Das Flakturmpaar „Baldrian“ inmitten einer Parkanlage in Wien

Isabella Müller Wien

Bei meinem Besuch des Arenbergparks im 3. Wiener Gemeindebezirk staunte ich nicht schlecht über die zwei riesigen Flaktürme, die sich mitten im Park befinden. Insgesamt gibt es in Wien 6 dieser Fliegerabwehrkanonen-Türme, kurz Flaktürme, die noch vollständig erhalten und in einem Dreieck rund um die Innenstadt angeordnet sind. Die Stahlbetonriesen zeugen von der nationalsozialistischen Herrschaft in Wien und wurden nach den Plänen des Architekten Friedrich Tamm in den Jahren von 1942 bis 1944 von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen erbaut. Dabei wurden immer zwei Flaktürme in unmittelbarer Nähe zueinander errichtet. Der eine Turm war der Gefechtsturm, der mit vier Zwillingsflakgeschützen ausgestattet war, während der andere Turm als Leitturm mit Entfernungsmessgeräten und dem Frühwarngerät „Würzburg Riese“ fungierte. Die Flaktürme dienten neben Schutzräumen für die Bevölkerung, auch als Lazarett und Rüstungsbetrieb. Die Türme waren autark und verfügten über Sanitätsräume, ein Notstromaggregat und einen Wassertank. Ein solches Flakturm-Paar konnte ich im kleinen Arenbergpark aus nächster Nähe inspizieren. Dieses Flakturmpaar hatte den Codenamen „Baldrian“ und wurde nach Bauart II mit 9 Stockwerken gebaut. Der 42 Meter hohe Gefechtsturm hatte in den ersten 3 Etagen einen Luftschutzbunker, im 4. Stock war ein Spital untergebracht, in der 5. Etage eine Heizungs- und Belüftungsanlage, im 6. Stock ein Flugmotorenwerk Ostmark und im 7. Und 8. Stock war das Militär plaziert. Nachdem Zweiten Weltkrieg wurde er von einem Pharmazieunternehmen genutzt und danach diente er als Depot für Sanitätsmaterial dem Bundesheer. Von 2005 bis 2006 nutzten ihn Künstler als Ausstellungsfläche und er war für die Öffentlichkeit zugänglich. Heute ist er für die Öffentlichkeit gesperrt und wird als Lager vom MAK, dem Museum für angewandte Kunst, genutzt. Es war schon ein seltsamer Anblick diesen Stahlbetonkoloss in unmittelbarer Nähe von Häusern und einem Spielplatz, auf dem Kinder ausgelassen tobten, zusehen. Der Gefechtsturm reihte sich ebenso wie der Leitturm nahtlos in die Umgebung ein. Der 39 Meter hohe Leitturm ist der nahbarste von beiden. An seinen Mauern befindet sich direkt ein Gemeinschaftsgarten und eine Hundelaufzone. Seit 1992 wird sein Erdgeschoss als Gerätedepot des Stadtgartenamts genutzt. Früher befand sich im Erdgeschoss ein Krankenhaus. Die Etagen 3 bis 5 fungierten als Schutzräume, während im 6. Stock Mannschaftsräume und technische Räumlichkeiten untergebracht waren. Der 7. Stock diente der Technik und in der 8. Etage befand sich die Kommandozentrale. Die beiden baulichen Relikte aus der NS-Zeit sind düstere Mahnmale an den Vernichtungskrieg, jedoch wurden sie sinnvoll in den Park integriert. Seit 2019 befindet sich der berühmte Schriftzug „Smashed to pieces (in the still of the night)“ auf dem Gefechtsturm im Arenbergpark, der dort in einer Guerilla-Aktion angebracht wurde. Dieser Schriftzug wurde für die Stadt Wien als Mahnmal gegen Faschismus und Krieg bedeutsam und befand sich am Wiener Flakturm im Esterházypark bis dieser umgebaut wurde. Die beiden Flaktürme im Arenbergpark sind besondere Mahnmale gegen das Vergessen. Schon der tschechisch-französische Autor Milan Kundera bemerkte treffend: “ Der Kampf gegen die Macht ist der Kampf des Gedächtnisses gegen das Vergessen.“


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!