Freiburg: Deutschlands Stadt mit den meisten Sonnenstunden und den vielen Rathäusern

Isabella Müller Freiburg @isabella_muenchen

Freiburg ist nicht nur die Stadt mit den meisten Sonnenstunden pro Jahr in Deutschland, sondern die Schwarzwaldhauptstadt besitzt auch mehrere Rathäuser. Zwei davon befinden sich auf dem Rathausplatz, auf dem in der Mitte das Denkmal des Franziskanermönch Berthold Schwarz thront. Dieser schaut von einem achteckigen Brunnen aus gelbem Sandstein auf das Geschehen auf dem Rathausplatz. Der Mönch gilt als Erfinder des Schießpulvers, aber ob er das Schießpulver 1353 tatsächlich in Freiburg zusammenmischte, ist bis heute ungeklärt. Das Denkmal, das von dem Bildhauer Josef Alois Knittel geschaffen wurde, trägt die Widmung: „dem Doctor, Alchimist und Erfinder des Schießpulvers errichtet im Jahr 1855 zum Gedächtniß der fünften Säkularfeier“. Ob es sinnvoll ist dem Mönch ein Denkmal zu setzten, dessen Erfindung vielen Menschen den Tod brachte, sei dahingestellt, sehenswert ist es allemal. Neben dem Brunnen befindet sich auf dem Rathausplatz auch wie der Name schon sagt das Alte und Neue Rathaus. Das Alte Rathaus beherbergt die Amtsstuben des Gemeinderats sowie die Touristeninformation im Foyer. Dieses Gebäude steht genau neben dem Neuen Rathaus. Beide Gebäude sind über einen Steg miteinander verbunden und werden als Verwaltungssitz der Stadt Freiburg genutzt. Witzigerweise ist das Neue Rathaus älter als das Alte Rathaus. Aber Freiburg besitzt noch ein Rathaus, das viel älter als diese beiden Gebäude ist. Bei dem ältesten Rathaus der Stadt handelt es sich um die Gerichtslaube, die aus dem Jahr 1303 stammt und das erste Rathaus der Stadt war. Das Alte Rathaus wurde 1559 fertiggestellt und das Neue Rathaus in den Jahren 1539 bis 1545. Das Neue Rathaus mit seinen weißen getünchten Bau hat große Fenster, Balkone und Erker im Renaissance-Stil. Das Alte Rathaus wurde auch im Renaissance-Stil errichtet, erstrahlt aber in sandsteinrot. Gegenüber von den beiden Rathäusern befindet sich die römisch-katholische Pfarrkirche St. Martin. Diese ist dem heiligen Martin geweiht und wurde als Klosterkirche eines franziskanischen Konvents errichtet. Im Jahr 1262 wurde der Chor der Martinskirche auf dem ehemaligen Grundstück des Graf Konrad erbaut, 1318 folgte das Langhaus. Damit ist die St. Martinskirche nach dem Freiburger Münster der zweitälteste Kirchenbau. Im Jahr 1719 wurde die Westfassade dem Barockstil angeglichen. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg 1944 völlig zerstört und in den Jahren 1949 bis 1951 wiederaufgebaut. Der Rathausplatz in seiner heutigen Form wurde erst 1845 geschaffen. Dafür musste der Kreuzgang des zur Martinskirche gehörenden Franziskanerkloster weichen. Der Rathausplatz mit seinen beiden Rathäusern ist heute ein beliebter Platz bei den Einheimischen und Touristen. Im Sommer laden zahlreiche Cafés mit ihren Freisitzen und den Parkbänken rund um den Platz zum Verweilen ein und im Winter findet dort der Weihnachtsmarkt statt. Übrigens seit Ende 2017 ist Freiburg um ein weiteres Rathaus reicher, dem Rathaus im Stühlinger. Euch wünsche ich einfach viel Freude mit meinen Fotos vom Rathausplatz mit seinen historischen Gebäuden. 🙂

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