Der brillante Kunstfälscher

Isabella Müller Freiburg @isabella_muenchen

Als einer der genialsten Kunstfälscher der Nachkriegszeit gilt Wolfgang Beltracchi. Dieser fertigte perfekt imitierte Gemälde im Stil längst verstorbenen Maler an, dass selbst renommierte Kunsthändler und Galerien ihm auf dem Leim gingen, die ihm Millionen für seine Kunstwerke zahlten. Wolfgang Beltracchi erblickte am 4. Februar 1951 als jüngstes von 5 Kindern des Kirchenmalers und Restaurators Wilhelm Fischer und dessen Ehefrau Franziska, einer Lehrerin, in Höxter das Licht der Welt. Zunächst wuchs er in Altenbergen auf, bevor seine Familie nach Geilenkirchen zog. Wolfgang galt als Freigeist, der mit 17 Jahren vom Gymnasium flog. Auch die Werkkunstschule in Aachen brach er ab. Fortan führte er ein Vagabundenleben getreu dem Motto „Sex, Love & Rock n´Roll“. Wolfgang reiste durch Europa und Nordafrika, bis er sich auf einem Hof in Viersen niederließ. Anno 1992 lernte er seine heutige Ehefrau Helene Beltracchi kennen und lieben. Bereits ein Jahr später feierten beide ihre Hochzeit und Wolfgang nahm Nachnamen seiner Ehefrau an. Zwei Jahre später wanderten sie samt ihren Kindern nach Südfrankreich aus, wo sie sich in der Nähe von Montpellier niederließen, wo sie bis zu ihrer Verhaftung lebten. Helene unterstützte ihren Ehemann gemeinsam mit Otto Schulte-Kellinghans und einer weiteren Komplizin beim Verkauf der angefertigten Werke. Dies ging sehr lange gut, da die Kunstwerke meisterhaft gefälscht waren. Wolfgang malte Bilder im Stil von Heinrich Campendonk oder Max Ernst, um nur einige zu nennen. Bei seinen ersten Gemälde benutzte er Fotos verschollener Originale, später gestaltete er Eigenkreationen. Er achtete penibel darauf, dass der Malgrund zu der jeweiligen Epoche passte. Die Leisten der Rahmen wurden mit kopierten Aufklebern angesehener Galerien der Vergangenheit versehen. Die Gemälde wurden an Auktionshäuser verkauft, denen gefälschte Expertisen vorgelegt wurden. Dadurch wurden die Gemälde in der ganzen Welt für Millionensummen veräußert. Das Geld wurde auf Konten ins Ausland, zwischen Panama und Andorra überwiesen, wo es weitere Unterkonten in diversen Währungen gab. Dies bewies, dass Wolfgang auch ein äußerst raffinierter Finanzjongleur war. Insgesamt wurde auf diese Weise von der Kunstfälscher-Bande 20-50 Millionen Euro erbeutet, bis der ganze Schwindel 2010 aufflog. Denn 2010 überprüfte das Londoner-Kunstanalyse Unternehmen Art Analysis & Research das Werk „Rotes Bild mit Pferde“, das angeblich von Heinrich Campendonk stammte. Zur Analyse benutzte das Unternehmen modernste Methoden und dadurch kam ans Licht, dass Farbe mit Titandioxid verwendet worden war. Dummerweise gab es diese Farbe zur Lebenszeit von Campendonk nicht. Der Jahrhundertfälscher hatte nicht wie sonst üblich selbst die Farbe angemischt, sondern eine fertige Tube zinkweiß verwendet, die Spuren von Titanweiß enthielt. Wolfgang und seine Ehefrau Helene wurden am 27. August 2010 in ihrem Haus in Freiburg, das sie 2005 gekauft hatten, verhaftet. Am 27. Oktober 2011 startete der größte Kunstfälscherprozess seit Ende des Zweiten Weltkrieges wegen Urkundenfälschung und bandenmäßigen Betrugs vor dem Kölner Landgericht. Dabei erhielt Wolfgang eine Haftstrafe von 6 Jahren, seine Ehefrau Helene wurde zu 4 Jahren und Otto Schulte Kellinghans zu 5 Jahren Haft verurteilt. Den Verurteilten wurde Offener Vollzug gewährt. Darüber hinaus musste Wolfgang 2 Millionen Euro Schadenersatz an die von ihm geschädigte maltesische Firma des israelischen Unternehmens Vadim Shulman Trascteco Limited blechen. Diese hatte ein angebliches Campendonk-Gemälde im Auktionshaus Lemperk ersteigert. Zuvor hatte das Auktionshaus schon 800.000 Euro Kommissionsgebühren an das Unternehmen zurückgezahlt. Am 9. Januar 2015 wurde Wolfgang vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen, der heute in Meggen bei Luzern in seinem Atelier unter eigenem Namen Kunstwerke malt, die meist 1- 2 Millionen Euro kosten. Wolfgang und seine Ehefrau Helene sind mittlerweile wieder Multimillionäre, die so berühmt sind, dass diverse Streaming-Dienste eine Dokumentation über den Jahrhundertfälscher und dessen große Liebe Helene, die als Mastermind dahinter galt, produzierten. Auch in Zukunft wird es bestimmt reichlich Podcasts, Filme und Bücher über das spannende Leben des genialen Kunstfälschers Wolfgang Beltracchi geben. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Freiburg, wo Wolfgang und Helene Beltracchi in ihrem Haus im Stadtteil Herdern 2010 verhaftet wurden. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!