Der „Engel des Todes“: Das dunkle Kapitel der Krankenschwester Beverley Allitt

Beverley Allitt, die britische Serienmörderin und ehemalige Krankenschwester, wurde zu einer der berüchtigtsten Figuren der modernen Kriminalgeschichte. Mit ihrer widerwärtig manipulativen Art und ihrer mörderischen Absicht nahm sie Anfang der 1990er Jahre vier unschuldigen Kindern das Leben und verletzte viele weitere schwer, indem sie ihnen Insulin oder Luftblasen injizierte, um einen Herzstillstand oder andere medizinische Notfälle auszulösen. Ihre grausamen Verbrechen werfen weiterhin ein erschreckendes Licht auf die Schwächen der Gesundheitssysteme und die Gefahren, die von Menschen ausgehen können, denen wir eigentlich vertrauen sollten. Doch wer genau war die Frau, die als „Engel des Todes“ bekannt wurde? Beverley Gail Allitt erblickte am 4. Oktober 1968 in Grantham als Tochter von Richard und Lillien Allitt das Licht der Welt. Sie wuchs gemeinsam mit ihrem Bruder und ihren beiden Schwestern im beschaulichen Dorf Corby Glenn auf. Die Familie lebte in bescheidenen Verhältnissen. Schon in jungen Jahren zeigte Beverley beunruhigendes Verhalten: Selbstverletzung, mit der sie Aufmerksamkeit erregen wollte, und eine pathologische Faszination für medizinische Einrichtungen. Ihre Kindheit war geprägt von auffälligem Verhalten, das auf eine tiefere psychische Störung hindeutete. In späteren Jahren wurde ihr Verhalten dem sogenannten Münchhausen-Syndrom und dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom zugeschrieben, einer seltenen psychischen Erkrankung, bei der Betroffene – oft um Aufmerksamkeit oder Mitgefühl zu erlangen – ihre eigene Gesundheit manipulieren oder anderen Schaden zufügen. Ihre Ausbildung zur Krankenschwester am Grantham College verlief jedoch alles andere als vorbildlich. Kollegen bemerkten ihre häufigen Abwesenheiten und ihr seltsames Verhalten, darunter das Verschmieren von Fäkalien an Wänden. Trotz des mehrmaligen Scheiterns ihres Krankenpflegeexamina und zahlreicher Warnsignale erhielt sie 1991 einen befristeten Sechsmonatsvertag im Grantham and Kesteven Hospital, das wohl daran lag, dass dort chronischer Personalmangel herrschte. Diese Entscheidung sollte später katastrophale Folgen haben. Allitts grausame Schreckensherrschaft begann nur wenige Wochen nach ihrem Arbeitsantritt auf der Kinderstation. Ihr erstes Opfer wurde am 21. Februar 1991 der sieben Monate alte Liam Taylor, der mit einer Lungenentzündung auf die Kinderstation eingeliefert worden war. Mit scheinbarer Fürsorge bot sie an, sich selbst um das Baby zu kümmern, und überredete die Eltern, nach Hause zu gehen und sich auszuruhen. Wenige Stunden später erlitt Liam unter Allitts Aufsicht einen Herzstillstand. Obwohl die Ärzte ihn zunächst stabilisieren konnten, verschlechterte sich sein Zustand erneut, diesmal tödlich. Der Tod des Kindes wurde fälschlicherweise als natürlicher Tod eingestuft – ein Muster, das sich wiederholen sollte. Nur zwei Wochen später starb Timothy Hardwick, ein elfjähriger Junge mit Zerebralparese, unter ebenso zweifelhaften Umständen. Nach einem epileptischen Anfall wurde er am 5. März 1991 ins Spital eingeliefert und in Allitts Obhut übergeben. Kurz darauf alarmierte sie das Notfallteam, doch alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Auch hier wurde keine Untersuchung eingeleitet, obwohl die Ursache für seinen plötzlichen Tod unklar blieb. Allitts drittes Opfer wurde die 1 Jahre alte Kayley Desmond, die mit einer Lungenentzündung eingeliefert worden war. Nachdem sich Kayley Desmond zunächst gut erholt hatte, erlitt sie während Allitt anwesend war einen Herzstillstand. Doch Kayley Desmond konnte vom Reanimationsteam wiederbelebt werden, die anschließend in ein Krankenhaus in Nottingham verlegt wurde, wo Ärzte neben einer ungewöhnlichen Einstichstelle unter ihrer Achselhöhle auch unweit davon eine Luftblase entdeckten. Beides führten diese auf eine versehentliche Injektion zurück, der sie keine weitere Beachtung schenkten. Das nächste Opfer von Allitt wurde der fünf Monate alte Paul Crampton, der aufgrund einer Bronchialinfektion ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Bei ihm ging Allitt sogar so weit, dass sie dreimal hintereinander einen insulininduzierten Schock auslöste, ohne dass jemand Verdacht schöpfte. Glücklicherweise überlebte er die Angriffe, nachdem er in ein anderes Spital verlegt worden war. Nur einen Tag später erlitt der 5 Jahre alte Bradley Gibson einen Herzstillstand, der aber wiederbelebt werden konnte. Die anschließenden Blutuntersuchungen ergaben einen erhöhten Insulinspiegel, was sich die Ärzte nicht erklären konnten. Nachdem Bradley Gibson in der Nacht während Allitts Anwesenheit erneut einen Herzinfarkt erlitten hatte, wurde er ins Krankenhaus nach Nottingham verlegt, wo er sich erholte. Solche Vorfälle traten immer häufiger auf, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern, die