Die letzte Hexe von Genf

Barcelona . Sagrada Familia . Reise . Spanien . IsabellaMueller . @Isabella_Muenchen .

Als letzte Hexe von Genf wurde Josette Bauer bezeichnet, da diese um ihren kostspieligen Lebensstil zu finanzieren, ihren Ehemann zum Mord an ihrem Vater angestiftet hatte. Doch dies war nur der Anfang einer unglaublichen Lebensgeschichte, die von Flucht aus dem Gefängnis, Drogenhandel im großen Stil bis zur Spionin alles bot, was einen waschechten Thriller ausmacht. In der Nacht vom 8. auf den 9. November 1957 wurde der stinkreiche Unternehmer Léo Geisser mit 7 Stichen in Brust und Rücken sowie massiven Schlägen mit einem stumpfen Gegenstand in der Rue du Lyon in Genf getötet. Der Verdacht fiel schnell auf dessen Tochter Josette, da diese ein beträchtliches Vermögen erbte. Josette war eine kleine Lolita, die bereits im Teenageralter den Bankbeamten Richard Bauer, den sie nur Dicky nannte, heiratete, da sie von diesem ein Kind erwartete. Am 14. November 1953 fand die Hochzeit statt, die zugleich eine Möglichkeit war, aus ihrem lieblosen Elternhaus zu fliehen. Denn nach der Scheidung ihrer Eltern wurde Josette von diesen hin- und hergeschoben. Ihr Vater hatte ständig Affären und ihre Mutter konnte Josette keine Zuneigung, sondern nur Schecks schenken. Nach der Heirat mit Dicky starb dessen Vater, was ihnen einen Geldsegen bescherte. Doch das Erbe war rasch aufgebraucht, da Josette nicht nur schnelle Sportautos, sondern auch reinrassige Pferde liebte, was kostspielige Hobbys waren. Damit sie weiterhin ein Leben in Saus und Braus führten konnte, sollte Dicky ihren Vater ermorden. Dafür reiste dieser nach Marseille, um sich dort eine Waffe zu besorgen, damit er Josettes Vater töten konnte. Am 8. November war es endlich soweit, Dicky hatte seinen Schwiegervater getötet. Josette war zum Tatzeitpunkt 21 Jahre alt und mit einem ihrer Liebhaber unterwegs. Als Dicky ihr den Mord beichtete, gestand sie ihm ihre Affäre und half ihm bei der Spurenbeseitigung, was ihr später im Mordprozess zum Verhängnis wurde. Die Ermittlungen zogen sich zwei Jahre lang hin bis der Genfer Strafverfolgungsbehörde eindeutige Beweise vorlagen, dass Dicky seinen Schwiegervater ermordet hatte. Im Herbst 1959 fand der Prozess statt, in dem Dicky die ganze Schuld auf sich nahm, da er Josette völlig verfallen war. Doch das Gericht sah beide Ehepartner für schuldig des Mordes an Léo Geisser an, so dass 1961 Richard Bauer zu 15 Jahren und Josette Bauer zu 8 Jahren Haft verurteilt wurden. Im Gefängnis entdeckte Josette ihre Liebe zum weiblichen Geschlecht. Als sie 1964 zwei Drittel ihrer Strafe verbüßt hatte, konnte Josette dank der Hilfe ihrer Geliebten Claudine und einer Freundin aus dem Berner Frauenspital fliehen. Ganze 17 Jahre lang tauchte Josette unter. In dieser Zeit ließ sie sich in Paris ihr Gesicht operieren, damit sie niemand erkannte. Danach lebte sie in Spanien und Algerien, wo sie als Pferdetrainerin arbeitete. Anschließend arbeitete Josette für den Drogenhändler-Ring French Connection. Als diese zusammen mit dem Kleinkriminellen Willy Lambert 28 Pfund Heroin in die USA geschmuggelt hatte, wurden beide im Port Everglades in Florida festgenommen. Damit Josette nicht in die Schweiz ausgeliefert werden würde und um eine geringere Haftstrafe zu bekommen, ging sie einen Deal mit der US-Justiz ein. Sie bot Informationen über die French Connection und deren Drahtzieher an. Dadurch entging sie einer Auslieferung und ihre Strafe betrug statt 40 Jahre nur 7 Jahre Haft. Nach zwei Jahren Haft brach Josette aus dem Gefängnis aus. Die US-Behörden verfolgten sie nicht und ließen Josette, die sich nun Jean Baker nannte, zusammen mit ihrer Freundin als Pferdetrainerin in New Mexico und Kalifornien leben. Alles schien perfekt. Die USA drängte darauf den Auslieferungsantrag der Schweiz zurückzuziehen, da Josette vor der Vendetta der Drogenmafia in Europa nicht sicher war und da das FBI sein Versprechen nicht brechen wollte. Denn zukünftige Whistleblower könnten dadurch abgeschreckt werden. Dann kam es zu einer spektakulären Wende als anno 1981 der Boss der Drogenbande, den einst Josette verraten hatte, starb, so dass sie nichts mehr zu befürchten hatte. Zudem war die Schweiz in der Geiselaffäre in Teheran wichtig, weshalb Josette Bauer in die Schweiz ausgeliefert wurde, wo sie ihre restliche Haftstrafe absitzen musste. Nachdem sie diese verbüßt hatte, stellte sie 2001 im Alter von 65 Jahren ihre Biografie „Une femme en cavale“ auf der Genfer Buchmesse vor, wo sie vom Publikum als Hure beschimpft wurde. Der Nachhall der damals als Hexe und Luder in der Boulevardpresse titulierten Josette Bauer, die nach allen Regeln der Kunst Männer um ihren Verstand gebracht hatte, hielt immer noch an. Denn Josette Bauer war damals ein klassisches Frauenopfer der Boulevardpresse gewesen, deren Leben so tragisch wie spannend verlief und bis heute für jede Menge Lese- und Filmstoff sorgt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der spanischen Stadt Barcelona, in dessen Land einst Josette nach ihrer Flucht aus dem Gefängnis ein paar Jahre als Pferdetrainerin gearbeitet hatte. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!