Brindisi – Tor zum Orient

Isabella Mueller

Brindisi wird auch heute noch als Tor zum Orient bezeichnet. Brindisi ist eine italienische Hafenstadt und gleichzeitig Militärstützpunkt im Südosten Italiens in der Region Apulien. In der Antike war Brindisi ein wichtiger römischer Stützpunkt und florierte im Mittelalter zu einer Hochburg des Handels mit Griechenland und der Türkei. Ich besuchte diese geschichtsträchtige Stadt, in der sowohl die Normannen als auch die Kreuzritter ihre Eroberungskriege führten, im letzten Sommer. Bei strahlendem Sonnenschein schlenderte ich an der mit Palmen gesäumten Strandpromenade entlang und erblickte im Nähe des Hafens hoch oben auf einer steinernen Treppe, die Säule am Meer, die das Ende der berühmten Via Appia Antico symbolisiert. Die Via Appia ist eine Römerstraße, die von Rom nach Brindisi führt und 312 v. Chr. von Appius Claudius Caecus erbaut wurde. Damals gab es zwei beeindruckend große Säulen, die im 14. Jahrhundert das Wahrzeichen der Stadt waren. Im Jahr 1528 stürzte die höhere Säule bei einem Erdbeben um. Die andere Säule wurde während des Zweiten Weltkrieges demontiert, um weitere Beschädigungen zu verhindern. Im Zeitraum von 1996 bis 2002 wurden die Säulen restauriert und das Original Kapital wurde im Granafel-Nervegna-Palast ausgestellt. Eine wunderschöne Kopie des Originals befindet sich am Hafen und ich genoss von dort den Blick hinab aufs Meer. Meine Entdeckungstour führte mich weiter in die Altstadt, wer das nicht zu Fuß unternehmen möchte, der genießt eine Rundfahrt in einer Pferdekutsche, die am Hafen von Brindisi nur auf Touristen warten. Ich lief an den beeindruckenden mittelalterlichen Festungen vorbei, die im 15. Jahrhundert zur Verteidigung der Stadt errichtet wurden. Die Altstadt mit ihren vielen kleinen Gässchen lädt durch ihre zahlreichen Boutiquen und Geschäfte zum Flanieren ein. Es gibt zudem genügend Restaurants und Kaffeebars, die zum Verweilen einladen. Mein Weg führte mich an den Dom von Brindisi vorbei, der sage und schreibe sieben Erdbeben überlebte. Er wurde zwar am 20. Februar 1743 fast vollständig durch ein Erdebeben zerstört, jedoch wurde er im 18. Jahrhundert wieder komplett rekonstruiert. Der Dom von Brindisi wurde im 11. und 12. Jahrhundert im romanischen Stil errichtet und ist ein wirklich imposantes Bauwerk. Genauso sehenswert ist die Kirche San Benedetto mit ihrem beeindruckenden Glockenturm. Auch die Santa Maria del Casale ist eine wunderschöne Kirche. Ich bin fasziniert von ihrer gelb-grauen Steinblockfassade aus Sandstein. Sie wurde im 14. Jahrhundert im romanisch-gotischen Stil errichtet. Es gibt einige Sehenwürdigkeiten in Brindisi unter andeem auch die Schwäbische Burg, die 1227 von Kaiser Friedrich II. erbaut wurde. Die Sonne scheint und es geht zum Tancredo- Springbrunnen, er ist nicht spektakulär, aber trotzdem schön anzusehen. Ich bummle noch ein bisschen durch die Altstadt und mache mich dann auf den Rückweg zum Hafen. Beim Rückweg atmete ich die frische Meeresluft tief ein und genieße den Anblick der Palmen. Ich bin dankbar für meinen Besuch von Brindisi und wünsche Euch viel Freude mit meinen Fotos! 🙂

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