Die barocke Pfarrkirche am Schlossplatz in Laxenburg, der Kaiserresidenz vor den Toren Wiens

Isabella Müller Wien @isabella_muenchen

Am historischen Schlossplatz in Laxenburg befindet sich die majestätisch anmutende Pfarrkirche. Dieser barocke Sakralbau entstand auf den Fundamenten der alten Kirche auf Initiative von Kaiser Leopold I. in den Jahren von 1693 bis 1699. Der Architekt der Kirche war vermutlich Carlo Antiono Carlone. Als Bauleiter fungierte Christain Alexander Oedtl. Am 31. Mai 1699 wurde die kaiserliche Hofpfarrkirche vom Wiener Bischof Ernst Graf von Trautson eingeweiht. Die Kirche ist dem Fest der Kreuzerhöhung am 14. September geweiht. Der Bau des Glockenturms mit goldenem Kreuz wurde erst am 4. Oktober 1712 fertiggestellt und die Leitung dieses Bauabschnittes leitete bis 1724 Matthias Steinl. Die Kirche ist schon von außen eine wahre Augenweide mit ihren weißen Statuen links Helena und rechts Heraklion, beide ein Kreuz tragend, auf den Volutenausläufern des Glockenturmansatzes. Genauso fazinierend empfand ich die vier großen Steinfiguren auf dem Balustradengeländer, die die vier Evangelisten darstellen. Die Barockkirche besitzt eine prächtige Terrasse, die in den Jahren von 1897 bis 1899 angelegt wurde. Aber nicht nur die Fassade auch ihr Kirchenraum ist außergewöhnlich schön. Die Kirche hat einen Zentralraum, deren Mitte von einer Flachkuppel überwölbt wird und der sich vier Halbkuppeln anschließen, die eine Kreuzform bilden. Der gesamte Innenraum wird von einem umlaufenden Gebälk, optisch getragen von Pilastern mit Kapitellen gesäumt. Der Freskenzyklus und das wunderschöne Kuppelfresko wurden von dem Franziskanermönch Adam Obermüller geschaffen. Das reiche Stuckwerk stammt vom Hofstukkateur Hieronymus Alfieri. Mein besonderes Highlight war das große Kruzifix im Marmor-Hochaltar, das die Kreuzerhöhung darstellt. Flankiert wird das Kruzifix durch zwei Gemälde, die die Flucht nach Ägypten und den Tod des Heiligen Joseph zeigen. Darüber hinaus gibt es einen rechten Seitenaltar, der das Bildnis Marias mit dem Kinde trägt und einen linken Seitenaltar mit Gemälde, das die Geburt des Heilands darstellt. Neben dem riesigen Kruzifix ist die prächtige 8 Meter hohe Kanzel ein weiterer Glanzpunkt dieser Barockkirche. Die herrliche Rokoko-Kanzel wurde von dem Bildhauer Johann Baptist Straub um 1730 geschaffen und befand sich bis 1785 in der Schwarzspanierkirche in Wien bis der Pfarrer Joseph Dreyer sie erwarb und nach Laxenburg brachte. Ich war überwältigt von dem Kirchenraum mit seinem riesigen Kruzifix, der prunkvollen Kanzel, den imposanten Gemälden und dem bemerkenswerten Luster in der Mitte des Raumes. Überall gab es wundervolle Kunstschätze zu bewundern. Die barocke Pfarrkirche ist ein wahres Kirchenjuwel und neben dem Schloss mit Schlosspark ein Wahrzeichen Laxenburgs. Die Kirche steht unter Denkmalschutz und reiht sich prächtig in die historischen Gebäude mit dem Rathaus, den Bürgerhäusern und der kaiserlichen Schlossanlage rund um den Schlossplatz ein. Ich fand dieses sakrale Bauwerk unglaublich schön und wünsche Euch viel Freude mit meinen Fotos davon. 🙂

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