Ein Serienmörder, der die tschechischen Frauen in Angst und Schrecken versetzte, war der 32 Jahre alte Václav Mrázek, der zwischen 1951 bis 1956 7 Frauen ermordete, was die höchste Opferzahl der Nachkriegsgeschichte der Tschechischen Republik war. Václav erblickte am 22. Oktober 1925 das Licht der Welt, der in ärmlichen Verhältnissen mit 12 Geschwistern aufwuchs. Seine schulische Ausbildung beschränkte sich auf 5 Klassen der Grundschule, da er als Bergmann arbeiten wollte, um Geld zu verdienen. Nebenbei verübte er kleinere Diebstähle und war dabei so gut, dass sein Vater ihn bat, seinen jüngeren Geschwistern das Stehlen beizubringen. Václav war besonders Frauen gegenüber schüchtern. In seiner Freizeit spielte er gern Fußball und machte mit seinem Fahrrad oft die Gegend unsicher. Niemand ahnte, dass in ihm ein sadistischer Frauenmörder schlummerte. Sein Traum war es als Soldat zu dienen. Dafür war Václav aber zu schmächtig, weshalb er als bewaffneter Eskorte eines humanitären Konvois nach Bulgarien und Rumänien angeheuert hatte, wo ihm das Schießen mit der Waffe beigebracht worden war. Als er von dort zurückkehrte, arbeitete er wieder als Bergmann in der Mine Nejedlý I in Libušín bei Slaný bis er dort beim Diebstahl auf frischer Tat am 17. März 1957 ertappt wurde. Er hatte die Kleidung der Bergleute in den Umkleidekabinen nach Wertgegenständen und Geld durchsucht. Bei der routinemäßigen Untersuchung des Diebstahls kam die Polizei darauf, dass Václav, der gesuchte Frauenmörder sein könnte, weshalb sie nun sein Haus durchsuchten. Tatsächlich wurde dort neben der Mordwaffe, eine Pistole der Marke „Walther“ auch persönliche Gegenstände der Mordopfer gefunden. Nach einiger Zeit des Schweigens brach Václav weinend im Verhör zusammen und legte ein umfassendes Geständnis ab. Am 21. August 1951 unweit des Dorfes Draonice im Bezirk Karlsbad hatte er seinen ersten Mord an der 15 Jahre alten Hana Choubová begangen. Er hatte diese mit Schlägen auf ihren Kopf getötet und anschließend sexuell missbraucht. Nach seinem ersten Mord hatte er sich eine Walther 7,56 mm Pistole besorgt, um weitere Morde zu begehen. Er hatte Blut am Auslöschen eines Menschenlebens geleckt und schreckte nicht einmal davor zurück, Frauen zu töten, wenn diese in männlicher Begleitung waren. So auch bei seinem zweiten Mord. Er hatte sich ein Liebespaar ausgesucht und erschoss zunächst den 26 Jahre alten Karel Tirfoy mit 3 Schüssen. Danach kidnappte er dessen Freundin Libuše Dufková, die er unterwegs vergewaltigte und dann erschoss. Insgesamt beging Václav 6 Sexualmorde und einen Raubmord. Diesen verübte er in der Nacht am 9. November 1956. Er brach in das Haus des Bergmanns Ladislav Beran von Svinarov ein, da dieser Dienst hatte. Václav durchsuchte das Haus nach Geld und Wertgegenständen. Er war jedoch so laut, dass dessen Ehefrau und 11 Jahre alte Enkelin Jarmila wach wurden. Als diese ihn entdeckten, erschlug er dessen Ehefrau mit der Axt. Jarmila musste ihm nun dabei helfen das Geld und die Wertgegenstände zu finden. Als er diese hatte, vergewaltigte er sie und tötete sie anschließend. Insgesamt umfasste Václavs Ermittlungsakte 16 Bände. Er wurde wegen sage und schreibe 127 Verbrechen angeklagt und anno 1957 zum Tode verurteilt. Dieses Urteil wurde am 29. Dezember 1957 im Gefängnis Pankrác durch Erhängen vollstreckt. Im Prager Polizeimuseum kann noch heute die Totenmaske von Václav Mrázek bewundert werden. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der tschechischen Hauptstadt Prag, dem Heimatland von Václav Mrázek. 🙂



















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