Das Zentrum der ehemaligen Residenzstadt Darmstadt ist zweifelsohne der quadratische Luisenplatz, der 1820 nach der Großherzogin Luise Henriette Karoline von Hessen-Darmstadt benannt wurde, der Ehefrau vom Großherzog Ludewig I. unter dessen Regentschaft 1820 die erste Verfassung für das Großherzogtum Hessen verabschiedet wurde. An ihn und dieses bedeutende politische Ereignis erinnert das Ludwigsmonument in der Mitte des Luisenplatzes, eines der Wahrzeichen Darmstadts, das aus Spenden der Darmstädter Bevölkerung, die das Denkmal liebevoll „Langer Ludwig“ nennen, finanziert wurde. Das imposante Denkmal hat eine Gesamthöhe von 39,15 Metern und besitzt innerhalb der Sandsteinsäule, deren Entwurf von Georg Moller und Balthasar Harres stammt, eine Wendeltreppe, die zu einer Aussichtsplattform in 30 Meter Höhe führt. Um das Panorama über Darmstadt genießen zu können, muss man allerdings 172 Stufen erklimmen. Die 5,45 Meter hohe Bronzestatue des Großherzogs wiegt stolze 5400 Kilogramm und wurde von dem aus München stammenden Bildhauer Ludwig Schwanthaler entworfen. Am 14. Juli 1841, dem Geburtstag des Großherzog Ludewigs I., erfolgte die Grundsteinlegung. Am 25. August 1844 wurde dieses feierlich enthüllt. Auf dem Luisenplatz, der von 1933 bis 1945 Adolf-Hitler-Platz hieß, befand sich einst ein prächtiges Palais, das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und abgerissen wurde. An dessen Stelle wurde von 1975 bis 1977 das Luisencenter, ein Einkaufszentrum, errichtet. Der Luisenplatz galt einst auch als das politische Zentrum der Stadt. Davon zeugt bis heute das Kollegiengebäude auf der Nordseite des Platzes, das von 1777 bis 1780 nach den Plänen des Oberbaudirektors Franz Ludwig von Cancrin errichtet wurde. Es ist das älteste Verwaltungsgebäude Darmstadts und heute Sitz des Regierungspräsidiums. An der Stelle des im Zweiten Weltkrieges zerstörten Ständehauses befindet sich aktuell die Hauptstelle der Sparkasse Darmstadt. Der autofreie Luisenplatz ist der größte Innenstadtplatz Darmstadts, der auch bei meinem Besuch der ehemaligen Residenzstadt nicht fehlen durfte. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos davon. 🙂















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