Die Welt wurde erschüttert von den schockierenden Ereignissen, die sich im Dezember 2018 in Neuseelands größter Stadt Auckland abspielten. Die junge britische Backpackerin Grace Emmie Rose Millane fiel einem grausamen Verbrechen zum Opfer, das für Entsetzen und Bestürzung sorgte. Ihre Reise in das vermeintlich sichere Neuseeland endete auf brutalste Weise, als sie von Jesse Shane Kempson ermordet wurde. Dieser Fall zieht bis heute tiefe Spuren in das kollektive Gedächtnis der Öffentlichkeit. Die 22 Jahre alte Grace Millane war voller Hoffnungen und Pläne, als sie ihre Weltreise am 26. Oktober 2018 antrat. Grace hatte erfolgreich ihren Bachelor in Marketing an der University of Lincoln absolviert, die ihre Lücke zwischen dem Studium und dem Berufsleben nutzen wollte, um die Welt zu erkunden und neue Kulturen kennenzulernen. Grace, die am 2. Dezember 1996 in der englischen Stadt Wickford geboren wurde, wuchs in einem behüteten Elternhaus zusammen mit ihren zwei Brüdern auf. Ihr Vater David, ein erfolgreicher britischer Immobilienmillionär und ihre Mutter Gillian waren mächtig stolz auf ihre Tochter, die zum ersten Mal in ihrem Leben allein verreiste. Grace startete ihr „Abenteuer“, wie sie ihre Auszeit in einem „Twitter-Posting“ nannte, in Südamerika. Zwei Wochen lang war sie mit einer Reisegruppe dort unterwegs, bevor sie am 20. November 2018 nach Neuseeland flog, wo sie durch die malerischen Landschaften der Nordinsel reiste. Während ihrer Abenteuerreise war Grace auf der Dating-App Tinder aktiv, wo sie eine verhängnisvolle Bekanntschaft mit dem 26 Jahre alten Jesse Shane Kempson machte, die sie das Leben kosten sollte. Jesse Shane Kempson hatte bereits einige Vorstrafen wegen Trunkenheit am Steuer und alkoholbedingter Ruhestörung. Er schlug sich als Barkeeper und Bauarbeiter durchs Leben, der ein Zimmer im City Life Hotel bewohnte. In der Nacht des 1. Dezembers, nur einen Tag vor ihrem Geburtstag, verabredete sich Grace mit Jesse Kempson. Bevor Jesse Kempson Grace traf, hatte dieser in der Bar „The Bluestone Room“ ein paar Bier getrunken. Danach hatte er sich mit Grace in der SkyCity Auckland, einem belebten Unterhaltungskomplex im Herzen von Aucklands Geschäftsviertel getroffen, wo sie zunächst ein Burger-Restaurant und zwei Bars aufsuchten, ehe sie gut gelaunt und küssend in Kempers Hotelzimmer gingen. Dies ging aus den Überwachungskameras hervor. Danach verlor sich Grace Spur. Graces Eltern wurden misstrauisch, als ihre Tochter nicht auf ihre Glückwünsche zum Geburtstag antwortete, was sehr untypisch für sie war. Grace Vater David flog schließlich nach Auckland, um Grace bei der Polizei als vermisst zu melden. Die Polizei begann sofort mit den Ermittlungen, zunächst ohne Verdacht auf ein Verbrechen. Doch schon bald wurde klar, dass Grace nicht mehr am Leben war. Am 9. Dezember, nur eine Woche nach ihrem Verschwinden, wurde ihr lebloser Körper in den abgelegenen Waitākere Ranges entdeckt, einer Wildnis 19 Kilometer westlich der Stadt. Die Mordermittlungen führten schnell zu Jesse Kempson, der als Hauptverdächtiger in Gewahrsam genommen wurde. Die Details der Tat ließen das Blut in den Adern gefrieren: Kempson hatte Grace auf widerwärtige Art und Weise während eines angeblichen „Sexspiels“ stranguliert. Nach dem Mord vergingen wertvolle Stunden, während derer Kempson verzweifelt versuchte, seine Spuren zu verwischen. Internetrecherchen zur Beseitigung von Leichen, der Kauf eines Teppichreinigers und eine erschütternde Kaltblütigkeit prägten seine Handlungen in diesen finsteren Tagen. Nachdem Mord an Grace hatte er als Andenken sieben Fotos von ihr geknipst, der eine Nacht neben ihrer Leiche verbrachte, bevor er sie in einem Koffer aus dem Hotel brachte. Diesen legte er in den Kofferraum eines Mietwagens, mit dem er in die Wildnis fuhr, um dort Grace Leiche zu verscharren. Kurz nach Grace Tod hatte Kempson sogar ein weiteres Tinder-Date mit einer jungen Frau wahrgenommen, die jedoch die Verabredung abbrach. Später stellte sich heraus, dass Kempson bereits acht Monate vor Grace Ermordung bereits eine andere Frau, die als Backpackerin reiste, vergewaltigt hatte. Doch aus Angst hatte die Frau, keine Anzeige erstattet. Die Ausreden und Lügen, die Kempson im Verlauf der Ermittlungen auftischte, konnten jedoch die erdrückende Beweislast nicht mildern. Im November 2019 stand er vor Gericht, wo die grausigen Details der Tat ans Licht kamen. Zeugenaussagen von früheren Bekanntschaften schilderten ihn als manipulativen, gewalttätigen Mann mit einer Vorliebe für sadomasochistische Praktiken. Diese Aussagen wurden unterstützt durch forensische Beweise, die eindeutig auf eine absichtliche Tötung hindeuteten. Das Urteil der Geschworenen fiel einstimmig aus: schuldig. Die Strafe lautete lebenslange Haft mit einer Mindestdauer von 17 Jahren ohne Bewährung. Kempsons Versuche, die Verurteilung anzufechten, wurden letztlich von den höchsten Gerichten Neuseelands abgewiesen. Der öffentliche Druck und die weltweite Berichterstattung über den Fall machten es ihm unmöglich, den Mantel der Anonymität zu wahren, da schließlich auch seine Identität enthüllt wurde. Die brutale Ermordung von Grace Millane hat weitreichende Diskussionen über Gewalt gegen Frauen und die rechtlichen Schutzmaßnahmen in Fällen häuslicher und sexueller Gewalt angestoßen. Ihre Familie gründete die Wohltätigkeitsorganisation „Love Grace“, die Opfern von Missbrauch Unterstützung bietet und weltweit große Anerkennung findet. Die weiße Schleife, ein Symbol gegen Gewalt an Frauen, erleuchtete für mehrere Tage die Skylines von Auckland und setzte ein Zeichen des kollektiven Trauerns und der Solidarität. Der Fall Grace Millane steht als düsteres Mahnmal für die Schrecken, die unschuldigen Reisenden widerfahren können, während er gleichzeitig die Notwendigkeit betont, Opfer von Gewalt besser zu schützen und Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Möge die Erinnerung an Grace als Anstoß für positive Veränderungen dienen und ihr Vermächtnis durch die Unterstützung anderer Frauen in Not weiterleben. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Auckland. 🙂

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