Kirkwall – ein verschlafenes schottisches Nest

Auf meiner Nordkaprundreise war meine erste Station Kirkwall. Ich freute mich nach zwei Tagen auf See endlich wieder festes Land unter meine Füße zu bekommen und die schottische Insel erkunden zu können. Kirkwall gehört zu den Orkney-Inseln, die im Norden von Schottland liegen. Die Orkney-Inseln bestehen aus 69 Inseln, die teils unbewohnt sind. Die Hauptinsel ist Mainland und deren Hauptort ist Kirkwall. Kirkwall ist der größte Ort der Inselgruppe und zugleich ihr Verwaltungssitz. Mit dem kostenlosen Shuttlebus fuhr ich vom Hafen ins Stadtzentrum. Ich wollte das kleine schottische Städtchen mit seinen fast 7000 Einwohnern auf eigene Faust zu Fuß erkunden. Im Zentrum angekommen fiel mein Blick auf die St. Magnus Kathedrale, die als Erinnerung an Magnus Erlendssen zwischen 1108 bis 1117 gegründet wurde. Direkt neben ihr befindet sich der Bishop´s Palace, eine Burgruine und ehemalige Bischofsresidenz und der Earl´s Palace, auch Grafenpalast genannt, ebenfalls eine Burgruine. Vom Herzstück der Stadt, der St. Magnuskathedrale, machte ich mich auf den Weg in die Einkaufsstraßen Albert und Bridge Street. Hier gibt es kleine Souvenirgeschäfte und Lebensmittelmärkte, in denen einheimische Produkte erworben werden können. Ich kaufte mir in einem kleinen Laden, wie kann es anders für Schottland sein, eine typische Scotch Whisky Sauce, die 12 prozentigen Whisky enthält sowie ein smokey herby salt, einem geräucherten schottischen Kräutersalz. Ich liebe es einfach kleine Andenken in meine Heimat mitzubringen und in Erinnerungen zu schwelgen. Bei meinem Bummel durch das kleine Städtchen fielen mir die Fassaden der Häuser auf. Charakteristisch für Kirkwall sind die vielen Steinhäuser, die aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen. Kirkwall bedeutet übrigens Bucht der Kirche. Sehenswert ist auch das Orkney Museum in Kirkwall für alle, die mehr über die Lebensart und die Orkney Inseln erfahren wollen. Auf meinem Spaziergang durch das Städtchen kam ich auch an der Highland Park Destillerie, die vor den Toren Kirkwalls liegt, vorbei. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Whiskeyliebhaber, sondern auch für alle, die mehr über die Geschichte des Whiskeys erfahren wollen. Mir kommt das kleine Städtchen Kirkwall wie ein verschlafenes Nest vor als ob die Zeit stehen geblieben ist. Mit vielen Eindrücken machte ich mich zu Fuß auf den Weg zurück aus Schiff. Ich verzichtete bewusst darauf nicht mit dem Bus zu fahren, um so die Landschaft genießen zu können. Ich hatte nicht bedacht, dass ein orkanartiger Wind mir um die Nase pfiff und ich fluchte wie ein Rohrspatz. 🙂 Dafür wurde ich aber auf meinem Rückweg mit dem Anblick von Highland-Ponys und grünen Wiesen belohnt. In diesem Sinne viel Spaß mit ein paar Fotos vom verschlafenen, schottischen Nest Kirkwall. 🙂

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