Józef Cyppek: Der Schlächter von Niebuszewo

Die Menschheitsgeschichte ist geprägt von Taten, die unsere Vorstellungskraft übersteigen. Manche Verbrechen sind so grausam, dass sie bis heute für Entsetzen sorgen. Die Geschichte von Józef Cyppek, bekannt als der „Schlächter von Niebuszewo“, gehört zweifellos zu diesen abscheulichen Kapiteln. Doch wer war dieser Mann, der als erster Serienmörder im Nachkriegspolen gilt? Józef Cyppek wurde am 20. August 1895 als Sohn der Polin Jadwiga ´Sliwa und dem Deutschen Józed Cyppek in Opole geboren, damals Teil des Deutschen Kaiserreichs. Über seine frühen Jahre ist wenig bekannt. Seine Biografie zeigt jedoch eine bewegte und tragische Vergangenheit. Nachdem er bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs zunächst als Schlosser bei der Eisenbahn arbeitete, wurde er 1915 zur Armee eingezogen, wo er während seiner Dienstzeit zweimal ausgezeichnet wurde. Anno 1917 erlitt er eine schwere Verletzung des rechten Beines, das amputiert werden musste. Die Verletzung zwang ihn dazu, zwei Jahre in verschiedenen Krankenhäusern zu verbringen. Fortan war er gezwungen, eine Prothese zu tragen. Während dieser Zeit schloss er sich der Kommunistischen Partei Deutschlands an – eine politisch markante Entscheidung in einer krisengeschüttelten Zeit. Während der Bombardierung von Opole im Zweiten Weltkrieg starb Cypekks erste Ehefrau eine Polin am 18. Dezember 1944. Danach heiratete er eine Deutsche namens Helga, die Zuhälterin und Prostituierte war und deswegen verhaftet wurde. Im März 1952 siedelte Cypekk nach Stettin um, wo er eine Wohnung in der Wawryniaka-Straße mietete, ehe er noch im selben Jahr eine Erdgeschosswohnung in der Wilsona-Straße 7 bezog. Die Nachbarn beschrieben den 1,58 Meter großen Cypekk, der stämmig war und recht große Hände für seine Größe hatte, als unscheinbar, doch bereits hier zeigten sich rätselhafte Aspekte seines Lebens. So lebte er zunächst mit einem jungen blonden Mann zusammen, den er als seinen Sohn bezeichnete. Doch nach einigen Tagen verschwand dieser Junge spurlos – ein erstes unheilvolles Indiz in dieser düsteren Geschichte. Cypekk sah sich als Deutscher sah, der fließend Deutsch sprach und ein Hakenkreuz unter seinem Arm tätowiert hatte, weshalb er Stettin unbedingt verlassen wollte. Doch aufgrund seiner polnischen Wurzeln und seiner Ausbildung zum Schlosser, wurde ihm dies von den polnischen Behörden verweigert. Cypekk war als Schlosser im Straßenbahndepot von Pogodno tätig, der eine Vorliebe fürs Kino hatte, dass sich direkt gegenüber seiner Wohnung befand. Niemand, der Cypekk kannte, hätte je vermutet, dass in Cypekk ein Wolf im Schafspelz lauerte, der am 11. September ein Verbrechen beging, das selbst erfahrene Ermittler schockierte. Józef Cyppek traf nach seiner Arbeit auf seine 20-jährige Nachbarin Irena Jarosz, die Cypekk um eine Packung Mehl bat. Dieser lud Irena daraufhin in seine Wohnung ein. Was dann genau geschah, bleibt teilweise unklar, doch der nächste Teil der Geschichte ist brutal und verstörend. Cyppek schlug Irena mit einem Hammer nieder und ermordete sie kaltblütig, da sie es abgelehnt hatte, mit ihm Sex zu haben. Anschließend enthauptete er ihre Leiche und zerstückelte Irena bevor er seelenruhig ins Kino Młoda Gwardia ging, um den Kinofilm „Wilhelm Tell“ zu sehen. In der Zwischenzeit kam Irenas Ehemann Józef Jarosz nach Hause, der zu seiner Verwunderung, nicht seine Ehefrau, sondern deren Arbeitskollegin Zofia traf, die sich um ihr 7 Monate altes Kind kümmerte. Zofia erzählte Józef, dass sie wie üblich mit Irena verabredet war. Doch als sie Irena abholen wollte, stand die Wohnungstür offen und das Baby schreite. Józef machte sich sofort auf die Suche nach seiner Ehefrau Irena, der Schlimmes ahnte, da nicht nur Irena verschwunden war, sondern auch zwei Herrenuhren, eine Bettdecke, ein Laken und ein Anzug. Józef hörte sich in der Nachbarschaft um und sah zufällig durch das Fenster in Cypekks Wohnung, wo er die Bettdecke seiner Ehefrau Irena entdeckte. Er alarmierte daraufhin die Polizei, die auf Cypekks Rückkehr aus dem Kino wartete. Als dieser kam, gewährte er ihnen ohne zu Zögern Zugang zu seiner Wohnung. Was die Polizei dann entdeckte, könnte aus einem Horrorfilm stammen, da diese Irenas Leiche grotesk zerstückelt und auf bizarre Weise präsentiert vorfanden. Auf dem Sofa im Wohnzimmer lag Irena, die enthauptet und deren Arme, Beine und Gedärme herausgeschnitten worden waren. Ihre Arme und ein Oberschenkel lagen neben dem Kleiderschrank, während sich die Eingeweide in einem Eimer unter einem Fenster befanden. Eine Szene des Grauens bot die Küche. So befanden sich rote Flecken auf der Spüle, den Stühlen und den Türen. Auf einem Regal befand sich eine Schüssel mit roter