Die Todesinsel

Isabella Mueller @isabella_muenchen Wien

Ein grauenhaftes Massaker bei dem über 40 Menschen ums Leben kamen ereignete am 10. August 1896 auf Guadalcanal, der Hauptinsel der Salomonen einer Inselgruppe im Südpazifik. Zu dieser stach am 2. Oktober der Wiener Geologe Heinrich Freiherr von Foullon von Norbeeck gemeinsam mit 113 Personen auf dem von der kaiserlich und königlichen Kriegsmarine zur Verfügung gestellten Kanonenboot „Albatros“ unter dem Kommando des Korvettenkapitäns Josef Ritter Mauler von Elisenau von der österreichischen Stadt Pola aus in See. Die Expedition unter der wissenschaftlichen Leitung von Heinrich Freiherr Foullon von Norbeeck diente offiziell rein wissenschaftlichen Zwecken, um pflanzen- und naturkundliche Studien anzufertigen. Inoffiziell sollte aber nach Nickelerzen gesucht werden. Denn Arthur Krupp, der österreichische Industrielle, der die Expedition finanzierte, benötigte zur Herstellung von Panzerstahl Nickel. Diesen gab es zwar in Österreich, doch alle Bergwerke waren im 19. Jahrhundert aufgrund ihrer Unwirtschaftlichkeit geschlossen worden. Da Frankreich in seiner Kolonie Neukaledonien im Südpazifik Nickel entdeckt hatte, vermutete Krupp im Südpazifik Nickel. Deshalb überzeugte er die Marinesektion zu Expeditionsfahrten dorthin. Nach monatelanger Seefahrt traf das Schiff am 24. Mai 1896 auf der Hauptinsel Guadalcanal ein. Am 5. August startete ein 18-köpfiges Expeditionsteam in Gora Anchorgae auf Guadalcanal, um diese zu erkunden. Ziel waren die Berge „Tatube“ und „Lion´s Head“, die am Südufer lagen. Doch das Schiff konnte nur am Nordufer anlegen, weshalb diese nur durch Fußmärsche zu erreichen waren. Am 10. August wurde nach mehreren Tagesmärschen der „Tatube“ erreicht. Während der eine Teil das Lager aufbaute, startete eine kleine Gruppe zum Aufstieg des Berges. Dabei wurden diese von melanesischen Inselbewohnern begleitet. Doch urplötzlich griffen 300 Eingeborene bewaffnet mit Äxten und Keulen das Expeditionsteam an. Es kam zu einem blutigen Gemetzel bei dem 6 Expeditionsmitglieder getötet wurden. Neben den Matrosen Gustav Chalaupka und Jakob Dokovic, kam auch der Seekadett Armand de Beaufort ums Leben. Der Wissenschaftsleiter Heinrich Freiherr von Foullon von Norbeeck wurde schwer verletzt, der wie der Matrose Peter Maras wenig später an seinen Verletzungen verstarb. Warum die Eingeborenen plötzlich angriffen, konnte nur vermutet werden. Angeblich galt der Berg als heilig, den niemand betreten durfte. Als die Forscher dies taten, war dies ihr Todesurteil. Die Überlebenden flüchteten vor den Insulanern auf die Albatros, die am 15. August 1896 auslief. Die Toten konnten nicht bestattet werden, da die Insulaner diese verspeisten. Erst nach 5 Jahren anno 1901 wagten sich erneut Offiziere der kaiserlich und königlichen Kriegsmarine des kleinen Kreuzer SMS Leopard auf die kannibalische Insel Guadalcanal, um dort für die Getöteten am Strand von Gora Anchorage ein Mahnmal zu setzen. Dafür wurde ein 2 Meter hohes Kreuz mit den Namen der Toten und der goldenen Inschrift: „Dem Andenken der im Dienste der Wissenschaft beim Kampf am Fuße des Berges Tatube heldenmütig gefallenen Mitglieder der Expedition S.M.S. Albatros“ aufgestellt. Auf der Insel Guadalcanal kämpften während des Zweiten Weltkrieg von August 1942 bis Februar 1943 über 80.000 amerikanische und japanische Truppen gegeneinander. Denn diese war zum Ziel der Amerikaner geworden, da Japan dort einen Flugplatz baute. Die Amerikaner starten daraufhin die Operation „Watchtower“, die mit der Kapitulation Japans endete. Viele Tausende Menschen verloren abermals auf der Insel ihr Leben, weshalb diese den Beinamen Todesinsel trägt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der österreichischen Hauptstadt Wien, wo Heinrich Freiherr von Foullon von Norbeeck Chefgeologe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften war, bis er auf der Insel Guadalcanal seinen Tod fand. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!