Der verfluchte Geizhals

Isabella Müller Wiesloch Heidelberg @isabella_muenchen

Einst herrschte in Wiesloch, der schönen Weinstadt im nördlichen Baden-Württemberg, eine entsetzliche Hungersnot, in der der Mangel an Korn besonders groß war. Dies nutzte ein geiziger Kornhändler aus, in dem er seine gewaltigen Getreidevorräte zu sündhaft teuren Preisen anbot. Der Wucher war so groß, dass er für ein Laib Brot einen ganzen Acker oder eine Wiese verlangte. Wegen seiner schamlosen Ausbeutung wurde er deshalb von der armen Bevölkerung mit dem Fluch belegt, keine Ruhe im Grabe zu finden. Als der Mann verstorben war, wurde sein Leichnam im Sarg aus dem Haus getragen. Dabei setzte sich ein schwarzer Rabe auf den Sarg, der in der Mythologie oft mit der schwarzen Magie in Verbindung gebracht wird. Als der Sarg in das Grab gelassen wurde, fiel dieses plötzlich zusammen. Seitdem spukte der geizige Kornhändler mit Schlafrock, schwarzen Hosen, weißen Strümpfen und Schuhen ununterbrochen in seinem alten Haus umher, da er keine Ruhe im Grab finden konnte. Das Haus stand wegen des spukenden Geistes lange leer. Erst als der neue Besitzer einen Mann beauftragte den Geist zu bannen und in einer Ecke im Keller einzumauern, in der der Geist bis heute lebt und von dem von Zeit zu Zeit ein Seufzen zu hören ist, konnte das Haus bewohnt werden. So die alte Sage vom verfluchten Geizhals. Da der Geizhals leider kamerascheu ist, wünsche ich Euch viel Freude mit meinen Fotos von Wieslochs Altstadt. 🙂

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