Eine der meistgesuchten Verbrecherinnen Spaniens, bei der selbst die spanische Nationalpolizei um Mithilfe bei der Bevölkerung bat, war lange Zeit die gebürtige Kolumbianerin Viviana Andrea Vallejo Gutiérrez, besser bekannt als Vivi. Diese 1,48 Meter große Frau mit stechend grünen Augen und markanten Muttermal zwischen Nase und Lippe auf der linken Gesichtshälfte drohte wegen Menschen- und Drogenhandel sowie Geldwäsche eine Freiheitsstrafe von mehr als 30 Jahren. Da sie zu einem Gerichtstermin nicht erschienen war, wurde sie auf die Fahndungsliste von Europol gesetzt. Die 38 Jahre alte Vivi hatte in ihrem Heimatland Kolumbien junge Frauen mit dem Versprechen auf ein besseres Leben nach Spanien gelockt. Sie war Teil einer Organisation, die den Frauen gefälschte Ausweisdokumente und Flugtickets für die Reise nach Spanien besorgte. Als die Frauen in der spanischen Hafenstadt Alicante ankamen, wurden sie in Häusern untergebracht. Dort sollten sie ihre Kosten für die Ausreise, die 1.500 Euro betrugen, mit ihrem Körper bezahlen. Die jungen Frauen, die geglaubt hatten, sie würden einen normalen Job nachgehen, wurden zur Prostitution gezwungen. Sie mussten unter der Überwachung von Vivi rund um die Uhr anschaffen gehen und bekamen nur 1 Stunde am Tag Freizeit, in der sie das Haus verlassen durften. Leider kein Einzelfall, sondern bittere Realität. Denn bis heute boomt der Menschenhandel und nicht nur in Spanien. Immer mehr Menschen werden für sexuelle oder wirtschaftliche Zwecke ausgebeutet, ob als Lustobjekte, billige Arbeitskräfte oder zum Betteln. Um den Menschenhandel nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wurde am 30. Juli der internationale Tag gegen den Menschenhandel ins Leben gerufen. Doch Vivi handelte nicht nur mit Menschen, sondern auch mit Drogen. Wenn ein Kunde Kokain verlangte, besorgte Vivi dieses, bis diese aus Spanien floh. Doch durch die gemeinsame Arbeit der Polizei in Spanien, Kolumbien und Ecuador konnte Vivi schließlich in einer abgelegenen Dschungelstadt in Südamerika aufgespürt und verhaftet werden, der nun eine sehr lange Haftstrafe blüht. Damit hatte die Gerechtigkeit doch noch gesiegt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der spanischen Hafenstadt Barcelona. 🙂


















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