Im Mai 2018 endete der gewöhnliche Heimweg einer jungen Frau in der irischen Kleinstadt Enniskerry in einem Albtraum. Die 24 Jahre alte Studentin Jastine Valdez, eine zierliche 1,52 cm große junge Frau mit schwarzen langen Haaren aus den Philippinen, wurde auf dem Weg vom Bus nach Hause brutal entführt und ermordet. Diese erschütternde Tragödie, die ganz Irland in Atem hielt, hinterließ tiefe Narben in der Gemeinschaft und warf ein düsteres Licht auf die Gefahren, die im Verborgenen lauern. Am 19. Mai 2018 verbrachte Jastine Valdez ihren Tag damit, Besorgungen zu machen und ihrer täglichen Routine nachzugehen. Nachdem sie ihr Fitness-Studio im Cherrywood Business Park in Bray besucht hatte, nahm sie den Bus 185 nach Enniskerry, wo sie gegen 18 Uhr ausstieg und sich auf den Heimweg machte. Mit ihrem Handy in der einen und einer Plastiktüte in der anderen Hand bemerkte sie nicht das Fahrzeug, das langsam hinter ihr herfuhr. Ohne Vorwarnung hielt der Wagen abrupt an. In Sekundenschnelle wurde Jastine vom Fahrer ins Fahrzeug gezerrt und weggebracht. Ihr Handy schlug noch auf dem Boden auf und zersplitterte, während ihre Hilfeschreie ungehört verhallten. Eine Zeugin sah sie verzweifelt an das Autofenster klopfen und weinen, während der Wagen mit hoher Geschwindigkeit davonraste. Jastine Valdez war bis zu diesem Zeitpunkt eine Studentin, die am Tallaght Institute of Technology Rechnungswesen studierte. Um ihr Studium und ihr Leben zu finanzieren, ging sie zwei Teilzeitjobs als Pflegerin und Kellnerin in einem Café in Bray nach. Sie wohnte seit 2015 bei ihren Eltern Tess und Danny Valdez in einem Herrenhaus am Stadtrand von Enniskerry. Diese waren schon früh aus beruflichen Gründen nach Irland gezogen und hatten Jastine, die 1993 in Aritao geboren wurde, einer Stadt nördlich der philippinischen Hauptstadt Manila, bei ihren Verwandten zurückgelassen. Im Jahr 2015 folgte Jastine ihren Eltern nach Enniskerry, wo sie begann, sich ein neues Leben aufzubauen. Ihr Leben war erfüllt von harter Arbeit und engen familiären Bindungen, bis zu jenem schicksalhaften Tag im Mai 2018. Am 19. Mai 2018 markierte der Übergang von Tageslicht in die Dämmerung den Beginn eines entsetzlichen Dramas. Unmittelbar nach dem Verlassen des Busses wurde Jastine von Mark Hennessy, einem 40-jährigen Bauarbeiter, entführt. Hennessy, der zu diesem Zeitpunkt bereits ein Leben voller persönlicher und finanzieller Probleme führte, fand in der Entführung eine kranke Form der Befriedigung. Zeugen wie Susan Forsythe beobachteten den Übergriff, konnten jedoch nur eingeschränkt handeln. Forsythe erzählte später, dass sie sofort misstrauisch wurde, als sie einen Mann sah, der eine Frau in ein Auto zwang und dann mit hoher Geschwindigkeit davonfuhr. Diese Beobachtung führte dazu, dass sie unverzüglich die Polizei alarmierte. Die irischen Behörden reagierten schnell. Die Gardai, Irlands nationale Polizei, begann eine umfangreiche Suchaktion nach dem vermissten Fahrzeug und dem Verdächtigen. CCTV-Aufnahmen halfen dabei, den Nissan Qashqai, das Fluchtfahrzeug, zu identifizieren. Früh am nächsten Morgen folgten sie einer Spur zu einem Haus in Bray, das Nicola Hennessy gehörte, Marks Ehefrau. Mark Hennessy war ein gebrochener Mann. Seine Ehe stand kurz vor dem Zusammenbruch und seine Drogenabhängigkeit verschärfte seine Lage ebenso wie seine immens hohen Schulden. Trotz seines äußeren Erscheinungsbildes als zweifacher Familienvater kämpfte er mit erheblichen inneren Dämonen. Tess Valdez spürte instinktiv, dass etwas Schreckliches passiert war, als ihre Tochter nicht nach Hause kam. Sie meldete Jastine als vermisst, und die nationale Aufmerksamkeit auf den Fall wuchs. Die Medien verfolgten jeden Schritt der Ermittlungen. Am Nachmittag des 20. Mai 2018 gab die Polizei eine Pressekonferenz, in der sie die Öffentlichkeit um Hilfe bat. Die Beschreibung des Fahrzeugs und des Täters verbreitete sich rasch. Christina Connolly, eine Bürgerin Dublins, bemerkte am Abend ein verdächtiges Fahrzeug und beschloss, es zu verfolgen. Ihre mutige Aktion führte die Polizei zu einem Industriepark, wo sie Mark Hennessy stellten. Was folgte, war eine dramatische Konfrontation. In einem verzweifelten Versuch, sich der Verantwortung zu entziehen, verletzte sich Hennessy mit einem 10 Zentimeter langen Stanley-Messer selbst. Die Polizisten forderten ihn auf sich zu ergeben, doch Mark führte das Messer schließlich zu seinem Hals, als die Polizei versuchte, die Scheibe einzuschlagen, diese aber nicht zersprang, feuerte einer der Polizisten einen Schuss ab, der Mark tödlich traf. In Mark Hennessys Fahrzeug fanden die Beamten einen blutverschmierten Zettel, auf dem unter anderem „Puck’s Castle“ stand. Die Suche verlagerte sich zu der verlassenen Burgruine in Rathmichael, wo die Beamten schließlich Jastines Leiche fanden, versteckt im dichten Unterholz. Die Spuren deuteten darauf hin, dass sie unmittelbar nach ihrer Entführung getötet worden war. Die Obduktion bestätigte, dass Jastine durch manuelle Strangulation ermordet wurde. Der Fall löste landesweite Bestürzung aus, und ihre Familie entschied, Irland für immer zu verlassen und Jastine in ihrer Heimat, den Philippinen beizusetzen. Während die Ermittler versuchten, weitere Verbindungen zu ungeklärten Fällen herzustellen, blieb die Frage offen, ob Mark Hennessy ein wiederholter Täter war. Der Mord an Jastine Valdez ist eine bedrückende Erinnerung daran, wie unschuldige Leben durch die dunklen Untiefen menschlicher Bosheit zerstört werden können. Jastine Valdez Geschichte wird für immer in der Erinnerung bleiben und dient als Mahnung, dass das Böse oft genau dort lauert, wo man es am wenigsten erwartet. In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos von Dublin. 🙂







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