Der mordende Bad Boy

Isabella Mueller @isabella_muenchen Kopenhagen

Manche Frauen fühlen sich von Bad Boys magisch angezogen, obwohl diese immer zuerst an ihre eignen Interessen denken und sich selten zum zahmen Schmusekater entwickeln. Ein solcher Bad Boy, der 4 Menschen umbrachte und zu dem die Frauen trotzdem scharenweise ins Gefängnis pilgerten, um mit ihm Sex zu haben, ist Peter Lundin. Dieser erblickte am 15. Februar 1972 in der dänischen Stadt Roskilde Sygehus als Sohn des 37 Jahre alten Dänen Ole Bostrøm Lundin und der 38 Jahre alten Deutschen Anna Schaftner Lundin das Licht der Welt. Die Maurerfirma seines Vaters lief gut bis dieser nach einem Herzinfarkt und einer Thrombose nicht mehr als Handwerker arbeiten konnte. Es folgte der finanzielle Absturz und die Zwangsversteigerung ihres Hauses. Als Peter 9 Jahre alt war siedelte die Familie nach Florida um, wo Peters Vater ein Haus kaufte und ein Motel betrieb. Anno 1984 zogen sie nach North Carolina. Doch Peters Vater war nicht mehr glücklich mit Anna und verließ diese. Er nahm seinen Sohn mit und ließ sich zunächst in Los Angeles, dann New York und danach in Boston nieder. Ihre letzte Station war Miami, wo Peters Vater Ole als Maurer arbeitete und eine Wohnung fand. Im Laufe der Jahre näherten sich Anna und Ole wieder an und gaben ihrer Ehe eine zweite Chance. Sie wählten Florida als ihren gemeinsamen Wohnort. Bereits im Jugendalter geriet Peter, den seine Mutter als ihren Stern bezeichnete, auf die schiefe Bahn. Er brach die Schule, arbeitete als Maurer bei seinem Vater und als er wieder zur High School ging, vertickte er Drogen an seine Mitschüler. Trotz dass seine Mutter ihn abgöttisch liebte und alles für ihn tat, musste diese am 7. April 1991 sterben, da sie ihm seine langen Haare abschneiden wollte. Peter würgte sie zunächst und brach ihr dann das Genick. Die Leiche vergrub er zusammen mit seinem Vater in einem über 700 Kilometer entfernten Strand in North Carolina. Im November 1991 wurde die Leiche seiner Mutter gefunden und Peter sowie sein Vater, die nach Kanada geflohen waren, wurden am 6. Juni 1992 in Toronto verhaftet. Für den Mord an seiner Mutter wurde Peter Lundin im Juli 1993 in Dare County zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Sein Vater wurde wegen Mittäterschaft zu 2 Jahren Haft verurteilt. Anno 1994 erlangte Peter Lundin große Berühmtheit als er während seiner Haft dem dänischen Fernsehen für die Sendung „The American Dream“ ein Interview gab, in dem er eine Gesichtshälfte schwarz und die andere weiß anmalte, ähnlich wie das Prinzip von Ying und Yang, um seine beiden in ihm schlummernden Seiten, gut und böse, darzustellen. Aufgrund dieses Interviews erklärte ihn der schwedische Psychiater, Professor Sten Levander, für einen Psychopathen, da er 39 von 40 möglichen Punkten auf der Psychopathie-Checkliste nach Robert D. Hare erreichte. Trotz dieses wirren Interviews wurde Peter Lundin von den Frauen wie ein Rockstar verehrt, dem Dutzende von Liebesbriefen geschickt wurden. Zwei Jahre nach dem Interview heiratete Peter Lundin im Gefängnis die 33 Jahre alte Dänin Tina. Angesichts einer Gefängnisreform und seiner Ehe wurde Peter Lundin nach nur 7 Jahren Haft entlassen und nach Dänemark ausgewiesen. Fortan lebte er zusammen mit seiner Ehefrau und deren Tochter in Maløv bis diese ihn wegen seiner Gewalttätigkeit ihnen gegenüber aus der gemeinsamen Wohnung warf und er Unterschlupf im Männerheim in Nørrebro fand. Bei einem seiner Bordellbesuche lernte er die 36 Jahre alte Marianne Pedersen kennen, die Mutter von dem 12 Jahre alten Brian und dem 10 Jahre alten Dennis war und im Kopenhagener Vorort Rødovre lebte. Sie wurde die neue Lebensgefährtin von Peter Lundin. Doch auch diesmal wurde Peter ihnen gegenüber gewalttätig. Am 16. Juni 2000 eskalierte ein Streit so sehr, dass Peter die Sicherungen durchbrannten und er alle 3 mit seinen bloßen Händen erwürgte. Er zerstückelte ihre Leichen mit einer Axt und einem Winkelschleifer und verpackte diese in Plastiktüten, die er in die Gefriertruhe legte. Danach warf er die Plastiktüten zusammen mit seinem Vater in den Müll, der dann in die Müllverbrennungsanlage gebracht und vernichtet wurde. Nachdem Marianne und ihre beiden Söhne am 3. Juli 2000 von ihrem Stiefsohn als vermisst gemeldet wurden, durchsuchte die Polizei ihr Haus, die überall Blutspritzer vorfand. Sie gingen von einem Gewaltverbrechen aus und suchten Peter Lundin auf, bei dem sie einen Winkelschleifer und eine Axt mit Blutspuren, die von Marianne und ihren Söhnen stammte, fanden. Peter Lundin wurde verhaftet und wenig später auch sein Vater. Peter Lundin legte am 19. Oktober 2000 ein vollständiges Geständnis ab. Er wurde am 15. März 2001 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Sein Vater leugnete jede Mittäterschaft. Er hatte behauptete, nicht gewusst zu haben, was sich in den Plastiktüten befunden hatte. Deshalb wurde er nur wegen Diebstahls, da Gegenstände der Pedersens in seinem Haus gefunden wurden, zu 4 Monaten Haft verurteilt. Peter Ludins Image als Womanizer tat dies keinen Abbruch. Denn am 28. September 2008 heiratete er erneut im Gefängnis eine Frau namens Mariann Poulsen, die nach nur 11 Tagen die Scheidung einreichte. Wenig später heiratete er wieder im Gefängnis, diesmal eine Frau namens Bettina. Peter Lundin änderte im November 2011 seinen Namen zunächst in Niels Schaftner, den er wiederum in Bjarne Skounborg und zuletzt in Thomas Kristian Olesen änderte. Bis heute nutzt dieser Serienmörder seine Prominenz, um Frauen in seinen Bann zu ziehen, die gern mit dem Feuer spielen. Aber wer nicht aufpasst, verbrennt sich schnell die Finger. In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos von Kopenhagen, in dessen Vorort einst Marianne Pedersen mit ihren beiden Söhnen gelebt hatte bis sie von Peter Lundin grausam getötet wurden. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!