Abenteuer Nordkap

Auf meiner Reise zum Nordkap war die erste Station das Städtchen Honningsvåg. Dieses Städtchen ist der letzte Ort vor dem Nordkap und nur 40km von ihm entfernt. Daher ist es der ideale Ausgangspunkt um zum Nordkap zu gelangen. Das Nordkap ist ein ins Nordpolarmeer hineinragendes Kap an der Nordseite der norwegischen Insel Magerøya. Es liegt in der nach ihm benannten Gemeinde Nordkap auf dem 71°10’21 Breitengrad. Mit dem Bus ging es nun von Honningsvåg zum Nordkap. „So eine Busfahrt, die ist lustig, so eine Busfahrt, die ist schön“ wie es in einem bekannten Lied heißt, doch hier war sie alles andere als lustig, vielmehr abenteuerlich. Das lag auch daran, dass die Busfahrt zum Nordkap um Mitternacht begann. Es war zwar dank Mitternachtssonne hell, aber es regnete in Strömen und es war sehr windig. Die Straße, die zum Nordkap führt, ist sehr schmal und sehr kurvig und ich war so dankbar, dass ein Kölner Komiker ausgerechnet in meinem Bus mitfuhr, der den ganzen Bus zum „Mitschunkeln“ nach links und rechts animierte. Ein wunderbares Gefühl auf einer engen, steilen Straße, die die ganze Zeit den Eindruck vermittelt, der Bus könne „abstürzen“. Keine Sorge, ich bin oben heil am Nordkap angekommen und war überwältigt. Trotz pfeifendem Wind, strömenden Regen und leider etwas Nebel hat dieser Ort etwas Magisches. Die raue Landschaft und das Eismeer sind sehr beeindruckend. Ich wollte nach alter Seefahrertradition in der Nordkaphalle mit einem Glas Sekt anstoßen. Doch daraus wurde leider nichts, denn es herrscht nach 2Uhr nachts Alkoholverbot. Meiner Stimmung tat dies keinen Abbruch. Ich war dankbar hier zu sein und das erleben zu dürfen. Trolle, habe ich übrigens auch gefunden, die dürfen natürlich auch am Nordkap nicht fehlen und einem habe ich an seine lange Holznase gefasst, soll angeblich Glück bringen. 🙂 Das Highlight am Nordkap und gleichzeitig Wahrzeichen ist natürlich die Weltkugel. Der riesige Globus aus Stahl wurde 1978 errichtet und symbolisiert den weltweiten Treffpunkt auf dem Nordkap, an dem sich Menschen aus der ganzen Welt begegnen. Nach einem sehr stürmischen Fotobeweis ging es mit tosendem Wind und viel Regen mit dem Bus zurück nach Honningsvag und ab aufs Schiff. Hier wartete die Crew schon auf uns Passagiere mit kuschligen Decken, heißem Glühwein und einer warmen Suppe und das um 5 Uhr morgens. Es war herrlich und ein unvergessenes Erlebnis für mich. Die Nordkapromantik hat ihren ganz eigenen Charme und zählt zu einer meiner spannendsten Reisen, auch wenn es eisig kalt war oder stürmte. Ich habe alle Destinationen genossen. Euch nun viel Freude mit den Fotos

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