unter mysteriösen Episoden wie Atemnot und Herzstillstand litten, einer von ihnen war der 2 Jahre alte Yik Hung Chan, der ebenfalls Glück hatte und nach Nottingham verlegt wurde. Eine besonders grausame Tortur musste Katie Phillips, ein zwei Monate altes Zwillingsmädchen durchleben. Zunächst verlor ihre Schwester Becky auf tragische Weise ihr Leben nach einem Aufenthalt bei Allitt. Katie wiederum erlitt schwere Hirnschäden, gebrochene Rippen und Muskelkontrakturen infolge eines von Allitt absichtlich verursachten Sauerstoffmangels. Ironischerweise wurde Allitt später von den dankbaren Eltern gebeten, die Patin des Kindes zu werden – ohne dass sie ahnten, dass sie es war, die dem Baby diesen Schaden zugefügt hatte. Das letzte Opfer, dem Beverley Allitt das Leben nahm, war die 15 Monate alte Claire Peck, die wegen Asthma behandelt wurde. Innerhalb weniger Minuten, nachdem sie in ihre Obhut gekommen war, erlitt das Kind zwei Herzstillstände, von denen der zweite tödlich verlief. Erst nach Claires Tod begannen ihre Kollegen, die Häufung unerklärlicher medizinischer Notfälle zu hinterfragen. Nach Claires Tod leitete der Facharzt Dr. Nelson Porter eine interne Untersuchung ein, die schließlich dazu führte, dass die Polizei eingeschaltet wurde. Es stellte sich heraus, dass in mehreren Fällen ungewöhnlich hohe Insulin- und Kaliumwerte festgestellt worden waren – ein klarer Hinweis darauf, dass jemand absichtlich eingegriffen hatte. Zudem fehlten im Spital wichtige Dokumente, darunter Pflegeberichte, die genau in dem Zeitraum verschwanden, in dem mehrere Kinder unter mysteriösen Umständen starben oder verletzt wurden. Die forensischen Ermittlungen führten schließlich zu Beverley Allitt. Alle Fälle – insgesamt 25 verdächtige medizinische Vorfälle – hatten eines gemeinsam: ihre Anwesenheit. Bei einer Durchsuchung ihrer Wohnung fanden die Beamten Teile der fehlenden Patientenakten, was ihre Verbindung zu den Verbrechen weiter untermauerte. Im November 1991 wurde Beverley Allitt schließlich verhaftet und später wegen vierfachen Mordes, elffachen versuchten Mordes und elffacher schwerer Körperverletzung angeklagt. Während des Prozesses, der im Februar 1993 vor dem Nottingham Crown Court stattfand, legte die Staatsanwaltschaft überzeugende Beweise vor, darunter die hohen Konzentrationen von Insulin und anderen Substanzen, die in den Körpern der jungen Opfer gefunden wurden. Experten wie Professor Roy Meadow erläuterten dem Gericht das Münchhausen-Syndrom und wiesen darauf hin, dass Allitt sowohl durch Selbstverletzung als auch durch die Verletzung anderer Aufmerksamkeit suchte. Nach einem zweimonatigen Prozess befand das Gericht sie für schuldig und verhängte ein historisches Urteil: 13 lebenslange Freiheitsstrafen. Dies war die härteste Strafe, die jemals gegen eine Frau verhängt wurde. Aufgrund ihrer Verbrechen und der damit verbundenen psychischen Störungen wurde sie nicht in ein reguläres Gefängnis eingewiesen, sondern in das Rampton Secure Hospital in Nottingham, einer Hochsicherheitsanstalt, in der Menschen nach dem Mental Health Act untergebracht sind. In Rampton setzte Allitt ihr krankhaftes Streben nach Aufmerksamkeit durch Selbstverletzung fort, beispielsweise indem sie Glasscherben schluckte oder sich die Hand mit heißem Wasser verbrühte. Trotz ihrer Schuld leugnete sie ihre Verbrechen lange Zeit, gestand aber später drei Morde und sechs Übergriffe. Aufgrund der Schwere ihrer Verbrechen steht sie weiterhin auf der Liste der britischen Gefangenen, die möglicherweise nie vorzeitig entlassen werden. Bis heute ist ihre Inhaftierung von Kontroversen umgeben. Kritiker wie Chris Taylor, der Vater des ermordeten Liam Taylor, werfen den Behörden vor, dass sie zulassen, dass Rampton eher einem Ferienlager als einem Gefängnis ähnelt. Die Kosten für den Aufenthalt jedes Insassen belaufen sich auf etwa 3’000 Pfund pro Woche, was für viele Familien der Opfer schwer zu akzeptieren ist. Beverley Allitts Verbrechen sind nicht nur erschütternd, sondern auch eine warnende Geschichte über die Gefahren, die von Menschen ausgehen, die sich hinter einer scheinbar vertrauenswürdigen Fassade verstecken. Sie ist der Inbegriff eines „Todesengels“, einer Frau, die das Vertrauen der Eltern und die Verletzlichkeit ihrer Opfer grausam ausnutzte. Ihr Fall führte nicht nur zu einer gründlichen Überprüfung der Sicherheitssysteme im Gesundheitswesen, sondern auch zu einem gesteigerten Bewusstsein für psychische Erkrankungen wie das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Doch trotz all dieser Erkenntnisse bleibt eines sicher: Die Narben, die sie hinterlassen hat, werden niemals vollständig heilen. Dir wünsche ich trotz diesem verstörenden True Crime Fall viel Freude mit meinen Fotos von Nottingham. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!

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