Der mysteriöse Fall des Artemus Ogletree und das Hotelzimmer 1046

Am 4. Januar 1935 wurde in Zimmer 1046 des President Hotels in Kansas City ein Mann gefunden, dessen brutaler Tod die Polizei und die Öffentlichkeit bis heute beschäftigt. Sein Name war offiziell „Roland T. Owen“, doch später stellte sich heraus, dass er diesen Namen nur als Tarnung verwendete. Der junge Mann, dessen wahre Identität Artemus Ogletree lautete, stammte aus Birmingham und war erst 19 Jahre alt. Seine Ermordung, die von Anfang an von seltsamen Umständen umgeben war, wurde zu einem der bizarrsten und ungelösten Mordfälle der amerikanischen Kriminalgeschichte. Kansas City der 1930er Jahre war keine gewöhnliche Stadt. Zwar endete die Prohibition im Dezember 1933, doch in Kansas City hatte sie nie wirklich Bestand. Alkohol floss weiterhin, Jazzclubs blühten auf, und die Unterwelt florierte unter der Schirmherrschaft von Tom Pendergast, einem berüchtigten politischen Boss, der die Stadt kontrollierte. Auch die Polizei war nicht unberührt von seiner Macht; der damalige Polizeichef Otto Higgins war so tief in Korruption verwickelt, dass er später wegen Steuerhinterziehung ins Gefängnis musste. In dieser Kulisse fand sich Artemus Ogletree wieder, ein abenteuerlustiger junger Mann, der das Land per Anhalter bereiste. Ogletree und sein Freund Joe Simpson hatten sich entschieden, im April 1934 ihre Heimatstadt zu verlassen, um nach Kalifornien zu trampen. Dort trennten sich ihre Wege, und Ogletree durchstreifte weiter die Vereinigten Staaten. Schließlich kam er im August 1934 nach Kansas City. Zunächst hielt er sich im St. Regis Hotel auf, begleitet von einem mysteriösen Mann namens „Don Kelso“. Später zog er für kurze Zeit ins Muehlebach Hotel, bevor er am 2. Januar 1935 unter dem falschen Namen Roland T. Owen im President Hotel eincheckte. Von Beginn seines Aufenthalts im President Hotel an verhielt sich Ogletree ungewöhnlich. Hotelpagen und Zimmermädchen hatten mehrmals berichtet, wie seltsam und beunruhigend seine Interaktionen waren. Die Reinigungskraft Mary Soptio beschrieb ihn als nervös und ängstlich. Einmal ließ er sie ins Zimmer, um zu putzen, während er sich ruhig die Haare kämmte. Er bat sie, die Tür offen stehen zu lassen, da er einen Freund erwartete – vermutlich den ominösen „Don“. An einem anderen Tag fand sie ihn allein im Dunkeln sitzend, die Jalousien geschlossen, das Licht aus, obwohl es mitten am Tag war. Als Soptio am nächsten Morgen erneut das Zimmer von Ogletree aufsuchte, um ihm Handtücher zu bringen, war dieses von außen verschlossen. Soptio öffnete das Zimmer mit einem Generalschlüssel und fand Ogletree wieder im Dunkeln sitzend vor. Irgendjemand hatte den jungen Mann im Zimmer eingesperrt. Auf dem Schreibtisch lag eine Nachricht von einem gewissen Don, der in 15 Minuten wieder zurück sein wollte. Die seltsamen Vorkommnisse nahmen weiter zu. Am Abend des 3. Januar hörte Soptio Streitereien zwischen Ogletree und einem anderen Mann, und auch andere Hotelgäste berichteten übereinstimmend von lauten Stimmen und Flüchen, sowohl männlich als auch weiblich. In derselben Nacht hatte ein Autofahrer namens Robert Lane einen Mann, der trotz der kalten Jahreszeit nur ein Unterhemd trug, ein paar Blocks entfernt vom Hotel aufgesammelt. Dieser hatte eine Schramme am linken Unterarm und stammelte, dass er am nächsten Tag, jemanden töten würde. Der Autofahrer war sich später sicher, dass dieser Mann Ogletree gewesen war. Gegen Mitternacht fiel der Telefonhörer in Zimmer 1046 aus der Halterung. Der Hotelpage Randolph Prost wurde geschickt, um den Gast zu informieren. Doch obwohl er klopfte und eine tiefere Männerstimme mit ihm sprach, ließ niemand ihn herein. Am Morgen des 4. Januar blieb der Telefonhörer erneut außer Funktion, weshalb die Telefonistin Della Cole einen Hotelpagen zum Zimmer schickte. Diesmal wurde der Hotelpage Harold Pike zum Zimmer geschickt. Dieser fand Ogletree nackt auf dem Bett liegend, stark atmend, und bemerkte dunkle Flecken auf den Laken, die er zunächst für Schatten hielt. Er legte den Telefonhörer zurück und verließ das Zimmer. Nur zwei Stunden später ging der Hotelpage Randolph Prost wieder zum Zimmer, da der Hörer abermals nicht aufgelegt war. Trotz des „Bitte nicht stören Schilds“ öffnete er mit einem Generalschlüssel das abgeschlossene Zimmer – diesmal bot sich ein erschreckendes Bild. Ogletree kniete blutverschmiert auf dem Boden, mit Verletzungen am Kopf und einer grausamen Szenerie aus Blutspuren an Wänden, Bett und Badezimmer. Schnell alarmierte man die Polizei und einen Arzt. Als diese das Zimmer betraten, fanden sie Ogletree in der Badewanne liegend vor, dessen Beine herausragten. Um Ogeltrees Hals, Knöchel