen. Ein Graphologe bestätigte zudem, dass der Abschiedsbrief gefälscht war. Immer mehr rückte Elfad N. ins Visier der Ermittler, besonders als diese herausfanden, dass Nedzad Jakubovic vor 4 Monaten eine Lebensversicherung in Höhe von 380.000 Euro abgeschlossen hatte. Der Begünstigte dieser Versicherung war kein Geringerer als Elfad N., der sich wegen seines Hausbaus hoch verschuldet hatte. Elfad N. wurde daraufhin schnell zum Hauptverdächtigen, und ein Haftbefehl wurde gegen ihn erlassen. Dies ist jedoch nicht der einzige Mordfall in der Geschichte des Schachs. Ein weiterer Tod, der für Aufsehen sorgte, war der von Simon Webb, einem Großmeister im Fernschach und Autor des beliebten Lehrbuchs „Schach für Tiger“. Im März 2006 wurde Webb nach einer Auseinandersetzung mit seinem Sohn, der ihn mit einem Küchenmesser erstochen hatte, tot in seiner Stockholmer Wohnung aufgefunden. Der Sohn versuchte daraufhin, sich das Leben zu nehmen, was eine Familientragödie zur Folge hatte. Die traurige Liste setzt sich auch mit dem Schicksal der jungen englischen Schachspielerin Jessie Gilbert fort. Am 26. Juli stürzte sie während eines Schachturniers in Pardubice aus dem achten Stock ihres Hotels. Obwohl zunächst spekuliert wurde, dass der Sturz auf Schlafwandeln zurückzuführen sei, deuteten die Umstände auf einen möglichen Selbstmord hin. Gilbert litt anscheinend an Depressionen und hatte bereits einen Selbstmordversuch hinter sich. Ihre Geschichte erinnert daran, dass der Druck und die externe Erwartungshaltung, die auf vielen Schachspielern lasten, katastrophale Folgen haben können. Diese tragischen Ereignisse werfen einen Schatten auf die Welt des Schachs, wo die Fähigkeiten der Spieler oft durch persönliche Tragödien überschattet werden. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von der Ostseeperle Graal-Müritz, wo dieses Jahr, das Internationale Schach Open vom 3. bis zum 8. März stattfindet. 🙂










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