Eine Burg wie aus einem Märchenbuch entsprungen, die umgeben von einem herrlichen Wassergraben und Grün soweit das Auge reicht ist, ist die Burg Radboud. Diese befindet sich auf der östlichen Hafenseite in der malerischen Stadt Medemblik in der niederländischen Provinz Nordholland. Die Burg war einst Teil von 5 Zwingburgen, die der holländische Graf Floris V. von Holland als Sicherung seines Hoheitsgebietes gegen die Westfriesen ab 1268 erbauen ließ. Die Burg Radboud ist die einzige noch erhaltene dieser Burgenkette, die vermutlich nach dem friesischen König Radbod benannt wurde. Im Achtzigjährigen Krieg wurde die Burg in den Jahren 1572 und 1588 belagert. Ende des 16. Jahrhunderts verlor die Burg durch den Bau der Stadtmauer ihre Verteidigungsfunktion und zerfiel fortan zusehends, so dass sogar ein Teil der Burg abgebrochen wurde. Anno 1889 ging die Burg in den Besitz des Staates über, der die Burg von J. van Lokhorst und P.H.J. Cuypers renovieren ließ. Im Zeitraum von 1897 bis 1934 war im Burgsaal das Amtsgericht von Medemblik untergebracht. Im Zweiten Weltkrieg diente sie als Versteck für Rembrandts berühmtestes Gemälde „Die Nachtwache“. In den Jahren von 1964 bis 1965 wurde die Burg restauriert und ein Museum eröffnet, das bis heute Einblicke in das Leben der Menschen im Mittelalter bietet. Die Burg von der heute noch zwei Wohnflügel und der quadratische runde Turm erhalten sind, beherbergt aktuell auch ein herrliches Schlosscafé mit Terrasse, das zum Verweilen einlädt. Die Burg Radboud, in der nie jemals eine Adelsfamilie gelebt hat und die als Gefängnis, Kirche und Unterschlupf für die Miliz gedient hat, ist ein echter Zeitzeuge der Geschichte, die mir eine wunderbare Zeitreise in eine längst vergangene Zeit ermöglichte. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von diesem wertvollen Kulturgut in Medemblik, dem kleinsten und ältesten Städtchen von Westfriesland. 🙂






















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