Am 14. Juli 2019 wurde von einem deutschen Touristen eine stark verweste Frauenleiche in einem verlassenen Minenschacht unweit des Dorfes Mitsero entdeckt. Die Leiche war durch die heftigen Regenfälle aus dem Minenschacht an die Oberfläche gespült worden. Die Leiche entpuppte sich als die 38 Jahre alte Philippinin Mary Rose Tiburcio, die schon seit Mai 2018 zusammen mit ihrer 6 Jahre alten Tochter Sierra als vermisst gemeldet worden war. Bereits 4 Tage später wurde der zweifache, verheiratete 35 Jahre alte Familienvater Nikos Metaxas verhaftet. Denn dieser hatte mit dem Opfer bis zu ihrem Tod unter dem Spitznamen Orestes über die Online-Dating-Plattform Badoo kommuniziert. Nikos galt als Vorzeigeehemann, der in seiner Freizeit gern fotografierte und als ein ehrgeiziger Militäroffizier der zypriotischen Nationalgarde galt. Niemand hätte gedacht, dass in diesem ein Wolfs im Schafspelz steckte, der als eiskalter Serienkiller 5 wehrlose Frauen und zwei 2 Mädchen innerhalb von 3 Jahren tötete. Im Verhör zum Mord an Mary Rose Tiburcio knickte Nikos ein, der 7 Morde gestand, darunter auch den Mord an Mary Roses Tochter Sierra, deren Leiche er im Memi-See unweit von Xyliatos entsorgt hatte. Da im giftigen Säuresee, dem Kokini Limni, aufgrund seiner rötlichen Farbe auch Roter See genannt, im Dorf Mistero der Mittelmeerinsel Zypern Nikos drei Frauenleichen entsorgt hatte, erhielt die grausame Mordserie den Namen „Mitsero-Morde“. Um die Leichen aus dem See inmitten einer Kupfermine zu bergen, mussten die Taucher aufgrund seiner Verunreinigung mit Chemikalien und dem hohen Säuregehalt eine Spezialausrüstung tragen. Neben Mary Rose Tiburcio wurde auch im See die seit Dezember 2017 vermisste Philippinin Maricar Valdez sowie die 8 Jahre alte Elena gefunden. Diese war die Tochter der 36 Jahre alten Rumänin Livia Florentina Bunea, den ersten Mordopfern von Nikos, die er im September 2016 getötet hatte. Nikos ging dabei immer nach folgendem Modus Operandi vor. Nachdem er die Frauen und Kinder missbraucht hatte, benutzte er die Innenseite seines Ellenbogens, um deren Kehle zu quetschen, was zum Erstickungstod führte. Dann packte er die Leichen entweder in Koffer oder wickelte sie in einen Teppich ein. Er entsorgte diese im giftigen Roten See in Mitsero, auf dem Schießplatz bei Orounta und dem Memi-See. Während der Ermittlungen behauptete eine Frau, dass sie von Nikos vergewaltigt worden war. Nachdem die Mordserie an den Ausländerinnen aus den Philippinen, Rumänien und einer Frau aus Neapel, ans Licht gekommen war, gerieten die Behörden in Kritik. Denn trotz, dass diese von ihren Kollegen und Verwandten als vermisst gemeldet worden waren, wurde nicht weiter ermittelt, da die sogenannten Arbeitsmigrantinnen bestimmt wieder in ihr Heimatland gereist waren, obwohl diese ihre Pässe zurückgelassen und kein Geld vom Konto abgehoben hatten. Es kam neben Rassismusvorwürfen, auch zu massiver Kritik an der schlampigen Polizeiarbeit. Dies hatte zur Folge, dass nicht nur der Polizeichef Zacharias Chrysostornouand seinen Hut nehmen musste, sondern auch der Justizminister Ionas Nikolaou zurücktrat. Nikos Metaxas wurde vom Obersten Gerichtshof am 24. Juni 2019 zu 7 lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Neapel, aus der eines der Opfer des kaltblütigen Serienkillers Nikos Metaxas stammte. 🙂














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