Andrés Filomeno Mendoza Celis ist ein Name, der zum Synonym für Terror geworden ist, einst ein unscheinbarer Metzger und Mitglied seines Gemeinderats, offenbarte 2021 eine dunkle Seite, die Mexiko bis ins Mark erschütterte. Seine grausamen Taten lösten in der Gesellschaft nicht nur Unbehagen, sondern auch Entsetzen aus. Vom Mord an Reyna González Amador bis zur Entdeckung Tausender menschlicher Überreste – Mendozas Geschichte ist ein beispielloser Beweis für die Abgründe menschlicher Verderbtheit. Andrés Mendoza wurde am 29. November 1947 in Zimatlán de Álvarez geboren und führte zunächst ein scheinbar normales Leben. Jahrelang arbeitete er in einem Schlachthof in Tlalnepantla, wodurch er Kenntnisse über die anatomische Zerlegung von Leichen erlangte – ein Detail, das später grausame Bedeutung erlangen sollte. Außerdem engagierte er sich in seiner Nachbarschaft als Vorsitzender des Gemeinderats, was ihm gesellschaftliche Akzeptanz verschaffte und ihn vor Verdächtigungen schützte. Doch hinter dieser Fassade verbarg sich ein heimtückischer Verbrecher. Seine Arbeit als Metzger und sein unauffälliges Leben boten die perfekte Tarnung für eine Reihe brutaler Morde, die vermutlich über Jahre hinweg begangen wurden. Am 15. Mai 2021 wurde Mendoza in seinem Haus in Atizapán de Zaragoza im mexikanischen Bundesstaat Estado de México festgenommen, nachdem die Behörden die Überreste von Reyna González Amador gefunden hatten. Die 34-jährige Frau war am Tag zuvor als vermisst gemeldet worden. Bei einer Durchsuchung seines Hauses wurde ihre zerstückelte Leiche entdeckt – ein Anblick, der selbst erfahrene Ermittler zutiefst schockierte. Das Verbrechen kam ans Licht, als Reynas Ehemann, Bruno Ángel Portillo, der Polizeichef im Bundesstaat Mexiko war, auf eigene Faust begann nach seiner Ehefrau zu suchen. Er verdächtigte sofort Mendoza, den er und seine Frau gut kannten, da seine Frau mit Mendoza in die Innenstadt gehen wollte, um ihren Handyladen aufzufüllen. Als Portillo Mendoza daraufhin verhörte, verlief dieses im Sande. Doch als er begann den Standort seiner Ehefrau durch deren Mobiltelefon zu orten und Videos der öffentlichen Sicherheit auszuwerten, stellte er fest, dass seine Ehefrau sich zuletzt in der Nähe von Mendozas Haus, einer Slumunterkunft außerhalb von Mexiko-Stadt, aufgehalten hatte. Er fuhr sofort zu Mendozas Haus und verschaffte sich gegen Mendozas ausdrücklichen Widerstand Zugang zu dessen Haus, um nach seiner Frau zu suchen. Dort fand er nicht nur Reynas zerstückelte Leiche, sondern auch Hinweise darauf, dass dieser Mord kein Einzelfall war. Diese Entdeckung markierte den Beginn einer Ermittlung, die zunehmend schreckliche Ausmaße annahm. Die Durchsuchung von Mendozas Haus brachte eine wahrhaft unfassbare Sammlung von Beweismitteln zutage: Kleidungsstücke, Taschen, Schuhe und persönliche Gegenstände mehrerer Frauen sowie detaillierte Aufzeichnungen über seine Opfer. Besonders beunruhigend waren audiovisuelles Material und Tagebucheinträge, die darauf hindeuteten, dass er seine Verbrechen dokumentiert hatte. Die Ermittler fanden zudem 3.787 Knochenfragmente, die als Überreste mehrerer Menschen identifiziert wurden. Im Verlauf der Ermittlungen stieg diese Zahl weiter an: Bis Juni 2022 hatten Forensiker insgesamt 4.600 Überreste identifiziert, die höchstwahrscheinlich zu 19 Personen gehörten – darunter 17 Frauen, ein Mann und ein Kind. Es wird angenommen, dass einige dieser Opfer bereits vor mehr als 20 Jahren ermordet wurden. Die Liste der bekannten Opfer Mendozas umfasst Frauen unterschiedlichster Herkunft. Neben seinem letzten Opfer Reyna González Amador, wurde auch die 38 Jahre alte Flor Ninive Vizcaíno Mejía ein Opfer Mendozas, die als Hostess arbeitete und 2016 in Tlalnepantla verschwand. Auch die 32 Jahre alte Rubicela Gallegos Castillo gehörte zu Mendozas Opfern, die eigens von Monterrey in den Bundesstaat Mexiko