Urks Orca

Die älteste und zugleich auch kleinste Gemeinde der niederländischen Provinz Flevoland ist die ehemalige Insel Urk mit mehr als 21.858 Einwohnern. Diese wurde erstmals 966 urkundlich erwähnt, die damals zur Hälfte an das Kloster St. Pantaleon in Köln geschenkt wurde. Die 80 Hektar große Insel bestand einst lediglich aus einem Berg, einem Felsblock und einer Wiese. Die Landwirtschaft war die wichtigste Einnahmequelle, da die Weide aber ständig vom Meer geflutet wurde, wurde die Fischerei immer wichtiger. Urk war bis 1660 im Besitz von verschiedenen Mitgliedern der Familie Van de Werve, einer der ältesten belgischen Adelsfamilien. Anno 1666 wurde Urk zusammen mit der Insel Schokland an Amsterdam verkauft. Die Ambachtsherrlichkeit der Stadt Amsterdam dauerte bis 1792. Danach gehörte die Gemeinde Urk zur Provinz Nordholland. Im Jahr 1939 wurde der Deich von Lemmer nach Urk vollendet und 1942 wurde der Noordoostpolder anlässlich der Zuiderseewerke trocken gelegt. Dadurch wurde Urk Bestandteil des Festlandes, dessen Haupteinnahmequelle bis heute die Fischerei ist, das die größte Fischereiflotte der Niederlande besitzt. Dieses Fischerstädtchen wurde in alten Karten auch Orck genannt, das sich von Orca, dem Killerwal, ableitet. Der Orca gilt nicht nur als Namensgeber von Urk, sondern auch als deren Wahrzeichen. Am 18. Mai 1968, dem sogenannten Urk-Tag, der seitdem jährlich am Samstag vor Pfingsten gefeiert wird, in dem die Einwohner von Urk sich in traditioneller Tracht kleiden, wurde zum 1000-jährigen Jubiläum am alten Eingang von Urk ein Killerwal aus Plastik feierlich enthüllt. Dieser war von A. Koffeman auf Initiative von KL Koffeman geschaffen worden. Durch die Witterungsverhältnisse wurde der Plastikorca im Frühjahr 1987 bei der Firma Promoplast in Emmeloord nicht nur überarbeitet, sondern es wurde auch noch ein Baby-Orca gestaltet. Die beiden Orcas wurden am 16. April 1987 wieder auf ihrem alten Standort platziert. Doch im Januar 1990 fegte ein heftiger Sturm über Urk, dabei wurde der große Orca von einem umgestürzten Baum förmlich zerquetscht. Im Orca befanden sich einige Kabel, damit dieser Wasser spritzen konnte. Es kam zu einem Kurzschluss, der dafür sorgte, dass der Orca in Flammen aufging. Im April 1991 beschloss der Stadtrat den Bau eines neuen Orcas. Schließlich wurde 1994 das Kunstwerk „De IJsvlet“ des Künstlers Piet Brouwer am alten Standort des Orcas enthüllt. Der heutige Orca am Hafen wurde am 18. Mai 2013 am 30. Urk-Tag vom Bürgermeister Pieter van Maaren am Hafen auf der Dormkade enthüllt. Der 6 Meter lange Orca mit Fontäne aus seinem Blasrohr wurde von Hessel Bakker in Kooperation mit Meindert van Slooten, Maarten Bos, Wim Koster, Cornelis van Veen und Jan Bakker, alle Mitglieder der Stiftung „Orca op Urk“ angefertigt. Nach 10 Jahren wurde die Statue „De Orca“ von Freiwilligen renoviert, der ein beeindruckendes Beispiel für Kunst im öffentlichen Raum darstellt. Seit dem Urk-Tag am 27. Mai 2023 erstrahlt diese wieder in neuem Glanz, die abends durch eine LED-Beleuchtung illuminiert wird. Natürlich besuchte auch ich Urks Killerwal, mit dessen Fotos ich Dir viel Freude wünsche. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!