Jahrelanger Sex mit einer Leiche

Isabella Mueller @isabella_muenchen Dresden

Eine Geschichte, die glatt aus einem Horrorbuch entsprungen sein könnte, ist die von dem Arzt Dr. von Cosel. Dieser wurde am 8. Februar 1877 in Dresden als Georg Karl Tänzler geboren. 1926 emigrierte er über Kuba in die USA, wo bereits seine Schwester lebte. Seine Ehefrau Anna Shafer, die er 1920 geheiratet hatte, folgte kurze Zeit später mit den zwei gemeinsamen Kindern. Doch schon ein Jahr später verließ er seine Ehefrau und zog nach Key West in Florida. Er nahm unter dem Namen Carl von Cosel im Marinekrankenhaus eine Stelle als Arzt für Radio- und Bakteriologie an. Ob er je ein Medizinstudium abgeschlossen und einen Doktortitel erhalten hatte, blieb ungeklärt. Fakt ist, dass er im Marinehospital am 22. April 1930 die kubanische Schönheit Maria Elena Milagro de Hoyos kennenlernte, die dort wegen ihrer Tuberkuloseerkrankung behandelt wurde. Für Carl von Cosel war diese Begegnung Schicksal, da ihm seine Vorfahrin die Gräfin Anna Constantia von Broschdorff in seinen Visionen immer wieder das Gesicht einer exotischen, dunkelhaarigen Frau zeigte, die seine wahre Liebe sei. Der damals 53 Jahre alte Dr. Carl von Cosel glaubte diese in der 20 Jahre alten Tochter eines Zigarrenherstellers gefunden zu haben. Fortan behandelte er Elena, die mit Luis Mesa verheiratet war, der sie verlassen hatte, im Haus ihrer Eltern. Er überhäufte sie mit Schmuck und Geschenken. Doch die junge Frau hatte keinerlei Interesse an von Cosel. Am 25. Oktober 1931 verstarb die US-Kubanerin in ihrem Elternhaus an Tuberkulose, die zu der damaligen Zeit noch nicht heilbar war. Von Cosel bezahlte die Beerdigung und ließ mit Erlaubnis von Elenas Eltern auf dem Friedhof von Key West ein Mausoleum errichten, in das der Sarg mit der Leiche von Elena Milagro de Hoyos aufbewahrt wurde. Nur von Cosel besaß einen Schlüssel zu dem Mausoleum, das er jede Nacht aufsuchte bis er im April 1933 mithilfe eines Bollerwagens den Leichnam der jungen Frau in ein abgewracktes Flugzeug brachte, in dem er heimlich ein Labor eingerichtet hatte. Von Cosel behauptete später, dass der Geist von Elena ihm erschienen sei, wenn er ihr ein spanisches Liebeslied vorgesungen hatte und sie ihm bat, ihren Körper aus dem Grab zu befreien. Von Cosel verdrahtete Elenas Knochen mit Kleiderbügeln und stattete ihre Augenhöhlen mit Glasaugen aus. Da sich ihre Haut zersetzte, ersetzte er diese durch ein mit Wachs und Gips getränktes Seidentuch. Für ihre ausgefallenen Haare hatte er ihr eine Perücke angefertigt. Damit ihre Leiche in Form blieb, stopfte er diese mit Lumpen aus. Danach nahm er Elena mit zu sich nach Hause. Er kleidete sie an, benutzte Parfüm, Desinfektions- und Konservierungsmittel, um den bestialischen Verwesungsgeruch zu überdecken und die Zersetzung des Körpers zu verlangsamen. Anschließend legte er sie zu sich ins Bett und hatte Sex mit ihr. Dafür hatte er ihr im Intimbereich extra eine röhrenartige Vorrichtung angebracht. Dieser Sexualtrieb wird als Nekrophilie bezeichnet, der auf Leichen ausgerichtet ist. Bald kamen Gerüchte auf, dass von Cosel den Leichnam von Elena bei sich aufbewahrte. Daraufhin alarmierte ihre Schwester im Oktober 1940 die Behörden. Diese suchten von Cosel auf und entdeckten dabei Elenas Leiche. Von Cosel wurde verhaftet. Aber aufgrund der Tatsache, dass der Tatbestand der Grabschändung verjährt war, wurde er wieder frei gelassen. Der Leichnam von Elena wurde untersucht und mehrere Tage lang im Dean-Lopez Funeral Home in Key West ausgestellt. Mehr als 6.800 Menschen kamen dorthin, um die präparierte Leiche zu bestaunen. Danach wurde ihre Leiche auf einen unbekannten Ort auf dem Friedhof in Key West bestattet. Von Cosel zog zu seiner Schwester nach Zephyrhills und veröffentlichte seine Autobiographie „The Secret of Elena´s Tomb“. Am 3. Juli 1952 im Alter von 75 Jahren verstarb Carl von Cosel. Im Arm hielt er eine lebensgroße Puppe, die aussah wie seine geliebte Elena. Mit dieser wollte er zusammen begraben werden, was tatsächlich auch geschah. In der Puppe sollen sich die Knochen von Elena befinden. Angeblich hatte er einen Friedhofsmitarbeiter mit Geld dazu bestochen, ihm Elenas Knochen zu übergeben. Bis zu seinem Tod war Dr. Carl von Cosel krankhaft von Elena bessen. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos von Dresden, dem Geburtsort von Georg Karl Tänzler alias Dr. Carl von Cosel. 🙂

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