Einer der schlimmsten Serienmörder Frankreichs ist Francis Heaulme, besser bekannt als der „Kriminelle Rucksack-Tourist“. Dieser Name leitet sich davon ab, dass Francis im Zeitraum von 1984 bis 1989 als Rucksack-Touirst quer durch Frankreich reiste und sowohl wahl-als auch grundlos angeblich 13 Menschen ermordete. Francis wurde am 25. Februar 1959 in der Stadt Metz im Nordosten Frankreichs als Sohn von Marcel Heaulme und Nicole Houillon geboren, dessen Kindheit durch die Misshandlungen seines Vaters bis zu seinem 17. Lebensjahr geprägt war, weshalb Francis nicht nur Trost im Alkohol suchte, sondern auch mehrere Selbstmordversuche unternahm. Als Francis 23 Jahre alt war, verstarb seine über alles geliebte Mutter an Krebs. Francis schlug sich mit Gelegenheitsjobs durchs Leben, da er nie eine Lehre nach seinem Schulabschluss absolviert hatte. Im Alter von 28 Jahren verließ Francis nur mit einem Rucksack bepackt seine Geburtsstadt, um durch Frankreich zu reisen. Francis lebte seitdem von Sozialhilfe, während dieser Zeit begann er von November 1984 bis Januar 1989 sieben Menschen in unterschiedlichen Regionen auf brutale Weise zu ermorden, in dem er ihre Schädel zertrümmerte, sie im Blutrauch bestialisch erstach odereinfach mit bloßen Händen erwürgte. Am 7. Januar 1992 wurde Francis in Bischwiller verhaftet, der bei seinen Aufenthalten in psychiatrischen Einrichtungen von seinen abscheulichen Morden dem medizinischen Personal berichtet hatte. Diese hatten aber aufgrund der medizinischen Vertraulichkeit die Informationen nicht an die Polizei weiter gegeben. Bei Francis war das Klinefelter-Syndrom diagnostiziert worden, bei dem der Junge ein zusätzliches X-Chromosom besitzt. Dieses kann nicht nur Impotenz, sondern auch Lernbehinderung verursachen sowie die Intelligenzentwicklung, das Sozialverhalten und das Längenwachstum beeinflussen. Kurze Zeit nach seiner Verhaftung wurde Francis jedoch wieder aus Mangel an Beweisen entlassen. Erst im erneuten Verhör gestand er gegenüber dem Polizisten Jean-François Abgrall die Morde. Er beschrieb präzise, wie er die Menschen getötet hatte, vermischte jedoch gern die Daten und Orte. Im Mai 1997 wurde Francis Heaumle vom Schwurgericht von Var wegen mehrerer Morde zu einer Freiheitsstrafe von 22 Jahren verurteilt. Am 16. Dezember 2004 wurde er für 3 weitere Morde in der Region Marne zu zusätzlich 30 Jahren verurteilt. Am 17. Mai 2017 wurde Francis wegen den Morden an den 8 Jahre alten Jungen, Cyril Beining und Alexandre Beckrich, zu lebenslanger Haft verurteilt. Tragischerweise saß für die Morde der beiden Jungen, denen 1986 im lothringischen Montigny-lés-Metz mit Steinen ihre Schädel eingeschlagen worden waren, 15 Jahre lang ein Unschuldiger im Gefängnis. Damals wurde der 16 Jahre alte Kochlehrling Patrick Dils, der Morde verdächtig. Nach einem 36 Stunden langen Verhör, gestand dieser die Morde. Später widerrief er sein Geständnis. Patrick Dils wurde 1989 zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Berufungsverfahren 2001 wurde dieser erneut schuldig gesprochen und zu 25 Jahren Haft verurteilt. Erst 2002 wurde Patrick Dill, der im Knast als Sexualstraftäter mehrfach brutal misshandelt, vergewaltigt und gedemütigt wurde, freigesprochen. Der Fall zählt bis heute zu einem der größten Justizirrtümer in der französischen Geschichte. Seit Oktober 2022 wurde erneut gegen Francis wegen Mordes an dem Landwirtschaftsarbeiter Jean-Joseph Clément am 8. August 1989 in Avignon ermittelt. An jenem Tag als dieser ermordet worden war, wurde Francis nur 100 Meter vom Tatort entfernt von der Polizei kontrolliert. Er wurde sogar strafrechtlich verfolgt, gestand darüber hinaus den Mord, bevor er jedoch seine Aussage widerrief und 2002 eine Einstellung des Verfahrens erwirkte. Die Staatsanwaltschaft erhob im Oktober 2023 in diesem Fall Anklage. Das Urteil steht noch aus. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von der malerischen Stadt Straßburg. 🙂


















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