Eine Frau, die 5 Menschen mit einem Dessert eliminierte, war die sechsfache Mutter Maria Velten aus Kempen am Niederrhein. Sie benutzte ihren legendären süßen Blaubeerpudding als Mordwaffe, der die spezielle Zutat des damals in der Drogerie frei verkäuflichen Pflanzenschutzmittels E 605 erhielt, das wegen seiner äußerst toxischen Wirkung im Volksmund auch als Schwiegermuttergift bezeichnet wurde. Dieses Gift verwendete Maria, um 5 ihrer ungeliebten Familienmitglieder im Zeitraum von 1963 bis 1982 nacheinander auszulöschen. Der Blaubeerpudding eignete sich perfekt als Tatwaffe, da dessen Farbe mit der blauen Warnfarbe des Giftes übereinstimmte. Aufgrund von diesem tödlichen Dessert erhielt Maria später von den Medien den Namen „Blaubeer-Mariechen“. Das erste Opfer von Maria wurde im Jahr 1963 ihr 84 Jahre alter Vater Josef, von dem sich Maria seit ihrer Kindheit tyrannisiert gefühlt hatte. Als dieser Mord unentdeckt blieb, hatte Maria die Scheu vorm Töten verloren, deren nächstes Opfer 1970 ihre bettlägerige Tante wurde. Danach tötete Maria 1976 ihren viel zu religiösen Ehemann. Auch ihr nächster Ehemann musste 1978 nach dem Verzehr vom Blaubeerpudding ins Gras beißen, da dieser ein echter Geizhals war. Dasselbe Schicksal blühte 2 Jahre später ihrem neuen Lebensgefährten, von dem sich Maria gedemütigt gefühlt hatte. Das Geld, das Maria nach ihren Morden von ihren Opfern erbte, gab sie aber nicht für sich, sondern für ihre Kinder und Enkelkinder aus. Wahrscheinlich wäre ihre Mordserie nie ans Licht gekommen, wenn sie sich nicht mit einer ihrer Schwiegertöchter zerstritten hätte. Denn diese suchte die Kanzlei des Kempener Rechtsanwaltes Eckhard Wagner auf und erzählte diesem, dass ihre Schwiegermutter ihre beiden Ehemänner vergiftet hatte. Diese Information gab der Rechtsanwalt der Polizei weiter. Fortan nahm sich der Mönchengladbacher Mordermittler Georg Schubert dem Fall an. Die Exhumierung von 3 Leichen ergab, dass diese vergiftet worden waren. Maria Velten war zu diesem Zeitpunkt mit einem Veterinär liiert, der wahrscheinlich in großer Gefahr lebte, Marias nächstes Opfer zu werden. Deshalb erwirkte Schubert einen Haftbefehl gegen Maria Velten. Diese blieb im Verhör standhaft und stritt die Giftmorde ab, bis sie zusammenbrach und zunächst die Morde an ihren beiden Ehemännern und ihrem Lebensgefährten zugab. Erst Tage später gestand sie, dass sie auch ihren Vater und ihre Tante vergiftet hatte. Jedoch konnten trotz dieser Geständnisse Maria Velten nur 3 Morde nachgewiesen werden, die zu lebenslanger Haft und wegen Mordversuches zu zusätzlichen 15 Jahren Haft verurteilt wurde. Im Alter von 92 Jahren wurde Maria Velten aufgrund ihrer schweren Demenzerkrankung aus der Haft entlassen. Sie starb am 9. Juni 2008 in geistiger Umnachtung. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von der malerischen Stadt Kempen, in der Maria Velten ihre Morde verübt hatte. 🙂










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