gezogen war, um ihrem Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie wurde 2019 vermisst, während sie als Uber-Eats-Fahrerin arbeitete. Darüber hinaus war auch die 20 Jahre alte Berenice Sánchez Olvera, die in einer Bar namens „El Marinero“ arbeitete, das Opfer von Mendoza. Viele der Opfer hatten ihre letzte Begegnung mit Mendoza in Bars oder Restaurants, wo er gezielt junge Frauen ins Visier nahm. Er lockte sie mit Einladungen zu sich nach Hause, oft unter dem Vorwand persönlicher oder geschäftlicher Gefälligkeiten. Einer der erschütterndsten Aspekte des Falls ist Mendozas Motiv. Nach seinen eigenen Aussagen tötete er Frauen aus tiefsitzendem Hass und Frustration. Bei seiner Vernehmung gab er an, dass er sich von Frauen, insbesondere von jüngeren, nicht respektiert fühlte. Zeugenaussagen von Nachbarn zufolge galt er jedoch seit langem als ruhig und unauffällig. Seine Verbrechen zeichneten sich durch extreme Brutalität aus. Mendoza gestand, einigen der Frauen das Gesicht abgezogen zu haben, weil sie „sehr hübsch“ gewesen seien. In einigen Fällen aß er Teile der Körper seiner Opfer oder vergrub sie auf seinem Grundstück. Solche Handlungen deuten auf einen Psychopathen hin, dem jegliche emotionale und moralische Hemmung fehlte. Nach seiner Festnahme und einer Reihe von Geständnissen fanden zahlreiche Gerichtsverfahren gegen Mendoza statt. Im März 2022 wurde er wegen des Mordes an Reyna González zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Ermittlungen deckten jedoch immer mehr Opfer auf, und jede neue Entdeckung führte zu weiteren Anklagen. Bis Anfang 2024 hatte die Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Mexiko insgesamt acht weitere Verurteilungen gegen Mendoza erwirkt, mit einer Gesamtstrafe von über 200 Jahren Haft. Zusätzlich zu den Freiheitsstrafen wurde er zur Zahlung erheblicher Geldstrafen und Entschädigungen an die Familien der Opfer verurteilt. Der Fall löste in Mexiko eine breit angelegte Debatte über die Sicherheit von Frauen und die systemischen Versäumnisse bei der polizeilichen Bearbeitung von Vermisstenfällen aus. Viele der Opfer hätten gerettet werden können, hätten die Behörden früher und entschlossener gehandelt. Der mexikanische Staat steht seit Jahren wegen der hohen Zahl an Frauenmorden in der Kritik. Die Veröffentlichung der Dokumentarserie „Caníbal: Indignación Total“ im Juni 2022 trug ebenfalls dazu bei, das Bewusstsein für den Fall und seine gesellschaftlichen Auswirkungen zu schärfen. Die Serie beleuchtet nicht nur die Verbrechen, sondern auch die Versäumnisse des Justizsystems, die Mendozas Taten über Jahrzehnte hinweg ermöglichten. Der Fall von Andrés Mendoza wirft beunruhigende Fragen auf: Wie konnte ein Mann jahrelang unentdeckt Morde begehen? Warum wurde nicht gründlich genug nach vermissten Frauen gesucht? Und welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um Frauen besser zu schützen? Für viele ist Mendozas Geschichte ein Symbol für die völlige gesellschaftliche und institutionelle Ignoranz gegenüber Gewalt gegen Frauen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Fall zu einem stärkeren Bewusstsein und einer umfassenderen Reform des Sicherheits- und Justizsystems führen wird. Der Serienmörder von Atizapán bleibt ein schockierendes Kapitel in der kriminologischen Geschichte Mexikos. Seine Verbrechen sind nicht nur ein Zeichen individueller Boshaftigkeit, sondern spiegeln auch gesellschaftliche Missstände wider. Auch wenn Mendoza nun für den Rest seines Lebens hinter Gittern sitzt, dienen seine Taten als eindringliche Mahnung daran, wie wichtig Prävention, Wachsamkeit und schnelles Eingreifen in Fällen häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt sind. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Mexiko-Stadt. 🙂






































































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