Das Aushängeschild der niederländischen Stadt Leeuwarden in der Provinz Friesland, die auch als die Kulturhauptstadt Europas bezeichnet wird, ist der Turm „De Oldehove“. Dieser nie fertig gestellte Turm am Rade des Stadtzentrums wird auch als der holländische Turm von Pisa bezeichnet, der diesen sogar noch übertrifft, da er noch schiefer ist. Mit dem Bau des über 500 Jahre alten Turms wurde am 28. Mai 1529 unter dem Baumeister Jacob van Aaken begonnen. Doch bereits nach 10 Metern Höhe sackte der Turm in nordwestlicher Richtung ab. Der Turm soll van Aaken nicht nur graue Haare beschert, sondern ihn auch an den Rande des Wahnsinns getrieben haben. Nach 3 Jahren verstarb van Aaken und Cornelis Frederiks übernahm dessen Aufgabe als Baumeister. Doch beide versuchten vergebens die Fehler zu korrigieren. Als der Turm eine Höhe von 40 Metern erreicht hatte, war er nicht nur schief, sondern auch krumm. Nach einem Jahr unter der Leitung von Frederiks wurde der Bau 1533 gestoppt, was zur Folge hatte, dass der Turm unvollendet blieb. Zu dem Turm gehörte einst die St.-Veits-Kirche. Als Leeuwarden 1570 Bischofsstadt wurde, wurde diese Kirche zur Domkirche. Doch bei einem starken Sturm im September 1576 stützte die Kirche ein, weshalb sie von 1595 bis 1596 abgerissen wurde. Nur der schiefe Backsteinturm mit seinen zwei Glocken blieb erhalten. Dieser ist heute das Wahrzeichen von Leeuwarden, der von April bis Oktober täglich von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden kann. Wer 183 Stufen erklimmt, kommt in den Genuss Leeuwarden aus der Vogelperspektive zu bestaunen. Seit 2011 verfügt der Turm auch über einen Lift, der bis zum 1. Stock fährt. Auch ich besuchte diesen Turm, dessen Makel ihn weltberühmt machte und der einfach ein echter Blickfang ist. Vielleicht weil er so perfekt unperfekt ist. Da Bilder mehr als Tausend Worte sagen, wünsche ich Dir viel Freude mit meinen Fotos des schiefen Turms „De Oldehove“ in der malerischen Stadt Leeuwarden. 🙂











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