Die Fiakermilli

Ein waschechtes Wiener Original, das bis heute unvergessen ist, war Emilie Turecek, besser bekannt als die Fiakermilli. Diese erblickte am 30. Juni 1846 in der Wiener Vorstadt Thurygund als unehliches Kind der Anna Turecek das Licht der Welt, deren Vater, Michael Pemmer, erst am 12. September 1869 Emilies Mutter in der Lichtenaler Pfarrkirche in Wien heiratete. Emilie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, die schon seit ihrer Kindheit als Unterhaltungskünstlerin in Vergnügungslokalen, Waschermädel- und Fiakerbällen auftrat. Emilie versuchte seitdem ihren Lebensunterhalt in der Vergnügungsbranche zu bestreiten. Im Alter von 21 Jahren trat sie offiziell unter dem Künstlernamen „Fiakermilli“ auf, deren Auftritte dank ihres hautengen Jockeykostüms mit Reitgerte und Stiefel legendär waren. Die „Fiakermilli“ und ihre obzönen Songtexte heizten dem Publikum in den Vergnügungslokalen wie den Thaliasälen, den Drei-Engel-Sälen, dem Diana-Saal, der Walhalla und dem Sperl mächtig ein. Die temperamentvolle und heißblütige Fiakermilli, die kein Blatt vor den Mund nahm, galt als intellektuelle Urheberin der nächtlichen Orgien, die mit ihrem aufreizenden Reiterkostüm zum Liebling von Wien und in der Presse als „Venus“ von Wien“ bezeichnet wurde. Für das Tragen ihres Kostüm, das als Männerkleidung galt, brauchte die Fiakermilli sogar eine polizeiliche Genehmigung. Durch ihr dominantes Auftreten schaffte es die aufreizende Fiakermilli sogar als Volkssängerin in Vergnügungslokalen zu arbeiten, obwohl dies bis 1871 Frauen untersagt war. Emilie verdiente mit ihren Auftritten beachtliche Summen, die sie schnell wieder unter das Volk brachte. Trotz ihrem aufwändigen Lebensstil spendete sie Geld an wohltätige Zwecke wie Kinderhilfswerke. Emilie war einfach eine Lebefrau, die in Polizeiakten als Prostituierte geführt wurde. Emilie hatte den Ruf einer zügellosen Liebhaberin inne, bis sie Ludwig Demel kennen und lieben lernte. Am 31. Oktober 1874 ging die 28 Jahre Emilie mit dem Fiaker Ludwig Demel in der Johann-Nepomuk-Kirche im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt den Bund fürs Leben ein. Die Hochzeit wurde zu einem Spektakel, dem so viel Schaulustige beiwohnten, dass der Straßenbahn-Verkehr auf der Praterstraße zum Erliegen kam. Es schien, als ob ganz Wien auf den Beinen war, um der Hochzeit beizuwohnen. Die Polizei musste anrücken, um den Menschenmassen Herr zu werden. Nach der Hochzeit trat die Fiakermilli zwar noch auf, aber in erster Linie kümmerte sie sich um das Fuhrwerksunternehmen ihres Ehemannes. Emilie erwog sogar selbst Kutscherin zu werden. Doch der Konkurs des Fiakerunternehmen ihres Ehemannes machte alle Pläne zunichte. Nur 15 Jahre nach ihrer aufsehenerregenden Hochzeit starb die Fiakermilli am 13. Mai 1889 völlig verarmt in ihrer Wohnung in Dornbach an einer Leberzirrhose. Am 18. Mai 1889 wurde ihr Leichnam auf dem Dornbacher Friedhof in einem Schachtgrab beigesetzt. Der österreichische Dramatiker Hugo von Hofmannsrath setzte Emilie Turecek in seinem Libretto zu der Richard-Strauss-Oper Arabella mit der Figur als Fiakermilli ein Denkmal. Auch in zahlreichen Filmen und Büchern wurde die Fiakermilli verewigt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos vom berühmten Wiener Prater, der sich wie Emilies Vergnügungslokale im 2. Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt befindet. 🙂


