Der „Het Steen“, Delfts dunkle Seite

Im Südwesten der Niederlande liegt die Provinz Südholland, in der die historische Stadt Delft liegt. Diese gilt neben Leiden als eine der bedeutendsten Universitätsstädte der Niederlande, die wegen ihres Delfter Blaus und der Ermordung von Wilhelm von Oranien 1584 weltbekannt ist. Der sogenannte „Vater des Vaterlands“, wie Wilhelm von Oranien liebevoll vom Volk genannt wurde, da er maßgeblich bei der Entstehung des Vereinigten Königreiches der Niederlande, einem Königreich, das von der spanischen Vorherrschaft befreit ist, beteiligt war, fand seine letzte Ruhestätte in der Nieuwe Kerk, die bis heute die Grabkirche des niederländischen Königshauses ist. Die Hauptattraktion der Nieuwe Kerk ist das prunkvolle Grabmonument von dem ermordeten Wilhelm von Oranien, das nach einem Entwurf des Architekten Hendrik de Keyser geschaffen wurde. Dieser legendäre Architekt war auch für den Wiederaufbau des Rathauses nach dem großen Stadtbrand 1618 im Renaissance-Stil verantwortlich, das sich vis-á-vis zum Rathaus auf dem lebhaften Marktplatz befindet. Damit steht die kirchliche der bürgerlichen Macht direkt gegenüber. Nach dem verheerenden Stadtbrand blieb nur der Turm „Het Steen“ übrig, um den das Rathaus errichtet wurde. Der Grundstein dieses Turms wurde 1250 gelegt, als Delft die Stadtrechte erhielt. Sein Name leitet sich davon ab, dass dieser das erste Steingebäude in Delft war. Der Turm diente als mittelalterliches Stadtgefängnis, dessen berühmtester Gefangener der Franzose Balthasar Gérard war, der Mörder von dem überzeugten Protestanten Wilhelm von Oranien. Dieser galt als Initiator des Achtzigjährigen Krieges, der einst im Dienst von König Philipp II. von Spanien stand, dem Herrscher gegen den dieser Krieg geführt wurde. Nach König Philipp II. von Spanien hatte Wilhelm von Oranien Hochverrat begangen, der ein Kopfgeld von 25.000 Goldmünzen und dem Versprechen den Mörder des Verräters heiligzusprechen, aussetzte. Wilhelm versteckte sich daraufhin im Agatha-Kloster in Delft. Mehrere Attentate scheiterten bis er am 10. Juli 1584 von Philipp Balthasar Gérard, einem glühenden Katholiken und Anhänger von König Philipp II. von Spanien, mit 2 Schüssen ermordet wurde. Daraufhin wurde er in den „Het Steen“ gebracht. Er legte aus Angst vor der grausamen Folter ein umfassendes Geständnis ab. Da hinter dem Attentat aber weitere Komplizen vermutet wurden, wurde dieser trotzdem gefoltert und zwar auf bestialische Weise. Er wurde zuerst ausgepeitscht, bevor er an den Armen aufgehängt wurde. An seine großen Zehen wurden 300 Pfund schwere Gewichte gehangen. Danach wurden seine Füße in feuchte Hundelederschuhe gesteckt. Damit wurde er ins Feuer gestellt, so dass seine Fußsohlen verbrannten. Doch dies war erst der Anfang vom Martyrium. Unter seine Achseln steckte man brennende Fackeln. Es wurden ihm Stacheln und Nadeln unter seine Fingernägel gehämmert, um die Namen seiner Komplizen zu erfahren. Doch vergeblich, da es schlichtweg keine gab. Am 13. Juli 1584 wurde Philipp Balthasar Gérard wegen Mordes an Wilhelm von Oranien zum Tode verurteilt. Seine Täterhand wurde ihm mit einer glühenden Zange abgeklemmt. Schon am nächsten Tag wurde er öffentlich hingerichtet. Sein Herz wurde ihm aus der Brust geschnitten und über sein Gesicht gewischt. Nach seinem Tod wurde er aufs Rad geflochten. Danach wurde er gevierteilt und enthauptet. Sein Kopf wurde auf einem Spieß am Stadttor angebracht. Diesen Kopf nahm am 27. Dezember 1588 der Vikar Sasbout Vosmeer an sich, der versuchte Gérard in Rom heilig sprechen zu lassen, aber erfolglos. Um 1600 wurde dieser von der protestantischen Bevölkerung aus Delft verbannt, der samt Schädel nach Köln ging und diesen als Reliquie Gläubigen zeigte. Gérards Eltern erhielten den Mordlohn, den Philipp II. von Spanien versprochen hatte. Statt den 25.000 Goldmünzen bekamen diese drei Landgüter in Lievremont, Hostal und Dampmartin in der Franche-Comté und wurden in den Adelsstand gehoben. Der Het Steen, in dem sich die grausame Folterung von Gérad abspielte, ist heutzutage zu bestimmten Zeiten wie den Schulferien auch für die Öffentlichkeit zugänglich, in dem es allerhand Folterwerkzeuge sowie die dunkeln Gefängniszellen, in denen es einst nur Stroh zum Schlafen und einen Eimer zur Notdurft gab, zu bestaunen sind. Beim „Het Steen“ kann jeder bis heute die dunkle Seite von Delft hautnah spüren. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Delfts historischem Rathaus. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!