Die Maultasche ist das schwäbische Nationalgericht schlechthin, deren angeblich wahre Heimat China sein soll. Denn dort werden schon seit Jahrtausenden gefüllte Teigtaschen hergestellt. Diese sogenannten Dumplings sind Teigtaschen, die mit Gemüse, Fleisch oder Meeresfrüchten gefüllt sind und sich auch in Europa großer Beliebtheit erfreuen. So sehr, dass es mittlerweile eine chinesische Teigtascherl-Mafia gibt, zumindest in Österreichs Hauptstadt Wien. Denn dort wurde im Juli 2019 ein abscheulicher Lebensmittelskandal aufgedeckt, der sich um die gefüllten chinesischen Teigtaschen dreht, die in Österreich liebevoll Teigtascherl genannt werden. In einer 40 Quadratmeter großen Wohnung im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten machte die Finanzpolizei eine unglaubliche Entdeckung. Dort wurden tonnenweise gefüllte Teigtaschen aufgefunden, die von sechs dort lebenden chinesische Personen unter miserablen hygienischen Bedingungen hergestellt wurden. Diese wurden tiefgefroren und dann per Rollkoffer in Asia-Restaurants und chinesische Imbisse transportiert. Überall in der Wohnung lagen leere Wodkaflaschen herum, die Aschenbecher quellten über und das Mehl lag zerstreut auf dem Boden. Es stellte sich schnell heraus, dass diese nicht die einzige illegale Produktionsstätte für die chinesischen Teigtaschen war. Bis 2020 wurden weitere 15 illegale Produktionsstätten gefunden und geschlossen. Die chinesische Teigtascherl-Mafia produzierte Unmengen von den Teigtaschen hinter dem Rücken des Einwanderungsamtes, der Steuerbehörde und der Lebensmittelkontrolle. Erst im September 2023 wurde in einem ehemaligen asiatischen Restaurant im 21. Wiener Gemeindebezirk Floridsdorf eine weitere illegale Produktionsstätte für Teigtascherl hochgenommen. Insgesamt wurden 700 Kilogramm Teigtaschen beschlagnahmt, die bei unbefugter Gewerbeausübung und mangelnden Hygienemaßnahmen produziert worden sind. Auch diesmal gab es keine konkreten Aufzeichnungen, wohin diese geliefert werden sollten. Warum die Restaurants und Imbisse darauf zurückgreifen ist recht simpel, da diese deutlich günstiger sind, als wenn sie die chinesischen Teigtaschen selbst herstellen würden. Darum immer daran denken: „Du bist, was Du isst!“. In diesem Sinne viele Freude mit meinen Fotos vom Kurpark Oberlaa, dem Naherholungsgebiet im 10. Wiener Gemeindebezirk, wo die erste illegale Produktionsstätte von den chinesischen Teigtascherl aufgeflogen ist. 🙂












Entdecke mehr von Spannende Krimis und Abenteuertipps für wahre Entdecker!
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