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Herzlich Willkommen auf meiner Reise durch Kreativität und Entdeckung! Mein Name ist Isabella Mueller, und ich lade euch ein, die faszinierenden kreativen Universen zu erkunden, die ich durch meine Blogs erschaffe. Seit 2020 widme ich meine Leidenschaft dem Erzählen fesselnder Geschichten, die mysteriös, historisch und emotional sind. Es ist mein Ziel, nicht nur zu unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anzuregen und den Entdeckergeist in jedem von uns zu wecken. Auf isabellas.blog kombiniert sich die Spannung von Kriminalgeschichten mit aufregenden Reisetipps. Stellt euch vor, ihr wandert durch malerische Straßen einer neuen Stadt und ergründet dabei dunkle Geheimnisse, die in den Schatten ihrer Geschichte verborgen liegen. Jedes Stück auf meinem Blog ist so konzipiert, dass es das Herz eines jeden Krimi-Fans höherschlagen lässt und gleichzeitig die Neugier auf unbekannte Orte weckt. Hier seid ihr eingeladen, den Nervenkitzel des Unbekannten und die Schönheit unserer Welt zu erleben – eine perfekte Kombination für alle Abenteuerlustigen! In meinem zweiten Blog, akteq.com, dreht sich alles um wahre, ungelöste Kriminalgeschichten. Unter dem Motto „akteQ: Cold Case Stories“ enthülle ich die unheimlichen und oft tragischen Geschichten hinter ungelösten Fällen. Gemeinsam können wir die Rätsel der Vergangenheit erforschen und tief in die menschliche Psyche eintauchen. Was geschah wirklich? Wer waren die Menschen hinter diesen mysteriösen Ereignissen? In diesem Blog lade ich euch ein, Fragen zu stellen und die Antworten zu finden, die oft im Dunkeln liegen. Ein weiteres spannendes Kapitel meiner Bloggerlaufbahn findet ihr auf thecastles.org. Hier beginne ich eine zauberhafte Reise durch die Geschichte der Burgen und Schlösser. Haltet inne, während ihr die Geschichten entdeckt, die in den Mauern dieser alten Gemäuer verborgen sind. „Explore the enchantment, discover the history – your journey begins at thecastles.org!“ Diese Worte sind mehr als nur ein Slogan; sie sind eine Einladung an alle, die Geschichte und Magie miteinander verbinden möchten. Lasst euch von den beeindruckenden Erzählungen und der Faszination vergangener Epochen inspirieren! Aber das ist noch lange nicht alles! Auf kripo.org erwartet euch ein umfassendes Onlinemagazin für echte Kriminalfälle. Taucht ein in die Welt des Verbrechens, erfahrt von den realen Geschichten hinter den Schlagzeilen und den Menschen, die sich mit der Aufklärung beschäftigen. Mit criminal.energy entführe ich euch in die packenden Erzählungen wahrer Verbrechen, in denen Bösewichte gejagt, gefasst und verurteilt werden. Die Suche nach Gerechtigkeit und die Konfrontation mit dem Unbekannten stehen im Mittelpunkt. Mit TrueCrime Blog 187.news geht’s in die Abgründe des Verbrechens. Und für all jene, die die Welt bereisen wollen, bietet wanderlust.plus die Möglichkeit, die Welt, ein Abenteuer nach dem anderen, zu erkunden. Hier geht es um die Liebe zur Erkundung und die Freude, neue Kulturen und Landschaften zu entdecken. Schließlich lädt truecrime.ch dazu ein, die dunklen Seiten der Schweiz und Europas zu entdecken: wahre Verbrechen, wahre Geschichten. Lasst uns gemeinsam die Geschichten entdecken, die die Welt um uns herum prägen. Ich freue mich darauf, euch auf dieser aufregenden Reise zu begleiten und hoffe, dass ihr viele unvergessliche Momente mit mir teilen werdet!