Die verschwundene Höhenburg Leinburg hoch oben auf dem Leinberg

Isabella Müller Heilbronn Baden Württemberg Deutschland @isabella_muenchen

Auf dem 307 Meter hohen Leinberg umgeben von herrlichen Weinbergen befinden sich die Überreste der Leinburg, die auch Luneburg genannt wird und der Herrschaftssitz des Ortsadels war. Diese ehemalige Höhenburg war einst das Wahrzeichen des Oberen Leintals. Die Burg, oberhalb von Kleingartach im nordöstlichen Naturpark Stromberg-Heuchelberg wurde um 1200 von den Ortsadeligen, den Herren von Luneberg errichtet. Die Burg wurde im Mittelalter aufgrund ihrer strategischen Lage sehr geschätzt und hatte zahlreiche Besitzerwechsel. So wurde sie 1332 von dem Markgraf Friedrich II. von Baden an Albrecht Bruzze verpfändet, der seine Rechte an dem Pfand 1335 an Ullrich III. von Württemberg veräußerte. Dieser wiederum verpfändete die Burg an Konrad von Enzberg, genannt von Heinriet. Um 1360 wurde das Pfand von der Familie von Enzberg an Württemberg abgegeben. Letztmalig urkundlich erwähnt wurde die Burg 1427. Ab 1442 galt die Burg als verfallen. Seitdem bildet sie einen denkmalgeschützten Burgstall mit der seit Anfang des 20. Jahrhunderts nachweisbaren Wengertwirtschaft Zur Leinburg. Im Jahr 1973 wurde das Weinberghäuschen abgerissen und an dieser Stelle eine Höhengaststätte errichtet, die am 24. April 1974 offiziell eröffnet wurde. Heute zeugen nur noch wenige Relikte von der Burg, die die Keimzelle der Stadtgründung Kleingartachs darstellte. Trotzdem begab ich mich auf Spurensuche dieser verschwundenen Burg. Die malerische Landschaft und der Weitblick vom Leinberg über die schönen Rebhänge entlohnten mich von meinem etwas mühsamen Aufstieg. Oben angekommen gelangte ich über eine Treppe zum Höhenrestaurant mit sonniger Dachterrasse. Meine Entdeckungstour der Überreste der Leinburg, dem ehemaligen Adelssitz begann. Leider spürte ich nur noch wenige Relikte wie die massiven Buckelquader aus Sandstein auf. Doch die Natur und die Höhenluft entschädigten mich für alles. Ich genoss die Stille hoch oben auf dem Leinberg und beobachtete die Eidechsen, die sich auf den Trockenmauern sonnten. Euch wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der verschwundenen Leinburg auf dem Leinberg. 🙂

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