Ein Mann, der in Russlands Kriminalgeschichte als Dr. Tod einging, ist der russische Arzt und Serienmörder Maxim Wladimirowitsch Petrow. Dieser beging von 1997 bis 2000 sage und schreibe 47 Raubüberfälle und wurde verdächtigt mehr als 12 Menschen ermordet zu haben. Dabei arbeitete immer nach demselben Modus Operandi. Maxim, der in St. Petersburg als Notarzt im örtlichen Gesundheitszentrum arbeitete, besuchte seine älteren Patienten unangekündigt morgens zu Hause, wenn deren Angehörige auf der Arbeit waren. Maxim checkte deren Blutdruck und verabreichte ihnen eine Injektion, mit der er die Patienten betäubte. Als diese narkotisiert waren, raubte er deren Wertgegenstände, selbst vor Ohrringen oder Ringen, die die Patienten am Körper trugen, machte er keinen Halt. Danach verschwand Maxim. Wenige Zeit später erwachten die Patienten, die sich oft an nichts erinnern konnten. Zwei Jahre lang lief für Maxim, der zweimal verheiratet und Vater von drei Kindern war, alles am Schnürchen. Doch dann erwischte ihn die Tochter einer seiner betäubten Patientinnen auf frischer Tat, als Maxim gerade deren Schmuck einpackte. Maxim griff zum Schraubenzieher und stach damit auf die Frau ein, bevor er sie mit einem Strumpf erwürgte. Fortan änderte er seine Vorgehensweise, in dem er seinen Patienten eine tödliche Mischung unterschiedlicher Drogen injizierte. Dadurch wollte er bei der Polizei den Eindruck erwecken, dass ein Stümper am Werk war, der über keinerlei medizinische Fachkenntnisse verfügte. Darüber hinaus zündete er oftmals die Häuser an, um seine Spuren gänzlich zu verwischen. Zwar hatte die Polizei ein Phantombild nach Zeugenaussagen veröffentlicht, doch erst im Jahr 2000 kam diese Maxim auf die Schliche. Denn es stellte sich heraus, dass alle Opfer Lungenpatienten waren, die sich einer Fluorographie unterzogen hatten. Diese Behandlung fand im örtlichen Gesundheitszentrum statt, wo Maxim arbeitete. Mithilfe einer Liste wurden 72 mögliche zukünftige Opfer der ins Leben gerufenen Operation „Medbrat“, „Krankenpfleger“ lokalisiert, an der 700 Polizisten beteiligt waren. Als Maxim am 17. Januar 2000 einen Patienten besuchte, schnappte die Falle zu. Maxim wurde verhaftet und gestand im Polizeiverhör die Morde. Sein Geständnis widerrief er wenig später, da er starkem psychischen Druck ausgesetzt war. Maxim, der zum Zeitpunkt seiner Verhaftung Mitte 30 war, wurde 2002 wegen 17 Morden angeklagt. Er wurde in 12 Fällen für schuldig befunden. Sechs Patienten hatte er schwer verletzt. Maxim wurde von der Richterin Valentina Kudriashova zu lebenslanger Haft verurteilt, die er bis heute verbüßt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von St. Petersburg, wo Maxim alias Dr. Tod seine Mordserie verübt hatte. 🙂













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