Flüssigkeit, vermutlich Irenas Blut. Daneben stand ein Fleischwolfs mit Mahlspuren und weiteren Küchenutensilien, die offenbar bei der Zerteilung verwendet worden waren. Auf Tellern lag Irenas Herz und ihre Leber. Besonders bizarr war, dass inmitten dieser grausamen Szenerie ein Mittagessen stand – eine Pfanne mit Rührei, direkt daneben Brot mit Schmalz, Tomatensalat und ein Stück rohes Fleisch. Außerdem war die Wohnung voll von Bier- und Wodkaflaschen. Die Befragung von Cyppek offenbarte weitere erschreckende Details. Er behauptete zunächst, die Tat sei aus sexueller Frustration geschehen, da Irena seine Annäherungen abgewiesen habe. Doch die Beweise sprachen eine deutlich größere Dimension an. In seiner Wohnung fanden die Ermittler Kleidungsstücke von Frauen und sogar Kinderbekleidung, die keiner bekannten Person zugeordnet werden konnte. Ein schockierender Wendepunkt während der Ermittlungen war die Aussage von Zeugen, dass Cyppek Kinder getötet und ihre Körper verarbeitet habe. Eine Kinoangestellte berichtete, sie habe Kinder ohne Geld für eine Eintrittskarte zu ihm geschickt, weil er ihnen oft aushelfen würde. Es wird vermutet, dass dies Teil seiner perfiden Methode war, Kinder in seine Gewalt zu bringen, um diese dann zu töten und deren Fleisch in einer verlassenen Lagerhalle zu verwursten. Aus diesem Fleisch wurde dann Bigos, ein traditionelles Kohl- und Fleischgericht hergestellt, das zwei deutsche Metzger auf einem nahegelegenen Markt verkauften. Die polnische Justiz handelte schnell angesichts der erdrückenden Beweise gegen Józef Cyppek. Bereits am 17. September 1952 begann das Verfahren, das nur wenige Tage dauerte. Der Angeklagte wurde für den Mord an Irena Jarosz zum Tode verurteilt, obwohl viele weitere Verbrechen im Raum standen. Sein Gnadengesuch an den damaligen polnischen Präsidenten Bolesław Bierut blieb erfolglos. Am 3. November desselben Jahres wurde das Urteil vollstreckt – mit einem abrupten Ende für einen Mann, dessen Taten die Stadt tief erschütterten. Sein Begräbnis erfolgte heimlich auf dem Zentralfriedhof von Stettin. Doch selbst nach seinem Tod hinterließ Józef Cyppek eine Atmosphäre der Angst. Die Wohnung, in der sich das Verbrechen ereignet hatte, stand lange Zeit leer, bevor sie umfunktioniert wurde. Niemand wollte dort leben; die Erinnerungen an die Taten waren schlicht zu verstörend. Besonders schockierend war das Ablassen des nahegelegenen Sees „Rusałka“ nach der Hinrichtung von Cypekk. Denn Cypekk hatte damals ausgesagt, dass er Irenas Kopf dort versenkt hatte. Die Polizei vermutete, dass er dies auch mit den Köpfen, der Kinder, die er angeblich getötet hatte, ebenfalls getan haben könnte. Tatsächlich wurden auf dem Grund des Sees mehrere menschliche Schädel gefunden wurden – überwiegend von Kindern. Auch wenn viele dieser Taten nie endgültig bewiesen wurden, lastete diese grausame Vermutung schwer auf dem Fall. Auch Jahrzehnte später ranken sich zahlreiche Gerüchte um die Figur des Józef Cyppek. Seine Wohnung wurde in der Popkultur thematisiert, und ein Amateurfilm namens „Wilson 7“ nahm die Ereignisse als Grundlage, um den Schrecken erneut zu inszenieren. Bis heute diskutieren Historiker, ob Cyppek tatsächlich ein Serienmörder war, der weitaus mehr Menschen auf dem Gewissen hatte, als offiziell bestätigt wurde. Insbesondere die Hinweise auf verstorbene Kinder in Verbindung mit dem See Rusałka zeigen mögliche Dimensionen seiner Verbrechen. Ein besonders entsetzlicher Aspekt ist die Vermutung, dass Cyppek Teile seiner Opfer zu Fleisch verarbeitet und am örtlichen Markt verkauft haben könnte. Diese Theorie bleibt umstritten, doch sie unterstreicht die Abgründe eines Mannes, der nicht nur grauenhafte Taten beging, sondern sie auch in den Alltag einzubetten wusste. Die Geschichte von Józef Cyppek ist weit mehr als die Schilderung brutaler Taten; sie zeigt, wie menschliche Abgründe ganze Gemeinschaften erschüttern können. Seine Verbrechen prägten Stettin nachhaltig und sorgten dafür, dass die Stadt bis heute mit Fragen des Bösen und der Dunkelheit konfrontiert ist. Trotz seines Todes bleibt Cyppek eine der berüchtigtsten Figuren der polnischen Kriminalgeschichte – ein Mahnmal für die zerbrechliche Grenze zwischen Menschlichkeit und Horror. Mit diesem Fall erweisen sich historische Berichte als Warnung, niemals die Kräfte der Dunkelheit zu unterschätzen. Józef Cyppek mag verschwunden sein, doch die Erinnerung an seine Taten bleibt als schockierendes Kapitel in den Annalen der Geschichte erhalten. In diesem Sinne wünsche ich Dir trotz dieser schockierenden Kriminalgeschichte viel Freude mit meinen Fotos von Stettin. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!

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