Einer der meistgesuchten Verbrecher, der am 23. Februar 2021 sogar in die Fahndungsliste von Interpol und Europol aufgenommen wurde, ist der deutsche 53 Jahre alte Schwerverbrecher Norman Volker Franz, der seit mehr als 24 Jahren untergetaucht ist. Norman, der eine Ausbildung als Elektriker absolviert und eine Zeit lang in der Bundeswehr gedient hatte, war Mitglied einer kriminellen Gang, die nicht nur Banküberfälle unternahm, sondern auch am Zigarettenschmuggel sowie am Waffenhandel beteiligt war. Die Kontakte der Gang, deren Anführer Christian K. war, reichten bis in die Zuhälterkreise. Norman ein 1,77 Meter großer Mann mit athletischer Figur, hellblonden Haaren und braunen Augen war seinem Bandenboss treu ergeben, auf dessen Befehl Norman jeden eiskalt aus dem Weg räumte. Als sein Boss von polnischen Zigarettenschmugglern erpresst wurde, beauftragte er Norman und andere Gangmitglieder diese zu eliminieren. Dafür lotste Christian K. seine polnischen Erpresser auf eine einsame Straße unweit des Dortmunder Stadtteils Syburg. Dort hielt Norman das Fahrzeug an und bat die Insassen des Wagens das Fenster herunterzukurbeln, um kurz mit ihnen sprechen zu können. Als sie Normans Bitte nachkamen, warf dieser ihnen eine Handgranate ins Auto, die sogleich explodierte. Dabei wurde ein Insasse sofort getötet. Ein weiterer wurde schwer verletzt, der Dritte im Bunde versuchte noch zu fliehen. Aber er wurde von Norman und seinen Komplizen in den Kopf geschossen. Nur einem der Insassen gelang die Flucht, obwohl er von Norman mit dem Auto verfolgt und mit einer Pumpgun aus dem Fenster beschossen wurde. Nachdem brutalen Anschlag versuchte Norman mit seiner Freundin Sandra über die Niederlande, Belgien, Frankreich und Spanien nach Portugal zu fliehen. Doch schon an der Mautstelle in Frankreich wurde er von der französischen Polizei festgenommen und nach Deutschland überstellt. Norman wurde vom Dortmunder Schwurgericht im März 1996 wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt und in die Justizvollzugsanstalt Hagen überführt, wo er noch im selben Jahr seine große Liebe Sandra heiratete. Nur ein Jahr später gelang Norman von dort eine filmreife Flucht. Am 11. März 1997 sägte er das Fenstergitter seiner Zelle durch. Er kletterte mit einer Leiter aus einem aus zerrissenen Bettdecken geflochtenen Seil, Eimerhenkeln und Besenstücken auf das Dach der Justizvollzugsanstalt und rutschte die Regenrinne hinab. Dann sprang er zu seiner Ehefrau Sandra ins Auto, die im roten VW Polo mit zwei gefälschten Pässen, einer Pistole der Marke Česká zbrojovka mit zwei gefüllten Magazinen Kaliber 9 mm auf ihn wartete. Auf der Flucht erschoss Norman am 26. März 1997 den Wachmann Rudolf Tamm, der eine Geldkasse mit 15.000 Mark zum Tresor der Dresdner Bank in Weimar brachte. Norman schnappte sich die Geldkassette und flüchtete mit seiner Ehefrau zu Fuß, die vor der Bank Schmiere gestanden hatte. Norman und Sandra waren die deutsche Antwort auf das legendäre Gangsterpaar Bonnie und Clyde, die fortan als Killerpaar in den Medien bezeichnet wurden. 4 Monate später erschoss Norman am 21. Juli 1997 direkt hinter dem Metromarkt in Peißen bei Halle die beiden Wachleute Gerd Koch und Peter Seidel, die die Wochenendeinnahmen in Höhe von 500.000 Mark im Panzerwagen verstauen wollten. Seit diesen Morden an den beiden Wachmännern erhielt Norman in den Medien den Spitznamen der Metro-Mörder. Knapp eineinhalb Jahre später wurde Norman und seine Ehefrau Sandra, die in der Zwischenzeit ein Kind zur Welt gebracht hatte, am 24. Oktober 1998 in ihrem Appartement in der portugiesischen Kleinstadt Albufeira von deutschen Zielfahndern festgenommen. Auf die Schliche war ihnen die portugiesische Polizei per Zufall gekommen. Bei einer Verkehrskontrolle war diesen ein BMW mit deutschem Kennzeichen aufgefallen, da dieser nicht angehalten hatte. Die portugiesischen Polizisten überprüften daraufhin das deutsche Kennzeichen und stellten fest, dass das Auto unter einem der Decknamen gekauft worden war, die der gesuchte Norman Volker Franz stets benutzte Bis zu deren Verhaftung hatte die kleine Familie ein bürgerliches Leben geführt. Sie lebten in einem gekauften Appartement und Norman arbeitete als Immobilienmakler. Beide leisteten bei ihrer Verhaftung keinerlei Widerstand. Am 28. Juli 1999 gelang Norman erneut die Flucht, diesmal aus dem Zentralgefängnis von Lissabon. Er hatte das Fenstergitter durchgesägt und sich anschließend mit einem Bettlaken abgeseilt. Seitdem fahndeten die Behörden nach Norman, aber vergeblich. Seine Ehefrau Sandra wurde vom Gericht in Halle zu einer Jugendstrafe von 6 Jahren und 3 Monaten verurteilt, die mittlerweile von Norman geschieden ist. Bis heute wird nach Norman gefahndet, für dessen Festnahme insgesamt 100.000 Euro Belohnung ausgesetzt sind. Das Bundeskriminalamt vermutet, dass sich Norman im Ausland aufhält. In der ZDF-Sendung Aktenzeichen XY … ungelöst wurde am 28. Februar 2018 eine Telefongesprächsaufzeichnung mit Norman veröffentlicht, um Hinweise auf dessen Aufenthaltsort zu erhalten, die ergebnislos bleib. Norman Volker Franz zählt bis dato zu den meist gesuchtesten Schwerverbrechern Europas, von dem bis heute jede Spur fehlt. Dir wünsche ich viel Freude mit meinen Fotos der wunderschönen portugiesischen Insel Madeira. 🙂




















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