Im westlichsten Zipfel der Bundesrepublik Deutschland an der Grenze zu den Niederlanden passierte ein grausamer Mord an zwei Irakern, deren Leichen in Salzsäure-Fässern aufgelöst wurden. Verantwortlich dafür war die niederländische Familie L. bestehend aus dem Familienoberhaupt Huub, dessen Ehefrau Els, deren Söhne Michele und Maurice sowie deren Tochter Rachelle aus Sittard in der niederländischen Provinz Limburg, die von 2002 bis 2010 in Tüddern in Nordrhein-Westfalen in einem Haus lebten, wo sie die Morde begangen hatten. Im Sommer 2009 schnitten diese dem 24 Jahre alten Alan G. die Kehle durch. Zwei Jahre danach erschossen und zerstückelten sie im August 2011 den 29 Jahren alten Mohammed al-J., die beide als Asylsuchende in den Niederlanden lebten. Um die Leichen der beiden Männer zu entsorgen, fuhren sie zu ihrem Freund Ron V., der in der belgischen Stadt Gellik wohnte. Im Keller seines Hauses legten sie die Leichen in Salzsäurefässer, um so die Morde zu vertuschen, von denen aber später noch Überreste gefunden wurden. Auf die Schliche kam die Polizei der Familie durch Hinweise Dritter, die behaupteten, dass der vermisste Mohammed al-J. im Hause der Familie L. in Tüddern getötet worden war. Ein Spezialkommando durchsuchte anschließend das Haus und nahm die Ehefrau Els sowie deren beide Söhne fest. Mohammed al-J. war ein wegen Verstößen des Betäubungsmittelgesetztes vorbestrafter Autohändler, der mit der Tochter Rachelle der Familie L. befreundet war. Dieser hatte von den kriminellen Drogengeschäften der Familie L. erfahren und diese damit erpresst, weshalb er getötet wurde. Bei den polizeilichen Ermittlungen stieß die Polizei auf den seit 3 Jahren vermissten Alan G., der ebenfalls mit der Familie L. Kontakt gehabt hatte. Dieser soll einen der beiden Söhne vergewaltigt haben, weshalb er aus dem Weg geräumt wurde. Seit der Verhaftung von Els und ihren beiden Söhnen befand sich ihr Ehemann Huub mit der gemeinsamen Tochter Rachelle auf der Flucht, die seitdem mit einem internationalen Haftbefehl gesucht wurden. Im Juni 2012 konnte Huub L. in Spanien verhaftet werden, der nach Deutschland ausgeliefert wurde. Im ersten Prozess im Sommer 2013 war die Ehefrau Els L. vor dem Maastrichter Gericht wegen den Morden an den beiden Männern zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Die beiden Söhne waren wegen Beihilfe zu 30 beziehungsweise 26 Monaten Haft verurteilt worden. Das Familienoberhaupt Huub L. sowie die gemeinsame Tochter Rachelle waren aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung gegen das Urteil von Huub L. ein und forderte im Berufungsprozess vor dem Gericht in ’s-Hertogenbosch eine Haftstrafe von 15 Jahren, da dieser entscheidend an den Morden beteiligt gewesen sein soll. Doch der Staatsanwaltschaft gelang es nicht, dies zu belegen. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von der niederländischen Stadt Sittard, wohin die Familie nach den Morden gezogen war. 🙂





















Entdecke mehr von Spannende Krimis und Abenteuertipps für wahre Entdecker!
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
