Am 5. Oktober 2004 hatte ein Nachbar die Feuerwehr gerufen, da ein Feuer in der Wohnung seiner Nachbarinnen in Barcelonas Vorort Bellvitge ausgebrochen war. Als diese den Brand löschte, entdeckten sie dabei die Leichen von zwei jungen Frauen. Diese waren die 28 Jahre alte Silvia Nogaleda und ihre 23 Jahre alte Mitbewohnerin María Aurora Rodríguez, die beide angehende Polizistinnen waren. Die Autopsie der Frauenleichen ergab, dass beide vor ihrem Tod, gefesselt, geknebelt, gefoltert und vergewaltigt worden waren bis sie mit einem Messer erstochen wurden. Danach wurde die Wohnung in Brand gesteckt, um alle Spuren zu beseitigen. Wer war nur zu einer solch abscheulichen Tat fähig? Die Guardia Civil nahm sich dem Fall an. Schnell führte eine Spur zu einem Mann, der dabei gefilmt worden war, wie er die Kreditkarte, die er einer der Frauen gestohlen hatte, eingesetzt hatte, um Geld an einem Bankautomaten abzuheben. Dieser Mann entpuppte sich als der 35 Jahre alte 1,57 Meter große Marokkaner Pedro Jiménez. Dieser hatte bereits im Mai 1985 eine Frau vergewaltigt. Wegen dieser und anderer Straftaten erhielt er eine hohe Haftstrafe. Da er bei einem Freigang im Jahr 1992 erneut eine Frau vergewaltigt hatte, wurde er zu 30 Jahren Haft verurteilt. Pedro galt als sadistischer Psychopath, dem trotz seiner Vorgeschichte wegen guter Führung wiederholt ein Gefängnisurlaub genehmigt wurde. Am 4. Oktober durfte er das Gefängnis für 3 Tage verlassen. Dabei lief ihm Silvia Nogaleda über den Weg, der er bis zu ihrer Wohnung folgte. Er stieg mit ihr in den Aufzug, wo er sie mit einem Messer bedrohte und sie zwang ihn mit in ihre Wohnung zu nehmen, in der auch ihre Mitbewohnerin María Aurora Rodríguez war. Er überwältigte beide Frauen, fesselte und folterte diese zunächst. Dann vergewaltigte und tötete er diese. Danach zündete er ihre Wohnung an. Doch die gestohlene Kreditkarte wurde ihm letztendlich zum Verhängnis, mit der er in den folgenden Tagen versuchte 300 Euro abzuheben. Er suchte Unterschlupf bei seinem türkischen Freund Kamel Dogan, in dessen Haus in Girona ihn die Guardia Civil verhaftete. Im September 2008 wurde Pedro Jiménez wegen dem Doppelmord an den Polizeischülerinnen zu 83 Jahre Haft verurteilt. Bleibt zu hoffen, dass er nie wieder Freigang bekommt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Barcelona, der Stadt in der die beiden Frauen bis zu ihrer Ermordung gelebt hatten. 🙂


















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