Ein bestialisches Verbrechen im Namen des Teufels ereignete sich im Juni 2013 in Tschechiens Hauptstadt Prag. Das Opfer wurde ein unschuldiger 38 Jahre alter dreifacher Familienvater, dessen neue Freundin ein Kind von ihm erwartete. Dieser Mann war der tschechische Taxifahrer Jan K. zu dem am 8. Juni 2013 gegen 22 Uhr der 16 Jahre alte Jan D. und dessen 22 Jahre alter Freund Hendrik M. ins Taxis stiegen. Beide stammten aus Rottenburg am Neckar und waren spontan nach Prag gereist, um dort etwas Spannendes zu erleben. Im Peugeot 304 SW fuhr Jan K. die beiden zu einem Friedhof am Prager Stadtrand, wo alle drei ausstiegen, um eine Zigarette zu rauchen. Diese sollte die letzte in Jans Leben werden, da Hendrik M. diesen plötzlich in den Würgegriff nahm, während sein Freund ein Beil aus seinem Rucksack holte. Mit diesem schlug er auf den Taxifahrer ein. Doch der erste Schlag traf lediglich die Taxitür, worauf der geschockte Taxifahrer die Flucht ergriff. Was dann geschah, hätte kein Krimiautor besser schreiben können, nur dass dies tatsächlich passierte. Während der Flucht stolperte Jan K., der von den beiden jungen Männern verfolgt wurde. Als diese ihn eingeholt hatten, schlugen sie mit dem Beil und einem Schraubenschlüssel auf den am Boden liegenden Taxifahrer ein. Insgesamt 42 Hiebe trafen den Taxifahrer, der schützend über seinen Kopf seinen rechten Arm gehoben hatte, bis nicht nur sein Daumen, sondern auch seine Halsschlagader durchtrennt worden war. Die Leiche von Jan K. entsorgten sie im Gebüsch. Anschließend entwendeten sie dessen Uhr, sein Handy und umgerechnet 100 Euro, bevor sie mit dessen Taxi auf einen Parkplatz fuhren, um dort zu schlafen. Erst nach zwei Tagen kehrten beide mit dem Zug nach Deutschland zurück, wo sie beim Schwarzfahren erwischt wurden. Nachdem sie wieder in ihrer Heimat waren, ließ sich Hendrik M. seine Hand in einer Klinik nähen und verbinden, da ihn Jan D. versehentlich beim Gemetzel mit dem Beil getroffen hatte. Bereits nach 6 Tagen, am 14. Juni 2013 klickten bei beiden die Handschellen, da im Taxi des getöteten Taxifahrers ein Dokument von Jan D. gefunden worden war, in der er die Änderung seines Nachnamens beantragt hatte. Beide gestanden den Mord an dem Taxifahrer. Aber warum hatten sie diesen getötet, nur aus Habgier? Die 42 Hiebe ließen ein anderes Motiv vermuten. Beide waren wegen ihres aggressiven Verhaltens Stammgäste in psychiatrischen Kliniken, wo sie sich vor 2 Jahren kennen gelernt hatten. Während Jan D. unter Asperger Autismus und einer Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und dissozialen Zügen litt, war bei Hendrik M. eine schwere schizotypische Störung diagnostiziert worden. Letzterer glaubte, dass er die Hexe „Bellatrix Lestrage“ aus den Harry Potter Romanen sei, der nur mit diesem Namen angesprochen werden wollte. Sein jüngerer Kumpel Jan war ein fanatischer Vampirfan, der sich nur zu gern als solcher verkleidete. Beide waren dem Satanismus und Vampirismus verfallen, an dem sie sich ergötzten. Bei den Ermittlungen kam ans Licht, dass beide im April 2013 schon einmal versucht hatten, ihre Mordfantasien in die Tat umzusetzen. Nach einem Kneipenbesuch in Metzingen waren sie in die Weinberge gefahren, wo sie einen Mann in einem geparkten Auto entdeckten. Jan D., der unter seinem schwarzen Mantel ein Beil versteckt hatte und sein Kumpel Hendrik M. liefen dorthin und schauten durch die Scheibe. Als Jan D. die Autotür aufreißen und auf den Mann mit seinem Beil einschlagen wollte, gab der Mann instinktiv Gas und fuhr davon. Aus Wut über die verpasste Mordgelegenheit schlug Jan D. mit seinem Beil auf einen Strommast ein. Das Landgericht Tübingen verurteilte den 22 Jahre alten Hendrik M. zu einer lebenslänglichen Haftstrafe, sein Freund Jan D. erhielt nach dem Jugendstrafrecht die Höchststrafe von 10 Jahren. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Prag, wo der Taxifahrer Jan K. grausam von den beiden Freunden abgeschlachtet worden war. 🙂

































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