Münster, die lebenswerteste Stadt der Welt

Isabella Mueller Münster @isabella_muenchen

Seit der Teilnahme am Internationalen LivCom-Award 2004 darf sich die Westfalenmetropole Münster „Lebenswerteste Stadt der Welt“ nennen. Doch dies ist bei Weitem nicht die einzige Auszeichnung, die Münster erhielt. Denn Münster ist zudem auch eine mehrfach prämierte Klimahauptstadt, die mit ihrem hohen Studierendenanteil von über 200 Studierenden auf 1.000 Einwohner zu einer der größten Universitätsstädte Deutschlands zählt. In Münster ist das beliebteste Fortbewegungsmittel das Fahrrad, auch Leeze genannt, und da täglich mehr als 100.000 Menschen mit dem Rad unterwegs sind, gilt Münster auch als Fahrradstadt. Dank dem Tatort-Duo Boerne und Thiel sowie dem Privatschnüffler Wilsberg, die in Münsters prächtiger Altstadtkulisse auf Verbrecherjagd gehen, wird Münster auch als Krimistadt bezeichnet. Einer dieser Schauplätze befindet sich im Alten Steinweg. Hier hatte die Geliebte eines Mordopfers ihr elegantes Büro mit Blick auf den Alten Steinweg in der kultigen Wilsberg Krimiserie mit dem Titel „Prognose Mord“. Der Alte Steinweg gehörte bereits im Mittelalter zu Münsters Straßennetz und gilt als eine der ältesten Verkehrsachsen der Stadt. Im Alten Steinweg 8 gibt es das Haus Schütte, das eines der weltweit seltenen Porzellan-Glockenspiele beherbergt. Diese Glocken aus Meißner Porzellan erklingen täglich um 15 und 17 Uhr, außer die Temperaturen sind zu niedrig. Neben dem Glockenspiel ist dort auch das „Alte Gasthaus Leve“ ansässig, das zu Münsters ältesten Gaststätten zählt. Ein weiterer Krimi-Schauplatz ist der legendäre Prinzipalmarkt, der zu Münsters wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählt und in jedem Münster-Krimi mit seiner geschichtsträchtigen Kaufmannstraße mit den herrlichen Giebelhäusern und dem Arkadengang im Erdgeschoss gezeigt wird. In dieser noblen Einkaufsstraße versucht Kommissar Thiel aus dem Münster Tatort immer vergeblich an einem Bankautomaten Geld abzuheben. Diese Szene genießt mittlerweile Kultstatus. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Prinzipalmarkt zwar zerstört, doch nach historischem Vorbild in vereinfachter Form wieder aufgebaut. Unmittelbar am Prinzipalmarkt liegt der Roggenmarkt. Dieser ist einer der ältesten Märkte der Stadt, der bis jetzt aber noch kein Krimi-Schauplatz war. Der Roggenmarkt entstand bereits in der Mitte des 10. Jahrhunderts. Seinen Namen erhielt er dadurch, da auf ihm vorwiegend mit Getreide gehandelt wurde. In der Mitte des Roggenmarktes existierten bis 1907 zehn mehrgeschossige Häuser. Dieses Ensemble wurde Drubbel genannt, was im Niederdeutschen für etwas Gedrängtes steht. Denn auf 441 Quadratmeter standen diese zehn Wohn- und Geschäftshäuser, wobei das kleinste Haus eine Grundfläche von etwas mehr als 20 Quadratmeter hatte. Aufgrund des zunehmenden Verkehrs und nach einem Brand wurden die Häuser abgerissen. Heute erinnert nur noch die Straßenbezeichnung und eine ins Pflaster eingelassene Markierung an diese Häuser. Der Roggenmarkt wird dagegen bis heute von prachtvollen Giebelhäusern zum Teil aus dem 15. Jahrhundert gesäumt. Die über 1.200 Jahre alte Bischofs- und Hansestadt Münster mit ihrer ehrwürdigen Geschichte und der urbanen Kultur besitzt ein unverwechselbares Flair, dem auch ich verfallen bin. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von den beiden Krimi-Schauplätzen Alter Steinweg und Prinzipalmarkt sowie dem traditionsreichen Roggenmarkt im Herzen Münsters. 🙂

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