Im äußersten Norden der Provinz Nordholland inmitten von Sanddünen und umschlossen von der Nordsee, dem Wattenmeer und dem Mersdiep, einer Wasserstraße, liegt die Hafenstadt Den Helder. Diese gehört mit durchschnittlich 1.650 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnigsten Orten in den Niederlanden und wird auch als Tor zu der Nordseeinsel Texel bezeichnet. Die Hafenstadt Den Helder gilt aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage, die dem Eingang zum Zuidersse, heute Ijsselmeer kontrolliert, als wichtigster Marinestützpunkt der Niederlande. Dies erkannte schon Napoleon Bonaparte, der Den Helder zu einer Bastion ausbauen ließ. Anno 1792 wurde der Marinehafen angelegt, der Handels- und Kriegsschiffen als Ankerplatz diente. Von der enormen Bedeutung als Marinestützpunkt zeugt heute das Marinemuseum in Den Helder, das auf der ehemaligen Reichswerft der Königlichen Marine auf dem Museumshafen Willemsoord beheimatet ist. Das Marinemuseum im Turmgebäude und in der Geschützwerkstatt ermöglicht tiefe Einblicke in die Welt der Königlichen Marine. Die Hauptattraktionen des Marinemuseums, das von montags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist, sind das 78 Meter lange Unterseeboot Tonijn, das von 1966 bis 1991 mit 67 Mann Besatzung fuhr, das Minensuchboot Abraham Crijnssen, das 1942 vor den Japanern aus der Java-See nach Australien entweichen konnte, in dem es sich als kleine Dschungel-Insel getarnt hatte sowie das Rammschiff Schorpion, das 1868 bis 1906 der Küstensicherung der Niederlande und als Wohnschiff diente. Im Marinemuseum kann man auf 2000 Quadratmetern die Marine wirklich hautnah erleben, die einem durch Exponate, interaktive Spiele und Experimente näher gebracht wird. Das Marinemuseum erhielt sogar eine Bronze-Auszeichnung für das beste Ausflugsziel in Nordholland, mit dessen Fotos ich Dir viel Freude wünsche. 🙂













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