In der bunten Geschichte Amsterdams, die zwischen den Grachten und den schmalen Straßen pulsiert, gibt es eine besonders schräge Anekdote, die sich um den sogenannten kotwerfenden Bullshit-Geist rankt. Ja, du hast richtig gehört! Während andere Städte mit ihren Gespenstern und Geistergeschichten eher düstere und mysteriöse Figuren präsentieren, hat Amsterdam seinen eigenen, etwas schrägen Geist, der sich mit einem Haufen Pferdekot beschäftigt. Es wird gesagt, dass dieser große, weiße Geist mit leuchtend roten Augen jeden Freitag im Monat an einem besonderen Ort namens Ossenspooksteeg erschien. Die Skipper, die mit ihren kleinen Booten die Kanäle entlang fuhren oder in der Nähe anlegten, waren seine bevorzugten Opfer. Und während mancherorts Geister mit Gespenstergelächter versuchen, Angst und Schrecken zu verbreiten, hatte dieser Geist einen ganz anderen Humor. Er war ein Meister der Dreistigkeit. Es wird berichtet, dass er seine Gewänder schwungvoll umherwirbelte, während er mit einem gewaltigen Schwung frischen Pferdekot auf die unglücklichen Seeleute schleuderte. Man stelle sich das Bild vor: Ein Abendessen in einem der vielen schönen Restaurants direkt am Kanal, während im Hintergrund ein verwirrter Skipper versucht, sich gegen den imposanten Geist zur Wehr zu setzen, während hinter ihm ein Haufen Pferdekot auf die Planken knallt. Dabei brüllte der Geist lauthals, als würde er sich über seinen eigenen Streich kaputtlachen. Trotz seines skurrilen Humor hatte dieser Geist jedoch auch eine dunkle Seite. Es heißt, dass er nicht nur mit Kot warf, sondern auch grausame Streiche spielte. Besonders die Kinder, die sich in der Nähe des Ossenspooksteeg herumtrieben, waren vor diesem geflügelten Unhold nicht sicher. In finsteren Nächten soll er ihnen heimlich aufgelauert haben, um ihnen, wenn sie nicht aufpassten, die Hälse umzudrehen. Eine ziemlich groteske Vorstellung. Doch vielleicht war das auch nur eine Legende, die von den Erwachsenen erfunden wurde, um die Kinder davon abzuhalten, sich zu weit vom Weg zu entfernen. Die Überlieferungen über den Bullshit-Geist sind jedoch so bunt wie die Stadt selbst. In jedem Bezirk gibt es eine leicht abgewandelte Version der Geschichte, und je mehr Alkohol in den Gläsern der Gäste fließt, desto kreativer gestalten sich die Erzählungen. Während einige behaupten, die Kinder hätten am nächsten Tag immer noch einen steifen Nacken nach dem Zusammentreffen mit dem Geist gehabt, erzählen andere von einem schüchternen Hausgeist, der lediglich eine Vorliebe für Streiche und ein wenig Unsinn hatte. Eine andere, viel ernstere Geschichte, die Amsterdam durchzieht, ist die des Klosters an der Bloedstraat, wo es einst eine „Blutkammer“ gab. Diese Kammer wurde nicht nur für medizinische Zwecke genutzt, sondern auch als Folterkammer. Hier erlebten die Menschen das Grauen in einer Form, die weit von den Scherzen des Bullshit-Geistes entfernt war. Diese Blutkammer wurde später als Sitz des Blutrates von Alva bekannt, und viele Berichte über das Leid und die Qualen, die hier stattgefunden haben, machen die Runde. Die Verbindung zwischen diesen beiden Geschichten könnte nicht kontrastreicher sein. Auf der einen Seite der urkomische und dreiste Bullshit-Geist, der das Leben der Skipper erschwert, auf der anderen Seite das schaurige Echo einstiger Folter und Schmerzen der Vergangenheit. Vielleicht ist das gerade das, was Amsterdam so einzigartig und faszinierend macht. Die perfekte Mischung aus Spaß und Ernst, die den Besucher in ihren Bann zieht. Obwohl die Legende des kotwerfenden Bullshit-Geistes oft mit einem Schmunzeln betrachtet wird, steckt doch viel Wahrheit in der Art und Weise, wie Geschichten in Amsterdam erzählt werden. Sie sind Teil der Identität der Stadt, die sowohl die Leichtigkeit als auch die dunklen Kapitel der Geschichte umfasst. Wer also das nächste Mal durch die Gassen Amsterdams schlendert, sollte immer auf der Hut sein – nicht nur vor den Geistern der Vergangenheit, sondern auch vor dem schelmischen Lächeln des Bullshit-Geistes, der vielleicht hinter der nächsten Ecke wartet, um dir einen „dreckigen“ Streich zu spielen. In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos von der quirligen Metropole Amsterdam. 🙂























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