Eine Mühle, die mit ihren Mühlsteinen, ihrem Kollergang und ihrem funktionstüchtigen Mühlenrad bis heute komplett erhalten ist, ist die Tüschenbroicher Ölmühle. Diese Mühle befindet sich am rauschenden Fluss Schwalm direkt am Südtor des Naturparks Schwalm-Nette im Dorf Tüschenbroich im Bundesland Nordrhein-Westfalen, das 25 Kilometer von Mönchengladbach entfernt liegt. Ursprünglich existierten am wasserreichen Fluss Schwalm 25 Mühlen, da diese einst aufgrund des Flachsanbaus einen lukrativen Wirtschaftsfaktor in der Region darstellten. Die malerische Ölmühle wurde im 14. Jahrhundert von den Herren von Tüschenbroich errichtet, dessen heutiges Mühlengebäude aus dem 18. Jahrhundert stammt. Bei der Ölmühle handelt es sich um eine dreiflügelige Fachwerkanlage mit zweigeschossigem riedgedeckten Mühlenhaus, die zum Schloss Tüschenbroich gehörte. Diese war eine wichtige Einnahmequelle des Schlossherren, da diese eine sogenannte Bannmühle war. So waren alle Bauern, der zum Schloss gehörigen Ländereien verpflichtet, dort zu mahlen. Wenn sie dem Mühlenzwang nicht nachkamen, drohten ihnen hohe Geldstrafen. Die Ölmühle wurde bis 1912 zum Pressen von Flachsöl genutzt. Danach wurde die Ölherstellung aufgrund des starken Rückgangs des Flachsanbaus eingestellt. Heute befindet sich in dieser ein Atelier, um die ein herrlicher 1,4 Kilometer langer Wanderweg führt. Bei meinem Besuch vom Schloss Tüschenbroich machte ich einen Spaziergang zu dieser Ölmühle, die gemeinsam mit der Kornmühle, der Ulrichskapelle und dem Schloss das Zentrum der Unterherrschaft Tüschenbroich, die zum Herzogtum Jülich gehörte, bildete. Die Ölmühle oberhalb des Schloss-Weihers ist nicht nur sehenswert, sondern auch ein schönes Ausflugsziel, mit deren Fotos ich Dir viel Freude wünsche. 🙂









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