Die „Zyanid-Hexe“: Der Fall Lê Thanh Vân – Vietnams berüchtigtste Serienmörderin

Die Lebensgeschichte und die Verbrechen von Lê Thanh Vân, die aufgrund ihrer kaltblütigen Taten den Spitznamen „Zyanid-Hexe“ erhielt, zählen zu den schockierendsten Fällen in der vietnamesischen Kriminalgeschichte. Mit mindestens 13 bestätigten Morden zwischen 1998 und 2001 gilt sie als die gefährlichste Serienmörderin des Landes. Ihr Motiv: Gier. Ihre Methode: das unauffällige Gift Zyanid. Doch wie konnte aus Lê Thanh Vân ein solches Monster werden, das innerhalb von 3 Jahren 13 Menschen aus ihrem engsten Umfeld ermordete? Lê Thanh Vân wurde am 5. Dezember 1956 im damaligen Saigon (heute Ho-Chi-Minh-Stadt) geboren. Sie wuchs als zweitältestes von acht Kindern in einer Arbeiterfamilie auf. Ihr Vater war Kanalarbeiter, ihre Mutter Hebamme. Schon früh zeigte Vân eine auffällige Persönlichkeit: Sie galt als rebellisch, streitsüchtig und zeigte wenig Einfühlungsvermögen. Berichten zufolge quälte sie sogar häufig Haustiere, was auf eine möglicherweise gestörte Persönlichkeitsentwicklung hindeutet. Nachdem sie die Schule vor ihrem zwölften Schuljahr abgebrochen hatte, schrieb sie sich 1975 an der zahnmedizinischen Fakultät der Militärmedizinischen Universität ein. Ihr Studium fand jedoch ein jähes Ende, als sie wegen des Versuchs, illegal die vietnamesische Grenze zu überqueren, verhaftet wurde. Es folgte eine 16-monatige Haftstrafe in einem Umerziehungslager. Nach ihrer Entlassung schlug sie sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs durch und geriet wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt. Eine Reihe von Diebstählen und Betrugsdelikten führte 1979 und erneut 1990 zu Verurteilungen und Haftstrafen. Während dieser Zeit entwickelte Vân eine Vorgehensweise, die sie später zu einer der ersten dokumentierten Serienmörderinnen Vietnams machen sollte: Sie täuschte ihre Opfer bewusst und manipulierte sie, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Bereits in den 1990er Jahren gab es Anzeichen dafür, dass Vân vor Gewalt nicht zurückschreckte. Im Jahr 1992 arbeitete sie als Pflegekraft für die Familie Chung in Ho-Chi-Minh-Stadt. Nachdem sie Mahlzeiten für die Familie zubereitet hatte, erkrankten alle Familienmitglieder schwer. Die Ehefrau des Ehemanns, Bùi, starb an den Folgen einer Vergiftung. Da es jedoch keine ausreichenden Beweise gegen Vân gab, wurde sie lediglich wegen Betrugs verurteilt. Ihre kriminelle Energie schien keine Grenzen zu kennen. Zwei ihrer Ehemänner starben unter mysteriösen Umständen, bevor sie Ende der 1990er Jahre begann, Menschen gezielt zu vergiften, um an deren Geld und Vermögen zu gelangen. Die Vorgehensweise war immer dieselbe: Vân gab sich als wohlhabende, gebildete Heilpraktikerin oder Zahnärztin aus und baute bewusst enge Beziehungen zu ihren Opfern auf. Kaum hatten diese ihr Vertrauen geschenkt, verabreichte sie ihnen heimlich tödliche Dosen Zyanid, das sie zuvor in einem Chemikaliengeschäft gekauft hatte. Ihr erster dokumentierter Mord ereignete sich im Januar 1998. In Ho-Chi-Minh-Stadt lernte Vân einen Mann namens Đinh Văn Khảm kennen, der sie in der Zahnarztpraxis seiner Familie beschäftigte. Vân hatte sich als Zahnärztin ausgegeben, die in Deutschland studiert hatte und angeblich 7 Sprachen beherrschte. Vân war so überzeugend, dass sie sofort eingestellt wurde. Auf ihrem neuen Arbeitsplatz lernte sie den Angestellten Dìu Dãnh Quang kennen, der ihr dritter Ehemann wurde. Als die Zahnklinik in wirtschaftliche Schwierigkeiten geriet, wollte Võ Thị Lý, die Mutter ihres Arbeitgebers, das diverse Angestellte entlassen werden sollten, darunter auch Vân Ehemann, Um die Mutter ihres Arbeitgebers aus dem Weg zu räumen und sich so ihre eigene Position sowie die ihres Ehemannes zu sichern, reichte sie der älteren Frau ein Glas mit Zyanid versetzte Limonade. Kurz nachdem sie davon getrunken hatte, brach die Frau zusammen und starb. Auf dem Weg ins Krankenhaus stahl Vân zudem 900.000 Đồng aus den Habseligkeiten des Opfers. Es war der Beginn einer Mordserie, die in den folgenden Jahren die gesamte Region erschüttern sollte. Im Juni desselben Jahres vergiftete sie einen Wachmann, der ihr eine Zahnarztpraxis