Am 25. Juli 2023 sah ein Passant auf dem Albert-Kanal, der die belgischen Städte Lüttich und Antwerpen miteinander verbindet, einen Kühlschrank darin schwimmen, den er aus dem Gewässer zog. Als ihm ein beißender Geruch in die Nase stieg, rief er sofort die Wasserpolizei. Als diese am Fundort Hermalle-sous-Argenteau eintraf und den Kühlschrank öffnete, bot sich ihnen ein abscheulicher Anblick. Denn darin lagen die verwesenden Arme und Beine einer Frau sowie eine Säge, mit der diese vermutlich zerstückelt worden war. Da die Frau offensichtlich gewaltsam getötet worden war, wurde die Mordabteilung der Bundeskriminalpolizei in Lüttich mit dem Mordfall betraut. Die Tote im Kühlschrank wurde als die 74 Jahre alte Maria Verdoolaege identifiziert, deren 35 Jahre alter Sohn Ismael schnell unter dringenden Tatverdacht geriet. Denn vor 10 Tagen war bei der Polizei ein anonymer Anruf eingegangen. In diesem behauptete ein Mann, dass sich seinem Bekannten ein Sohn anvertraut hatte, der seine Mutter in Jemeppe getötet, zerstückelt und in einem Kühlschrank im Albert-Kanal entsorgt habe. Da der Mann stark alkoholisiert war, wurde ihm zwar wenig Glauben geschenkt, trotzdem fuhr eine Streife zum Haus der angeblich ermordeten Frau in der Rue Grand-Vinâve, das diese wortwörtlich auf den Kopf stellten, ohne dabei nur den geringsten Hinweis auf ein Verbrechen zu finden. Die Befragung der Nachbarn ergab, dass die ältere Dame sich im Italienurlaub mit ihrer Freundin befinden würde. Nach diesen Aussagen rückte die Polizei wieder ab und legte den Fall erstmal bei Seite, bis die Leichenteile von dieser im Kühlschrank gefunden worden waren, die zum anonymen Anruf passten. Nur ein paar Tage später wurde in einem Abfallcontainer, der wenige Kilometer vom ersten Fundort entfernt im Gewässer schwamm, der Rumpf und der Kopf der Frau gefunden. Makabererweise war der Kopf in einer Fritteuse versteckt worden. Im Abfallcontainer, der zum Nachbarhaus des Mordopfers gehörte, war ein Chip gefunden worden, der eindeutig Ismael gehörte. Aufgrund der erdrückenden Beweise wurde dieser in einem Brüssler Hotel verhaftet, der schon ein Flugticket nach Korea besaß, um zu fliehen. Im Verhör gestand Ismael, der während der Corona-Pandemie wieder bei seiner Mutter eingezogen war, den Mord an dieser. Jahrelang war er von ihr schikaniert und gemobbt worden, bis er sie am 10. Juli 2023 erwürgte. Danach zerstückelte er ihre Leiche mit einer Säge und deponierte die Leichenteile im Kühlschrank und im Abfallcontainer, den er in den Albert-Kanal warf. Damit war das Rätsel, um die Tote im Kühlschrank gelöst, die von ihrem Sohn, der seitdem in Untersuchungshaft sitzt, ermordet worden war. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von der belgischen Stadt Lüttich, die unweit vom Dorf Jemeppe-sur-Meuse liegt, wo Maria Verdoolaege bis zu ihrem Tod gelebt hatte. 🙂

























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