Als der schlimmste Serienmörder Kolumbiens gilt Luis Alfredo Garavito Cubillos, auch bekannt als „La Bestia“. Dieser grausamste und bestialischste Serienmörder aller Zeiten verübte zwischen 1992 und 1999 im westlichen Kolumbien eine beispiellose Serie von über 138 Morden an jungen Männern und Jungen im Alter von 8-16 Jahren. Doch wer war dieses Monster, das so viele Jungen folterte, vergewaltigte und dann tötete? Garavito erblickte am 25. Januar 1957 in Génova als ältestes von 7 Kindern das Licht der Welt. Garavito wuchs in einem dysfunktionalen Haushalt auf. Sein Vater, ein Schürzenjäger, und seine Mutter kämpften ständig gegeneinander, doch der wahre Terror kam von der Seite seines Vaters, der ihn und seine Geschwister wiederholt misshandelte. Oft versteckte sich der junge Garavito vor seinem brutalen Vater. In der Schule, die er in Ceilán besuchte, fand er keine Zuflucht; dort machten sich andere Kinder über ihn lustig und schikanierten ihn. Anno 1968 zwang sein Vater ihn, die fünfte Klasse abzubrechen, um zum Einkommen der Familie beizutragen. Ein Jahr später, bei einem Routinebesuch zur Impfung, behauptete Garavito, sexuell missbraucht worden zu sein, was eine Spirale der Gewalt und Wut in ihm auslöste. 1971 zog Garavitos Familie nach Trujillo, doch der Albtraum setzte sich fort. Seine Erfahrungen blieben undurchsichtig und unbesprochen; stattdessen wurde er von einem Nachbarn erneut geschlagen und sexuell missbraucht. Bald darauf begann Garavito Alkohol zu konsumieren, was seinen Abstieg in die Dunkelheit verstärkte. Die Angriffe auf Mädchen und seine homosexuellen Neigungen brachten ihm weitere Probleme zuhause ein, oft gefolgt von heftigen Auseinandersetzungen mit seinem Vater. In den 1980er Jahren verstärkten sich Garavitos psychische Probleme; er entwickelte eine nahezu ausschließliche Vorliebe für pubertierende Jungen, und sein Verhalten wurde immer gewalttätiger und unberechenbarer. Der Aufenthalt in psychiatrischen Einrichtungen brachte keine Linderung, und die Versuche, sich das Leben zu nehmen, scheiterten. Gleichzeitig vertiefte er seinen Glauben und hoffte, in der Religion Erlösung zu finden, während er weiterhin unschuldigen Kindern das Leben nahm. Den ersten Mord beging Garavito am 4. Oktober 1992 an dem 13-jährigen Juan Carlos. Die Mordmethoden waren bestialisch: Seine Opfer wurden gefesselt, gefoltert, vergewaltigt und oft grausam verstümmelt, bevor er sie tötete. Zu guter Letzt enthauptete er seine Opfer. Diese Taten wiederholten sich, indem er quer durchs Land reiste und sich als freundlicher und hilfsbereiter Mann ausgab, der nur den Kindern helfen wollte. Nachdem 1998 auf einem Kaffeeanbaugebiet nahe der Stadt Pereia 36 verwesende Kinderleichen entdeckt worden waren, die nur oberflächlich auf dem verwilderten Grundstück verscharrt worden waren, kam es zu einer der umfangreichsten Ermittlungen in der kolumbianischen Kriminalgeschichte. Durch Hotel- und Busrechnungen, Telegramme und Zeugenaussagen geriet Garavito als Tatverdächtiger ins Visier der Ermittler. Dieser wurde am 22. April 1999 verhaftet, nachdem er versucht hatte, den zwölfjährigen John Iván Sabogal zu vergewaltigen. Nach Monaten der Untersuchung gestand er am 28. Oktober 1999 freiwillig, womit die ganze grausame Wahrheit endlich ans Licht kam: Er war für mindestens 138 bestätigte Morde verantwortlich. Wenn man seinen angeblichen Geständnissen aus dem Jahr 2003 Glauben schenkt, könnte seine Mordbilanz bei über 221 Opfern liegen. Garavito operierte systematisch, er trug Notizbücher und Trophäen seiner Opfer mit sich und entkam lange Zeit unerkannt, indem er clevere Tarnungen benutzte. So gab er sich Handelsvertreter, Mönch, Priester und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen aus. Er lockte die Jungen mit Geschenken und Geld als Belohnung in abgelegene Gegenden, wo er diese mit Nylonstricken fesselte. Anschließend betäubte er diese mit Alkohol, bevor er sie folterte, vergewaltigte, tötete und enthauptete. Garavito gestand nach seiner Verhaftung des entführten Jungen und erklärte offen seine grässlichen Taten. Die Gesamtlänge seiner Strafe betrug 1.853 Jahre und 9 Tage, obwohl das kolumbianisches Recht eine Höchststrafe von 40 Jahren vorsieht. Durch seine Mithilfe beim Auffinden der Leichen seiner Opfer wurde seine Haftstrafe auf 22 Jahre reduziert. Luis Alfredo Garavito starb schließlich am 12. Oktober 2023 im Alter von 66 Jahren in einem Krankenhaus in Valledupar an den Folgen mehrerer Erkrankungen. Seine grausame und verstörende Geschichte bleibt als Mahnmal bestehen, dass das Böse in Menschengestalt oftmals unvorstellbare Tiefen erreichen kann. Diese düstere Geschichte über die abscheulichen Taten und das Leben von Luis Alfredo Garavito ist eine schockierende Erinnerung an das Böse, das in der Welt existiert. Garavitos Aktionen sind eine ständige Warnung dafür, wie tief menschliche Verderbtheit reichen kann. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Kolumbiens Hauptstadt Bogotá. 🙂

Entdecke mehr von Spannende Krimis und Abenteuertipps für wahre Entdecker!
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


