für 500.000 Đồng pro Monat vermietete, einzig und allein, um 900.000 Đồng aus seiner Wohnung zu stehlen. Weniger als sechs Monate später vergiftete sie ihre eigene Schwiegermutter und eignete sich anschließend deren Erbe in Höhe von 2,8 Millionen Đồng an. Einer ihrer grausamsten Morde ereignete sich im Februar 1999, als sie ihren Schwager, Lê Văn Cẩm, tötete. Vân mischte Zyanid in die Salbe, die sie auf seine verletzte Hand auftrug. Der Mann starb noch am selben Tag. Doch erneut wurde sie nicht verurteilt – den Ermittlern fehlten eindeutige Beweise. Erst im Jahr 2000 nahmen die Behörden die Spur von Lê Thanh Vân auf. In der Zwischenzeit hatte Vân mit gefälschten Zeugnissen weitere Jobs angenommen und mindestens sieben weitere Menschen vergiftet. Die Polizei spürte sie auf, nachdem mehrere unnatürliche Todesfälle auf mysteriöse Weise mit Vân in Verbindung gebracht worden waren. Als sie 2001 in der Provinz Bình Dương festgenommen wurde, wurden 2,8 Gramm Zyanid in ihrer Handtasche gefunden. Die toxikologischen Analysen ergaben jedoch zunächst keine eindeutigen Ergebnisse, da kein direkter Zusammenhang zwischen der Substanz und den verstorbenen Opfern hergestellt werden konnte. Kurz nach ihrer Freilassung gegen Kaution setzte Vân ihre Mordserie fort. Im März 2001 tötete sie einen alten Bekannten, Nguyễn Trung Dzu, mit vergifteter Sojamilch. Sie stahl ihm ein Motorrad und andere Wertsachen. Vân blieb unruhig und zog weiter, um weitere Opfer zu finden, darunter Frauen, von denen sie Schmuck und Grundbesitzurkunden erpresste. Unterdessen liefen die Ermittlungen auf Hochtouren. Im Juli 2002 begannen Polizeibeamte aus drei Provinzen, ihre Fälle miteinander zu verknüpfen, da die Morde ein Muster aufwiesen. Schließlich wurde Lê Thanh Vân im Oktober 2001 erneut festgenommen, diesmal wegen des unerlaubten Besitzes von Zyanid. Zeitgleich mit ihrer Festnahme nahm die Polizei auch ihren dritten Ehemann, Dìu Dãnh Quang, fest, dem vorgeworfen wurde, ihr Komplize zu sein. Nach intensiven Verhören und weiteren Ermittlungen gestand Vân Anfang 2003 schließlich insgesamt 13 Morde. Diese Geständnisse deckten nicht einmal alle mutmaßlichen Opfer ab – es wird angenommen, dass die tatsächliche Zahl der Opfer deutlich höher ist. Am 25. August 2004 begann der vielbeachtete Prozess gegen Lê Thanh Vân. Der Fall erregte sowohl national als auch international enorme Aufmerksamkeit. Es war das erste Mal, dass in Vietnam eine Frau vor Gericht stand, der eine so hohe Zahl von Morden vorgeworfen wurde. Trotz ihres Geständnisses während der Untersuchungshaft beteuerte Vân ihre Unschuld und behauptete, sie sei gezwungen worden, die Taten zu gestehen. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Todesstrafe für Lê Thanh Vân. Ihr Ehemann wurde zu 21 Jahren Haft verurteilt, da nachgewiesen wurde, dass er an einigen der Morde aktiv beteiligt war. Am 26. Oktober 2005 wurde das Todesurteil gegen Lê Thanh Vân vollstreckt. Berichten zufolge zeigte sie bis zum Schluss keine Reue und weigerte sich, ihre Schuld einzugestehen. Auch heute noch ist der Fall der „Zyanid-Hexe“ Gegenstand intensiver Debatten. Viele Experten vermuten, dass Vâns unstabile Kindheit, ihre früheren Straftaten und ihre mehrfachen Haftstrafen sie zu einem Leben voller Täuschung und Gewalt getrieben haben könnten. Andere, wie der amerikanische Kriminologe Michael Farrell, glauben, dass Vân ein Paradebeispiel für eine finanziell motivierte Serienmörderin ist, die ihre Verbrechen bewusst zeitlich gestreckt beging, um nicht entdeckt zu werden. Der Fall hatte weitreichende gesellschaftliche Folgen. Die Ermittlungsbehörden in Vietnam zogen wichtige Lehren aus den Verbrechen: Ein besserer Umgang mit chemischen Substanzen wie Zyanid, eine strengere Überwachung von Verdächtigen und modernere Ermittlungsmethoden sollten ähnliche Tragödien in Zukunft verhindern. Die Geschichte von Lê Thanh Vân bleibt eine warnende Mahnung dafür, wie schnell Gier und kriminelle Absichten in grausame Taten umschlagen können, wenn gesellschaftliche und persönliche Faktoren auf fatale Weise zusammenwirken. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Vietnams Hauptstadt Hanoi. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!