Hammerfest – die nördlichste Stadt der Welt (Norwegen)

Auf meiner Nordkap Reise war ein Ziel Hammerfest, das sich als nördlichste Stadt der Welt bezeichnet. Darüber wird zwar immer wieder heftig diskutiert, doch das war mir ehrlich gesagt egal. Ich war neugierig auf die Stadt, die hoch oben im Norden Norwegens liegt und als Wappen einen Eisbären hat. Der Eisbär im Wappen wurde Hammerfest zum 150-jährigen Jubiläum verliehen, denn von Hammerfest aus starteten die Eisbärjagden auf Spitzbergen. In Hammerfest gibt es auch ein Eisbärenmuseum mit einem Eisbärenclub, das direkt am Hurtigrutenkai liegt. Ich besuchte das kleine Museum, in dem ich alles über das größte Raubtier der Welt, den Eisbären, sowie über die Polarregion und deren Tierwelt erfuhr. Ich fand es wahnsinnig spannend und überlegte mir in den Eisbärenklub gegen einen kleinen Beitag einzutreten. Das wollte schon die amerikanische Legende Elvis Presley, leider schaffte er es nie persönlich vorbeizukommen und deshalb wurde ihm die Mitgliedschaft verwährt. Denn Bedingung für die Mitgliedschaft im Eisbärenclub ist das persönliche Erscheinen. Wer den Beitrag leistet, der das Museum sowie Eisbärenprojekte des WWF unterstützt, erhält eine Eisbärenpinnnadel, einen Aufkleber mit Logo des Eisbärenclubs, eine Infobroschüre und wird mit einem Diplom seines Namens und der Unterschrift des Bürgermeister von Hammerfest sowie mit einer Mitgliedskarte und Mitgliedsnummer geadelt. Ich zog es vor den Eisbärenclub durch den Kauf eines Plüscheisbären für mein Patenkind zu unterstützen. Ich selber hatte mir zuvor schon einen kuscheligen Eisbären in Spitzbergen gekauft, der bis heute als treuer Begleiter auf viele meiner Reisen dient und sozusagen als Ersatz für meinen Golden Retriever Rob fungiert. Der Name Hammerfest bezieht sich übrigens auf das Befestigen von Booten an einem steilen Berghang. Hammerfest erhielt seine Stadtrechte am 17. Juli 1789 und zählt damit zu den ältesten Städten Nordnorwegens. Leider wurde Hammerfest bis auf die Lutherische Kirche und die gegenüber liegende Kapelle fast völlig im Zweiten Weltkrieg zerstört. Ich machte mich auf den Weg die Kirche zu besichtigen und staunte nicht schlecht über ihre Dreiecksform. Die Kirche wurde 1961 geweiht und stammt aus dem Entwurf des norwegischen Architekten Hans Magnus. Die Dreiecksform symbolisiert zum einen die heilige Dreifaltigkeit und zum anderen nimmt es Bezug auf das traditionelle Fischtrockengestell. Besonders beeindruckend fand ich die Altarwand mit ihrem Mosaikbild, das 1972 aus norwegischen Steinen zusammengesetzt wurde. 2010 wurde eine Orgel eingerichtet, die über 1782 Pfeile verfügt. Übrigens Hammerfest ist der erste Ort Europas, der als erstes das elektrische Straßenlicht im Jahr 1890 erhielt. Denn aufgrund der Nähe zum Polarkreis geht die Sonne von Mitte Mai bis Ende Juni nicht unter und ungefähr von dem 22. November bis 21. Januar nicht mehr auf. Das Phänomen der Mitternachtssonne konnte ich auf meiner Nordkapreise im Juni hautnah miterleben. 🙂 Mein nächster Besuch galt dem Museum des Wiederaufbaus, das die dramatischen Ereignisse des Zweiten Weltkrieges, der Zwangsevakurierung, der Niederbrennung und des Wiederaufbaus zeigt. Nach so viel Informationen wanderte ich zum Hügel Salen, der sich 86 Meter über den Meeresspiegel erhebt. Er befindet sich ungefähr zwanzig Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt und führt an einem wunderschönen, blauen Pavillon vor. Ich genoss den Blick über die Stadt und ließ meine Seele baumeln, bevor es zurück aufs Schiff ging. Viel Freude mit meinen Fotos von der nördlichsten Stadt der Welt. 🙂

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