Der Fingerhut-Peter

Ein historischer Räuber, der wegen seiner Verbrechen am Galgen endete, war der Weber Peter Sand aus Neersen, besser bekannt als der Fingerhut-Peter. Dieser geriet schon früh auf die schiefe Bahn, der seinen Lebensunterhalt durch Raubzüge bestritt. Dadurch lebte er in ständiger Gefahr für seine Verbrechen verhaftet und hingerichtet zu werden. Denn der Kölner Kurfürst Clemens August von Bayern ging rigoros gegen Räuber, Bettler und Vaganten vor, deren Strafen von Pranger bis hin zur öffentlichen Hinrichtung reichten. Davon ließ sich der Fingerhut-Peter aber nicht abschrecken, schließlich hatte er für seine Ehefrau Anna Jansen zu sorgen. Am 23. August 1748 hatte er zusammen mit seinem Komplizen Matthijs Hilden einen Überfall auf Arnold Theven geplant. Diesen hatten sie in der Gaststätte des Wirtes Christoffel Hoetmakers in Süchtelen kennen gelernt, der nach Neuss wollte. Kurzerhand schlossen sie sich diesem an. Als sie die Ortschaft Dyck erreichten, schlugen sie auf den ahnungslosen Arnold ein und raubten dessen Geld. Danach flüchteten beide. Doch schon bald wurde Matthijs Hilden in Süchtelen gefasst und hingerichtet. Der Fingerhut-Peter konnte ebenfalls dingfest gemacht werden. Nachdem er gefoltert worden war, wurde er vom Schöffengericht zum Tode verurteilt. Dieses Urteil bestätigte der Kurfürst Clemens August am 8. Juni 1749. Doch bevor das Urteil gegen den Fingerhut-Peter vollstreckt werden konnte, gelang diesem die Flucht, da jemand eine Feile in dessen Gefängniszelle geschmuggelt hatte. Mit dieser konnte er die Eisenfessel an seinem Fußknöchel durchfeilen. Nachdem er die Fessel los war, grub er ein Loch unter der Gefängnistür, durch das er krabbelte. Dadurch gelangte er vorerst auf freien Fuß. Der Fingerhut-Peter suchte zunächst Unterschlupf in Hüls, bevor er sich in Roermond niederließ. Dort nahm er eine neue Identität an und verdiente seinen Lebensunterhalt mit Dreschen und Leinenweben. Alles lief gut für den Fingerhut-Peter, bis dieser sich 1753 einer Räuberbande anschloss, die im Gelderland auf Raubzügen unterwegs war. Dies wurde dem Fingerhut-Peter zum Verhängnis, der am 18. November 1754 in Hertogenbosch verhaftet wurde. Der Fingerhut-Peter, der zahlreiche Spitznamen hatte, war der Regierung bestens bekannt. Diesmal konnte er seinem Schicksal nicht entfliehen. Am 6. Februar 1755 wurde er vom Schöffengericht von Beek en Donk zum Tode am Galgen verurteilt und sollte so lange dort hängen bleiben ’s-Hertogenbosch, bis sein Körper von den Vögeln und der Luft verzehrt worden war. Dieses Urteil wurde am 16. Februar 1755 vollstreckt. Damit endete das Leben des Fingerhut-Peters. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von ’s-Hertogenbosch, wo Peter Sand alias der Fingerhut-Peter zum Tode verurteilt und exekutiert wurde. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!