Ein abscheuliches Verbrechen an hilflosen, alten Menschen, die sich nichts anders gewünscht hatten, als einen schönen Lebensabend zu verbringen, ereignete sich im Pflegeheim „Villa Germania“ in Chiclana de la Frontera im Süden Spaniens. In diesem Pflegeheim wurden Senioren eingesperrt, unter Drogen gesetzt, misshandelt und entwürdigt, um so anderen Vermögen zu gelangen. Betrieben wurde das Pflegeheim von dem deutsch-kubanischen Pärchen Markus A. und Estrella Marina H., die es schafften, den älteren Menschen 1,8 Millionen Euro abzuluchsen. Ans Licht kam der Skandal, da die 101-Jährige Deutsche Maria B., die in einem Haus auf Teneriffa lebte, von ihrer Freundin aus Deutschland bei den deutschen Behörden als vermisst gemeldet wurde. Die Guardia Zivil nahm sich des Falles an und fand heraus, dass Maria B. 2017 auf Teneriffa das deutsch-kubanische Pärchen kennen gelernt hatte. Diese überzeugten sie ihr Haus zu verkaufen und in ihr Pflegeheim nach Chiclana de la Frontera zu ziehen, wo sie sich um sie kümmern wollten. Doch stattdessen wurde Maria dort monatelang mit Handschellen gefangen gehalten und per Magensonde ernährt. Das Betrüger-Duo besorgte sich eine Generalvollmacht, damit sie das Konto von Maria B. plündern konnten, auf dem sich über 160.000 Euro befanden. Zudem ließen sie sich als Erben einsetzten. Als es Maria B. zunehmend schlechter ging, wurde diese zunächst in ein Krankenhaus und später in das Altersheim in Novo Sancti Petri eingeliefert, da das Pärchen Angst hatte Maria B. könnte das zeitliche segnen, wodurch ihnen ihre Rente durch die Lappen gehen würde. Doch dort fand die Guardia Zivil Maria B. , die ihnen ihr ganzes Martyrium erzählte. Die Guardia Zivil beantragte eine richterliche Verfügung, um Maria B. vor dem Pärchen zu schützen. Doch diese dauerte. Das Pärchen beschloss, Maria B. schnellstmöglich wieder in ihre Obhut zu bekommen. Am 20. Dezember 2017 holten sie diese aus dem Altersheim um 11 Uhr ab. Wenige Stunden danach war diese tot. Angeblich war Maria B. an einem natürlichen Tod gestorben. Da das Pärchen diese noch am selben Tag beim örtlichen Krematorium einäschern ließ, konnte keine Autopsie mehr durchgeführt werden. Nur einige Wochen später wurde das Pärchen wegen Betrug, Urkundenfälschung, Misshandlung und Geldwäsche festgenommen. Das Pärchen hatte zu diesem Zeitpunkt das ergaunerte Geld in Ferienhäuser im 10 Kilometer entfernten Ort El Palmar de Vejer investiert. Bei der Hausdurchsuchung wurden zudem zwei Flugtickets nach Kuba gefunden. Doch daraus wurde nichts mehr. Mit ihnen wurden 4 weitere Personen verhaftet, die den älteren Menschen nicht nur ihr gesamtes Hab und Gut abgenommen, sondern die sie auch ihrer Menschenwürde beraubt hatten. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Teneriffa, wo einst Maria B. ihren Lebensabend verbringen wollte bis sie ins Horrorhaus zog. 🙂


















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