und seine Handgelenke war eine Wäscheleine gebunden. In Ogletrees Brust war mehrfache eingestochen worden, seine Lunge war durchstochen und sein Schädel war von mehreren Schlägen zertrümmert. Trotz dieser schweren Verletzungen war er noch bei Bewusstsein und bestand darauf, dass „niemand“ ihm etwas angetan habe und er nur gegen die Badewanne gefallen sei. Er fiel danach ins Koma und verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus. Die Obduktion ergab, dass er vor seinem Tod 6 oder 7 Stunden gefoltert worden war, ehe er gefunden wurde. Die Ermittlungen begannen sofort. Merkwürdig war, dass alle Kleidungsstücke und persönlichen Gegenstände von Ogletree fehlten. Lediglich ein abgerissenes Etikett einer Krawatte, eine Haarnadel, eine Zigarette und ein Glas mit Fingerabdrücken einer Frau wurden gefunden. Die Polizei stand vor einer schier unlösbaren Aufgabe. Schnell stellte sich heraus, dass niemand namens Roland T. Owen aus Los Angeles existierte. Tausende Einheimische kamen, um die Leiche zu betrachten, doch keiner konnte den jungen Mann identifizieren. Erst eineinhalb Jahre nach dem Tod entdeckte die Polizei seine wahre Identität: Artemus Ogletree. Seine Mutter Ruby Ogletree und nicht wie oftmals berichtet ihre Freundin hatte ihn auf einem Zeitungsfoto anhand seiner markanten Narbe an der Schläfe, die er sich durch eine Fettverbrennung im Alter von 11 Monaten zugezogen hatte, erkannt. Zusätzlich zu den Rätseln rund um den Mord selbst tauchten weitere merkwürdige Elemente auf: Ein anonymer Anrufer wollte sicherstellen, dass Ogletree nicht auf einem Armenfriedhof begraben wurde. Er bezahlte die Bestattung im Memorial Park und schickte 13 American-Beauty-Rosen mit einer Notiz, auf der „In ewiger Liebe, Louise“ stand. Angeblich hatte der Anrufer gegenüber dem Bestattungsinstitut ausgesagt, dass Ogletree eine Frau hatte sitzen lassen, die er heiraten wollte und dass sie sich zu dritt im Hotelzimmer getroffen hatten. Er beendete das Gespräch mit dem Satz: „Betrüger bekommen normalerweise, was ihnen zusteht.“ Außerdem erhielt Ogletrees Mutter Ruby mehrere Briefe, die angeblich von ihrem Sohn stammten, obwohl dieser bereits tot war. Diese Briefe waren getippt, obwohl Artemus nie das Tippen gelernt hatte. Darüber hinaus erhielt sie acht Monate nach dem Tod ihres Sohnes einen Anruf von einem Mann namens Godfrey Jordan, der ihren Sohn in Kairo getroffen hatte, wo er ihn vor einer Bande von Schlägern gerettet hatte. Der Anruf dauerte 45 Minuten und Ruby Ogletree wurde zunehmend misstrauisch. Sie war überzeugt, dass der Freund ihres Sohnes, Joe Simpson, mehr wusste, als er zugab. In ihren Briefen an die Polizei schilderte sie Gespräche mit Simpson, in denen er ihr indirekt vermittelte, dass der Mord ein „perfektes Verbrechen“ sei, das nie aufgeklärt würde. Doch die Polizei kümmerte sich kaum um ihre Hinweise. Die Ermittler hatten über die Jahre zahlreiche Verdächtige, darunter Joseph Ogden, einen Mörder aus New York, der unter dem Alias „Donald Kelso“ bekannt war und mit einem ähnlichen Mord in Verbindung gebracht wurde. Doch selbst die FBI-Analyse konnte keine Verbindung zwischen ihm und Ogletree bestätigen. Andere Verdächtige gerieten ins Visier – darunter ein Mann aus Missouri, der wegen „gegen die Natur gerichteter Vergehen“ verurteilt wurde, – doch keiner lieferte die entscheidenden Hinweise. Auch die typisierten Briefe zeigen auffällig detaillierte, aber wenig glaubwürdige Geschichten – beispielsweise über Krankheiten und Abenteuer in Frankreich –, die Ogletrees Mutter zutiefst verstörten. Der Fall kam erneut ins Rollen als sich ein anonymer Anrufer bei der Kansas City Public Library meldete, der neue Informationen zu dem Mordfall hätte, doch er legte auf, bevor er verriet, um welche Informationen es sich handelte. Der Mordfall Artemus Ogletree bleibt bis heute ungelöst und wird von True-Crime-Enthusiasten als eines der merkwürdigsten Verbrechen der amerikanischen Geschichte angesehen. Die Mischung aus korrupten Ermittlungen, seltsamen Spuren und scheinbar bedeutungslosen Indizien macht ihn zu einem wahren Mysterium. Trotz der Bemühungen der Polizei, der FBI-Handschriftanalyse und der Hinweise von Ruby Ogletree konnte nie jemand zur Verantwortung gezogen werden. Vielleicht bringen die kürzlich veröffentlichten Dokumente neue Erkenntnisse, aber eines bleibt sicher: Der Mord an Artemus Ogletree ist ein düsteres Kapitel, das die Frage aufwirft, ob es jemals Beweise gibt, die dem Rätsel ein Ende setzen können. Dir wünsche ich trotz dieser nervenaufreibenden True Crime Story viel Freude mit meinen Fotos von Kansas City. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!

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