Apels Garten – Schlemmererlebnis Leipziger Art

Apels Garten befindet sich direkt in einem Plattenbau im Kolonnadenviertel in Leipzigs Westen. Ein traditionsreiches Restaurant das sächsische Küche nach historisch überlieferten Rezepten genauso bietet wie moderne sächsische Küche neu inspiriert. Die Qualität wird hier groß geschrieben und die Produkte stammen aus der Region. Auch Weinliebhaber kommen hier auf ihre Kosten, denn die internationale Weinkarte ist sehr vielfältig. Ich freute mich auf das altehrwürdige Restaurant mitten in der Plattenbausiedlung und wurde freundlich von Andreas Apel, die in Form einer Puppe alle Gäste begrüßt, empfangen. Das Restaurant hat ein elegantes Ambiente, die großen Holztürzargen sind mit hellen Gardinen verziert. Die edlen Holztische sind mit frischen Blumen und gefalteten Servietten dekoriert. Die Holztische sind weiß mit Stoffischdecken oder Stoffläufern eingedeckt. An den Wänden erinnern Zitate auf Kreidetafeln an die großen Dichter und Denker damaliger Zeiten wie Goethe. Ich fühlte mich sehr wohl in diesem Ambiente und nahm Platz an einem Tisch am Fenster.

Die Bedienungen sind einheitlich gekleidet und waren sehr freundlich. Als Gruss aus der Küche, gab es selbst gemachtes Entenfett mit Brot, das auch käuflich erworben werden kann. Die Ente wird in dieser Lokalität groß geschrieben und so finden sich auf der Speisekarte Klassiker wie Entenbraten mit Apfelrotkohl und Kartoffelklößen. Ich wählte eine sächsische Kartoffelsuppe mit Grillwürstel & Baguette als Vorspeise. Die Suppe war sehr delikat und schön angerichtet. Als Hauptgang entschied ich mich für die „Kleine Schweinerei“, das aus Kassler Strindberg, Schweineschnitzelchen und Schweinebacke mit Rahmwirsing und Kartoffelpüree bestand. Das Gericht war ein Gedicht, das Fleisch wunderbar mager und zart und das Kartoffelpüree selbstgemacht und dekorativ auf den Teller gespritzt. Das Auge isst hier definitiv mit. Das Essen war köstlich und zum Abschluss gab es eine Leipziger Lerche mit frischem Obst und Vanilleeis als Dessert. Die Leipziger Lerche ist ein Muss, wenn ich zu Besuch in Leipzig bin. Sie ist eine Gebäckspezialität aus Leipzig, deren Name an die früher in Leipzig als kulinarische Delikatesse verzehrten Singvögel erinnert. Das Gebäck wurde 1876 in Form einer Pastete nach dem offiziellen Verbot des Vogelfangs im Stadtgebiet kreiert. Die Leipziger Lerche besteht aus Mürbeteig und ist mit einer Masse aus Marzipan und Marmelade gefüllt ist. Ein kleines Mürbeteigtörtchen, das mit zwei überkreuzten Teigstreifen verziert ist. Seit 2004 ist der Begriff Leipziger Lerche den Landesinnungsverband Saxonia geschützt. Beim meinem Besuch im Apel wurde die Leipziger Lerche dekorativ in zwei Hälften geschnitten und mit zwei kleinen Kugeln Vanilleeis sowie einer Physalis und Stückchen von Kiwi und Cantaloup Melone serviert. Ich kann Euch sagen, das Dessert war yummy. Übrigens gibt es im Sommer eine große Terrasse auf der Ihr Euch kulinarisch verwöhnen lassen könnt. Ein für mich schönes traditionelles Restaurant mit toller und vor allem frischer sächsischer Küche. Ich war sehr angetan von dieser „guten Stube“ und kann Euch nur empfehlen dorthin zu gehen, wenn Ihr fein und lecker Essen gehen wollt und das ganz zwanglos. Viel Spaß mit meinen Fotos von Apels Garten ein Restaurant für jung und alt mit wirklich guter Küche. 🙂

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