Der keltische Baumkreis: Jedem Menschen ist ein Lebensbaum zugeordnet

Isabella Mueller, @isabella_muenchen

Bei meinem Besuch des Salinenparks in Bad Rappenau entdeckte ich am Rande den keltischen Baumkreis. Schon für die Kelten waren die Bäume Lebewesen mit einer besonderen Bedeutung. Nach dem keltischen Jahreskalender teilt sich das Jahr in 39 Abschnitte, die von 21 verschiedenen Bäumen regiert werden. Im keltischen Baumkreis finden wir Teile von uraltem keltischen Wissen mit Zugang zur faszinierenden Welt der Bäume. Die Kelten sagten den Bäumen verschiedene Eigenschaften nach und teilten das Jahr in Zeitphasen. Den Menschen wurden je nach Geburtstag, die entsprechenden Eigenschaften zugeordnet. Doch warum haben die Kelten gerade den Baum auserkoren, um gewiss menschliche Charaktere darzustellen? Die Antwort ist einfach: Bäume sind eine elementare Voraussetzung für menschliches Leben überhaupt, ohne sie können wir nicht einmal atmen. Zudem zeigen Bäume ganz deutlich, wie es um die anderen wesentlichen Lebensvoraussetzungen wie Licht, Wasser, Wärme, Nährstoffzufuhr bestellt ist. Für die Kelten war die Natur ein fester Bestandteil ihrer Welt. Die Natur symbolisierte für sie ein Gotteshaus, indem der Baum die menschliche Existenz mit dem göttlichen Atem verband. Dieser Mythos zeigt sich im keltischen Baumkreis. Der keltische Baumkalender entstand vor 2000 – 3000 Jahren. Jedem Menschen ist in dem keltischen Baumkreis Horoskop ein Lebensbaum zugewiesen. Dabei besteht der keltische Baumkreis aus 21 Bäumen. Diese Zahl ergibt sich durch die keltische Auffassung, dass jeder Baum dreifach aufgebaut ist: Wurzel, Stamm, Krone, und aus 7 Teilen besteht: Wurzel, Stamm, Rinde, Geäst, Blätter, Blüten, Früchte. Multipliziert man diese beiden Zahlen ergibt das die Zahl 21, die 21 Lebensbäume des Baumkreises. Das Jahr wird in die 4 Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter unterteilt, deren Beginn mit einem der Hauptbäume eingeleitet wird: Eiche, Birke, Olive, Buche. Während viele Bäume 2, und ein Baum: die Pappel gar 3 mal im Jahr vorkommen werden die Hauptbäume nur einem Tag zugeordnet. Die restlichen 17 Bäume kommen jeweils einmal in jeder Jahreshälfte vor. Jedem Menschen kann im keltischen Baumhoroskop, ausgehend von seinem Geburtstag, ein Lebensbaum zugeordnet werden. Jeder dieser Lebensbäume besitzt gewisse Eigenschaften und Kräfte, die dem in diesem Baum Geborenen zugeteilt werden. Mein Lebensbaum ist die Kiefer. Die Kiefer wurde von den Kelten als Feuerbaum verehrt. Sie symbolisiert Weisheit und das ewige Leben. Kiefer-Geborene sind sehr agil und widerstandsfähig, ihren Mitmenschen bieten sie Geborgenheit und in der Liebe sind sie impulsiv und feurig. Menschen mit dem Baumkreiszeichen Kiefer sind oft Organisationstalente, sie haben eine praktische Veranlagung und machen keine halben Sachen. Wegen ihrer Zuverlässigkeit und humorvollen Art genießen sie in ihrem sozialen Umfeld hohes Ansehen. Bei der Auswahl ihrer Freunde und Partner sind Kiefern wählerischer als andere, dafür wehren ihre Freundschaften meist ein Leben lang und bieten starken gegenseitigen Rückhalt. Das klingt doch sehr vielversprechend, dachte ich. Ich war wirklich sehr fasziniert von dem keltischen Baumkreis im Salinenpark und der Ideologie der Kelten. Wie sagte schon der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewskij: „Ich verstehe nicht, wie man an einem Baum vorübergehen kann, ohne glücklich zu sein!“. In diesem Sinne viel Freude mit meinen Fotos vom keltischen Baumkreis im Salinenpark in Bad Rappenau. 

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